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Erinnerungen ans Studium

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 26. Oktober 2009
Lochkarte

Lochkarte

Am Wochenende habe ich in alten Kartons gewühlt, unter anderem in zwei Kartons, in denen ich meine Unterlagen von der Uni untergebracht hatte. Getreu dem Motto des studentischen Dreikampfs “Kopieren, lochen, abheften” befanden sich dort mehrere Ordner mit Kopien von Artikeln und ganzen Büchern, die man nicht entleihen konnte, diese aber dringend für die Hausarbeiten benötigte. Schein-Formulare habe ich auch noch gefunden, ich vermute, dass man heute keinen schriftlichen Schein mehr bekommt, sondern alles elektronisch geregelt wird?

Das spannendste Relikt aus meiner Studienzeit ist aber die oben auf dem Foto zu sehende Lochkarte. Nein, ich habe nicht mehr mit Lochkarten programmiert, aber ich habe die alten Lochkarten-Rechner noch gesehen, und ich hatte mir auch mal erklären lassen, wie das genau funktionierte mit dem Lochen der Programme in die Lochkarten, daher diese eine Lochkarte. Der Herr im Rechenzentrum, der mir alles erzählte, hatte leuchtende Augen, als er von den alten Geräten erzählte, die nach und nach abgebaut wurden, damit sie Terminals für die Studierenden Platz machten. Terminals, nicht PCs :-)

Im ersten Semester gab es dann auf Antrag mit Begründung und Stempel vom Professor auch schon eine E-Mail-Adresse… sowie kurze Zeit später Zugang zum WWW, wenn man denn eine Begründung dafür hatte. In der Bibliothek standen noch Schreibmaschinen zum Tippen von Arbeiten, und Bücher suchte man auf Microfiche, nicht mit einem Rechner (das hatte sich zum Glück während meines Studiums verbessert).

Warum ich das alles erzähle? Weil man erst zu schätzen weiß, womit man heute arbeitet, wenn man es anders kennt :-)

Nachtrag zum Amazon Kindle

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 24. Oktober 2009

Man kann Notizen in Büchern sowie Markierungen doch exportieren! Sie wurden nur zunächst nicht bei mir angezeigt, bis ich Clippings von Zeitungs-Artikeln erstellt hatte. Das erhöht den Nutzwert natürlich noch einmal. Abgesehen davon, dass Amazon noch mal 20 Dollar runtergelassen hat nachträglich. Dann hätte ich wohl auch weniger Zoll bezahlen müssen, aber das ist jetzt auch egal…

Amazon Kindle: Erste Eindrücke

Allgemein — Schlagwörter:, , — theonlytom @ 23. Oktober 2009

Während nach und nach die alten Artikel in diesem Blog wieder auftauchen nach dem Totalabsturz, ein paar Worte über meinen gestern eingetroffenen Amazon Kindle. Ich hatte lange überlegt, ob ich mir tatsächlich einen Ebook-Reader zulegen sollte, denn eigentlich empfand ich, abgesehen von der technischen Spielerei, wenig Begeisterung für das elektronische Buch. Vor 10 Jahren hatte ich eine Arbeit über digitalisierte Klassiker geschrieben, damals noch über Literatur auf CD-ROM, die damals das Ende des Buches einleiten sollte (was wir schon damals nicht geglaubt hatten). Gute Bücher muss man besitzen, so habe ich gedacht, und so denke ich noch immer, denn ein gutes Buch wird Teil der eigenen Geschichte, jeder Kaffeefleck in dem Buch ist ein mentale Postkarte des Cafés im Urlaub, in dem man das Buch auf dem Tisch liegen hatte. Und dann noch dieses dämliche DRM: Die Bücher sind verloren, sobald ich mich für ein anderes Gerät entscheide, und hatte nicht Amazon sich blamiert, nachdem es automatisch über das Amazon Whispernet gekaufte Exemplare des Klassikers 1984 löschte? Wieso hatte ich es mir dann doch anders überlegt?

Das gerade frisch von UPS gelieferte Paket

Das gerade frisch von UPS gelieferte Paket

Ich kann nicht abstreiten, dass die technische Spielerei eine Rolle gespielt hat. Aber sie hat nicht die Hauptrolle gespielt. Denn natürlich bietet der/die/das Kindle einige Vorteile:

  • Ich kann mehrere Bücher gleichzeitig auf dem Kindle haben, was insbesondere auf Reisen sehr charmant ist.
  • Ich kann Bücher durchsuchen, was ich sehr praktisch finde.
  • Ich kann Bücher SOFORT haben, und das ist nicht zu unterschätzen, insbesondere bei technischen Büchern, die man gerade ganz ganz dringend gebrauchen könnte.
  • Ich kann Notizen direkt dort eingeben und muss mir keine Gedanken mehr machen, ob ich noch genug Post-it!-Notes habe, um sie ins Buch zu kleben. Idealerweise muss ich die Notizen nicht mehr abtippen, denn sie sind ja schon digital vorhanden.
  • Englische Bücher sind günstiger. Nach meinen Berechnungen müsste sich der Kindle in weniger als einem Jahr amoritisiert haben.
Der noch eingepackte Amazon Kindle

Der noch eingepackte Amazon Kindle

Was sind die Nachteile?

  • Die Bücher stehen nicht im Regal. Ich kann sie nicht einfach kurz mal rausnehmen, drin stöbern, mich an das Café sonstwo erinnern, weil sich ein Kaffeefleck im Buch darin befindet.
  • Wenn Amazon pleite geht oder ich mir ein Gerät eines anderen Herstellers kaufe, dann sind die Bücher futsch.
  • Ich kann die elektronischen Bücher nicht auf einem Flohmarkt oder bei eBay verkaufen.
  • In der Badewanne ist der/die/das Kindle wahrscheinlich nicht zu gebrauchen.
  • Es gibt keine gebrauchten eBooks, die ich kaufen könnte (ich liebe es, gebrauchte Bücher zu kaufen)
Der Kindle in der Verpackung. Er ist nicht eingeschaltet, der Inhalt auf dem Display verbraucht keinen Strom

Der Kindle in der Verpackung. Er ist nicht eingeschaltet, der Inhalt auf dem Display verbraucht keinen Strom

Können die Vorteile die Nachteile kompensieren? Nein. Niemals. Aber darum geht es auch nicht. Man kann auch nicht die Nachteile eines Cabrios mit den Vorteilen eines Geländewagens kompensieren, denn es sind zwei verschiedene Autos für komplett verschiedene Bedürfnisse. Der/die/das Kindle ist kein Ersatz für das Buch. Aber das sagt jemand, der mit richtigen Büchern groß geworden ist. Für die (über)nächste Generation sind Bücher aus Papier vielleicht genau so obsolet wie Vinyl-Schallplatten.

Erstes Booten des Kindle

Erstes Booten des Kindle

Aber wie ist er nun, der Amazon Kindle? Ganz ok:

  • Enttäuschend ist für mich, dass ich die Notizen, die ich in einem Buch anfertige, nicht exportieren kann. Das Tippen macht aber eh keinen Spaß mit der Tastatur.
  • Ich kann dafür aber Artikel aus einer Zeitung “kopieren”.
  • Lesen kann man auf dem Kindle hervorragend, besser als ich gedacht hätte.
  • Es fühlt sich gut an in der Hand.
  • Es hat bei mir bisher noch nicht geklappt, dass ein Buch innerhalb von 1 Minute herunter geladen gewesen wäre.
  • Ich habe eine Zeitung abonniert (die Süddeutsche gibt es leider noch nicht), und tatsächlich ist sie morgens, wenn ich aufwache, bereits auf dem Gerät. Aber hier wurde kein Problem gelöst, was ich vorher gehabt habe, schließlich enthält der Akt des Zeitung-Kaufens, am besten zusammen mit den Frühstücks-Brötchen, ein gewisses Wohlgefühl.
  • Blogs kann man nicht lesen, aber das wurde auch vorab kommuniziert.
  • Dafür geht Wikipedia, was ich nicht erwartet hätte.
  • Das Lexikon ist hervorragend.

Welche Bücher habe ich bisher gekauft? Fachliteratur, zum Teil sogar Bücher, die ich bereits besitze. Ich kann mir nicht vorstellen, einen Roman darauf zu lesen. Vielleicht lade ich mir ein paar Klassiker vom Gutenberg-Projekt drauf, macht sich sicherlich gut, jederzeit nachsehen zu können, wie die Gretchenfrage genau lautete. Aber momentan ist der Kindle für mich ein Arbeitsgerät, mit dem ich unterwegs die Bücher komfortabel lesen kann, die ich lesen muss. To be continued…

Komplettabsturz

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 13. Oktober 2009

Nach einem Komplettabsturz des Servers sind momentan alle Inhalte futsch… mal sehen, was der Google Cache noch ausspuckt :-)

Das Wochenende des Hamburgers

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 12. Oktober 2009
Das Wochenende des Hamburgers

Das Wochenende des Hamburgers

Das “Großkurgebiet Lübecker Bucht mit Travemünde”… Angeblich um 1929 entstanden, und es geht hier nicht um “ganz billige Wochenendflüge”, sondern Wochenendzüge, was man angesichts des Lichts nicht richtig sehen kann.

Schiefer

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 12. April 2009

Letzte Woche wurde in der Sendung mit der Maus gezeigt, wie Schiefer abgebaut, verarbeitet und dann zum Dachdecken verwendet wird. Alles gut nachvollziehbar erklärt. Nur eine Frage beschäftigt mich seitdem: Wie kommt man auf die Idee, in der Erde zu buddeln, Schiefer zu entdecken, den Schiefer dann zu spalten und sich dann aufs Dach zu legen? War man auf der Suche nach Kohle, fand den Schiefer und hat sich dann überlegt, was man damit anstellen könnte?

Die gleiche Frage stelle ich mir auch bei anderen Dingen: Wie kommt man auf die Idee, Weizen zu mahlen und zusammen mit anderen Zutaten daraus Brot zu backen?

Denken hilft zwar, nützt aber nichts

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 26. Februar 2009

Warum nehmen wir uns vor, im neuen Jahr endlich abzunehmen, greifen dann aber doch zum Sahneeis zum Dessert? Warum nehmen wir uns vor, dass wir mehr auf die hohe Kante legen wollen, am Ende des Monats aber noch tiefer im Minus sind als sonst?

Nachdem ich das Buch “Denken hilft zwar, nützt aber nichts” aus zuverlässiger Quelle empfohlen bekam, war es innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Die Erkenntnis, dass es eben doch nicht die Vernunft ist, die uns treibt, sondern dass wir vorhersagbar irrational handeln, ist ernüchternd. Wir sind Gauner, auch wenn wir nicht direkt Geld aus der Kasse nehmen, sondern lieber das Besteck zusammen mit den Resten im Restaurant einpacken. Wir wissen, dass wir zur Prokrastination neigen, und reagieren am besten darauf, indem wir uns sagen lassen oder zumindest uns zu Beginn festlegen, wann wir was abliefern zu haben. Wir geben lieber mehr Geld für Medikamente aus, auch wenn die einen Bruchteil kostenden Generika die gleichen Wirkstoffe beinhalten und die gleiche Wirkung haben müssten: Dennoch wirken die teuren Medikamente nachgewiesenermaßen besser. Nach der Lektüre des Buches glaubt man, dies wissenschaftlich belegt zu verstehen, alles ist einleuchtend erklärt.

Enttäuscht war ich jedoch von den Lösungsvorschlägen: Ja, es ist natürlich gut zu verstehen, warum wir manche Entscheidungen so fällen und nicht anders. Aber ich hätte auch gerne gewusst, wie ich es besser machen kann, wie ich automatisch erkenne, dass es eben nicht die Vernunft ist, die mich lenkt. Hier ist das Buch etwas dünn, was nicht schlimm wäre, würde der Umschlagtext nicht versprechen, dass dem Leser der Weg gewiesen wird, um den tückischen Denkfallen zu umgehen.

Zweifel an den Fähigkeiten des Herrn

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 6. Februar 2009

Interessantes Zitat vom Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner:

Gott hat die Welt ja nur in sieben Tagen erschaffen können, weil es keine installierte Basis gab.

Quelle: Spiegel Online

Kopf schlägt Kapital

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 12. Januar 2009

S. 169-170:

Machen Sie etwas Bedeutungssvolles. Es ist eine überzeugende Erfolgsformel, sich für etwas einzusetzen. [...] Ein Geschäft muss einen persönlich berühren; es muss Spaß machen und die Kreativität anregen.

S. 9:

Ich war immer Kaffeetrinker gewesen und mag selbst heute noch nicht auf meinen Morgenkaffee verzichten.

Günter Faltin, Gründer der Teekampagne, Autor des Buches “Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen.” München: Carl Hanser Verlag 2008. Stelle ich gleich neben Bransons Buch :-)

Das Konzept der Digital Natives auf dem Prüfstand

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 4. Januar 2009

Es war angeblich Marc Prensky, der den Begriff der Digital Natives prägte, eine Umschreibung für die nach 1980 geborene Generation, die mit Computern, Mobiltelefonen und dem Internet aufgewachsen ist. Dem gegenüber sollen die Digital Immigrants stehen, also diejenigen, die nicht in dem digitalen Land geboren wurden, sondern erst später einwanderten, weil ihre Geburt stattfand, als das digitale Land noch gar nicht existierte.

Zunächst einmal ist es unstrittig, dass allein die Nutzung des Computers Menschen verändern kann, von der Nutzung des Internets ganz zu schweigen (siehe zum Beispiel Sherry Turkles Arbeiten “Die Wunschmaschine” von 1984 sowie “Identität in Zeiten des Internet” von 1998). Und wie Walter J. Ong 1982 in “Oralität und Literalität” schrieb, so ist das geschriebene Wort eine Technologie, die zu seiner Einführung den gleichen Vorwürfen ausgesetzt war wie in den 70er und 80er Jahren der Computer: Das Denken wird externalisiert, zugleich formiert es das Denken neu. Auch das Internet formiert das Denken der Menschen neu. So wie wir uns das Wort “nichtsdestoweniger” nicht vorstellen können, ohne ein Buchstabengefüge vor Augen zu haben (gäbe es das Wort überhaupt in einer oralen Sprache?), so können wir die Zeit nicht mehr zurückdrehen und uns ein Leben ohne Suchmaschine, E-Mail, Video-Chat und kostenlose Software vorstellen.

So ist es sicherlich auch richtig, dass diejenigen, die mit dem Computer und der Nutzung des Internets aufgewachsen sind, einen anderen Umgang mit diesen Technologien haben als andere, die eine lange Zeit mit den Werkzeugen der pre-Computerzeit gearbeitet haben und nun mit der digitalen Vernetzung konfrontiert werden.

Doch schauen wir einmal zurück in das Zeitalter, in dem die Schrift erfunden wurde. Nicht jeder konnte lesen und schreiben. Die, die es erlernten, hatten die Chance, ihr Denken dadurch neu zu strukturieren. Aber niemand wurde mit Schriftfähigkeit geboren.

Anders ist es nicht heute. Niemand wird mit Computer- und Internetfähigkeiten geboren. Jeder muss sie sich aneignen. Manche können das gleich in ihrer Kindheit tun, andere wurden geboren, bevor ein Computer erschwinglich wurde, und müssen es später tun. Niemand wurde digital geboren, und somit ist jeder ein Digital Immigrant. Der einzige Vorteil, den die mit Computer aufgewachsenen haben, ist, dass sie nicht das Wissen der Welt haben, die sich vor dem Internet auch schon drehte. Die Frage ist, ob das wirklich ein Vorteil ist, denn wer niemals woanders stand, kann nicht beurteilen, wo er heute steht. Nicht zuletzt waren es die so genannten Digital Immigrants, die dieses angebliche Land der Digitalität geschaffen haben.

Schlimmer noch, nicht jeder kann in dem digitalen Zeitalter damit rechnen, dass sich die digitale Welt für ihn oder sie öffnen wird. Laut heise.de haben 69% der Haushalte heute einen Internetanschluss, es ist nicht garantiert, dass der Rest auf andere Wege das Internet nutzen kann. Wir leben nicht in einem digitalen Land, und so kann nicht jeder nach 1980 Geborene behaupten, die Digitalität mit Löffeln gefressen zu haben. Und selbst wenn jeder einen Computer mit Internetzugang besäße, so bedeutet das nicht, dass alle diese Werkzeuge in der gleichen Art und Weise benutzen. Der Spruch “Fernsehen macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer” soll von Marcel Reich-Ranicki stammen, und er gilt auch für das Internet.

Das Konzept der Digital Natives bedingt ein Schwarz oder Weiß, entweder Digital Native oder Digital Immigrant. Dieser Ansatz ist zu vereinfachend. Es gibt tatsächlich nach 1980 Geborene, die sich ein Leben ohne die Werkzeuge des Computers und des Internets nicht mehr vorstellen können, ganz egal, ob sie diese in einer produktiven Art und Weise nutzen oder nicht. Aber es gibt auch vor 1980 Geborene, vor 1970 Geborene, vor 1960 Geborene, die sich ebenso ein Leben ohne die Digitalität nicht mehr vorstellen können. Und es gibt immer noch genug Menschen, die gar keinen Bezug zu dieser Welt haben und vielleicht auch nicht mehr bekommen werden. Nicht Schwarz oder Weiß, sondern viele Graustufen, von Weiß bis Schwarz.

Gehen wir noch einmal zurück in das Zeitalter der Erfindung der Schrift. Fast jeder in unserer westlichen Gesellschaft hat Zugang zur Schrift. Bedeutet das, dass jeder Schriftverständige (Nicht-Analphabet) auch Ansprüche stellt, dieses Verständnis als Grundlage einer Forderung anzusehen, dass sich die Welt ihm anpasst? Genau dies fordern die selbsternannten Digital Natives: Ihre Bedürfnisse sollen berücksichtigt werden, denn schließlich haben sie eine andere Kapazität als die Nicht-in-das-digitale-Zeitalter-Hineingeborenen zur Aufname von Informationen, so behaupten sie zumindest. Wir werden sehen, ob diese gehypte Mehrkapazität zur Verarbeitung von multitaskingaufgenommenen Informationen tatsächlich der Produktivität zum Vorteil gereichen. Ja, die intelligente Nutzung der Schrift konnte einen Vorteil bedeuten, und so wird es auch die intelligente Nutzung der Computer- und Internetwerkzeuge sein. Aber das gilt nicht für jeden, der Zugang dazu hat. Nicht jeder gründet ein neues Napster. Das Leben der Zukunft wird nicht von den Digital Natives bestimmt, sondern von “Machern”, die es in jeder Generation gegeben hat, die die Werkzeuge der Zeit zu nutzen verstehen. Und diese Werkzeuge gehen zurück auf eine Zeit, als die selbsternannten Digital Natives noch nicht einmal ein Gedanke im Universum waren, als Menschen eine Vision hatten, die heute für manche wahr geworden ist.

Das Konzept der Digital Natives ist eine vereinfachte Sicht der Dinge, das so gut wie keine Auswirkung haben wird.

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