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Warum Number26 allen Banken Angst machen sollte

Seit einigen Wochen bin ich Kunde bei number26 (momentan nur auf Einladungsbasis), und das ist das erste Mal, dass ich so begeistert bin von einem Finanzprodukt, dass ich davon auch anderen gerne erzähle.

  • Die Kontoeröffnung dauert tatsächlich nicht länger als 10 Minuten, und man kann sie kurz mal nebenbei machen via Internet und Videokonferenz. Sehr innovativ.
  • Die Kreditkarte sieht einfach nur cool aus. Ich werde regelmäßig darauf angesprochen. Gesendet wurde sie auf einem schwarzen Karton, der sehr edel aussah.
  • Die App wie auch die Webseite sind unglaublich. Hier wurde nicht einfach ein Bankprodukt vom Desktop auf eine App geschoben, sondern tatsächlich nachgedacht, was dem Nutzer mit seinem Mobiltelefon das Leben einfacher macht und welche Infos sowohl im Web als auch auf der App wirklich nützlich sind. Hier wurde viel Gehirnschmalz investiert, um den Benutzer zu unterstützen. Ästhetisch außerdem einfach wunderschön.
  • Was manche vielleicht als Nachteil sehen, ist für mich ein Vorteil: Es gibt keinen Kredit, aber dafür sehe ich jederzeit, wie viel Geld ich noch habe, und zwar in Echtzeit! Ich muss nicht warten, bis mein Kreditkartenunternehmen mir zeigt, welche Buchungen reingekommen sind (was zum Beispiel bei der Miles and More-Kreditkarte echt schwierig und mobil fast unmöglich ist). Ich kriege jedes Mal sofort eine Push-Benachrichtigung, wenn Geld angekommen oder ausgegeben worden ist, nicht erst nach 2 bis 3 Tagen. Warum hat das noch nie jemand vorher hinbekommen? Anders als bei meinen anderen Karten gebe ich jetzt nicht mehr so viel Geld aus (was für eine Bank natürlich besser wäre), da ich genau weiß, wie viel Geld ich noch habe.
  • Keine Gebühren. Weder beim Abheben noch beim Geldausgeben im Ausland. Danke! Ich fühle mich nicht mehr abgezockt!
  • Nachdem ich ein neues Handy bekam weil das alte gestorben war, konnte ich weder die App von number26 noch die meiner Hausbank noch nutzen. Bei number26 war es ein Anruf aus der App, nach 5 Minuten war das Thema erledigt. Bei meiner Hausbank musste ich mich mehrmals durch die Telefonmenüs hangeln („Wenn Sie x wollen, dann drücken Sie bitte die 1…“), mit dem Ergebnis, dass ich mein altes Handy bräuchte (Hahaha!), oder, nach Eskalation, meine iTAN-Liste. Die hatte ich natürlich nicht mehr. Und Dank des Poststreiks dauerte es 2 Wochen, bis ich wieder an mein Geld kam. Ok, ich hätte Telefonbanking machen können. Welcome to the 21st Century, liebe Hausbank.

Ich kann nur hoffen, dass number26 von den strengen Reglementierungen im Finanzsektor nicht zu viel Federn lässt.

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Kommentar

  1. Hi Tom,

    kann ich bestätigen, ist wirklich ein super Produkt. So sollte Banking heute aussehen. Das Durchschnittsalter bei Number26 ist 28 und 40% davon arbeiten an der Technologie. Bei den größeren Banken wird der Fortschritt oft durch zu konservative Strukturen verhindert.

    Das einzige Manko ist die fehlende EC-Karte – leider akzeptieren gerade in Deutschland viele Restaurants oder Shops nur eine EC-Karte.. aber laut der FAQ sind sie ja mit Maestro bereits in Gesprächen 🙂

    Cheerio
    Andreas

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  • Erste Erfahrungen mit Scalable Capital & Update Number26 - toms ablage 8. Oktober 2015

    […] Meine Begeisterung für Number26 ist immer noch erhalten, auch wenn sich einiges geändert hat seit meinem ersten Artikel: […]