Vodafone Novatel MC950D mit T-Mobile nutzen

Netterweise bietet T-Mobile nun eine Multi-SIM für lau an, so dass ich meinen iPhone-Tarif auch dazu nutzen kann, mit dem Laptop ins Netz zu gehen (und den alten und nicht update-fähigen Victorvox-Vertrag zu kündigen). T-Mobile bot mir dazu einen USB-Stick für 5 Euro im Monat an, aber zunächst einmal wollte ich probieren, den vorhandenen Novatel MC950D-Stick von Vodafone/MoobiCent/Victorvox zu verwenden.

Das hat wieder einmal mehrere Stunden Trial and Error gekostet. Nicht auf dem Mac, denn auch hier erweist sich launch2net als sehr robust, erkennt, dass nun eine andere SIM im Stick ist und ändert automatisch die Konfiguration. Seltsam, dass es die großen Netzbetreiber nicht schaffen, eine ähnlich robuste Software zur Verfügung zu stellen. Die Vodafone-Software für Windows ist langsam und wenig benutzerfreundlich, auf dem Mac hat sie bei mir gar nicht funktioniert. Zumindest wusste ich jetzt schon einmal, dass der Stick keinen SIM/Net-Lock hat. Allerdings will ich ja auch mit dem Netbook ins Netz gehen können.

Die T-Mobile-Software ist bei den neuen Sticks auf demselben vorhanden, man kann sie auch herunterladen (nicht unter Software, sondern unter Music! auf t-mobile.de) und angeblich für den Stick verwenden, wenn man denn weiß, welcher Chipsatz in dem Novatel sein Leben fristet und welches der von T-Mobile angebotenen Geräte den gleichen Chip verwendet. Um es kurz zu machen, ich habe es mit keiner Version der T-Mobile-Software geschafft, den UMTS-Stick zum Laufen zu bekommen.

Im Netz fand ich das Tool MWConn, das mir zunächst als kostenloses Äquivalent zu launch2net unter Windows vorkam. Tatsächlich konnte ich mit dem Tools auch unter Windows sehr schnell online gehen, allerdings nur ein einziges Mal. Im Netz fand ich allerlei Ratschläge, wie man die Probleme beheben könnte, zum Beispiel ein Programm auf dem Stick zu starten, auf dem Vodafone leider nicht mehr die Originalsoftware des Sticks auslieferte, sondern die eigene, wie oben beschrieben nicht gerade preisgekrönte Software. Zumindest wurde der Stick dann in der Konfiguration erkannt, online gehen konnte ich dann aber nicht damit, weil er dann nicht mehr erkannt wurde. Ich hab die Vodafone-Software dann wieder deinstalliert, Treiber installiert, dann die umgekehrte Reihenfolge, usw. Nichts half.

Geklappt hat es dann mit der Software Mobilink Lite (nicht Mobilink) von Novatel. Leider muss man schon etwas suchen, um diese Software zu finden, auf den Novatel-Seiten gibt es anstatt der Downloads zu dem Stick nur eine 404-Seite. Die Mobilink Lite-Software ist klein, schnell und elegant. Sie startet automatisch, wenn der Stick erkannt wurde, erkennt automatisch das passende Netz und schaltet auch automatisch von UMTS auf EDGE/GPRS um. Man ist innerhalb weniger Sekunden online, wohingegen die Vodafone-Software zum Teil Minuten braucht, um einen endlich ins Netz zu bringen; sie ist sogar schneller als launch2net. Kostenlos ist sie auch. Ein Traum (und ein inneres Lachsbrötchen, denn ich habe den mehrmals sehr unfreundlichen Support von Victorvox nicht vergessen).

Ein kleines Problem hat sich dann aber doch noch ergeben: Wenn der Stick im Netbook steckt, selbst wenn er nicht online ist, dann kann ich nicht mehr auf dem iPhone angerufen werden, die Nummer ist dann einfach besetzt. Zunächst dachte ich, dass es ein anderes Problem geben könnte, aber der Anruf bei T-Mobile ergab, dass es kein Problem des iPhones oder des Netzes war. Die Lösung ist eventuell bereits unterwegs: Der sehr nette Techniker von T-Mobile schickt mir eine neue Karte, da meine SIM-Karte anscheinend schon etwas betagter ist. Es kann aber auch angeblich an Windows selbst liegen, dass dem Stick die Kompetenz zuspricht, auch ankommende Anrufe entgegenzunehmen. Wir werden sehen.

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1 Comment

  1. Danke Vielmals! Dein Text hat mir sehr geholfen!


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