The Nomi Song

Habe heute Abend The Nomi Song gesehen, die Dokumentation über Klaus Nomi, der in Berlin geborene Countertenor, der Anfang der 70er Jahre sein Glück in New York versuchte und wenige Jahre Ruhm genießen konnte, bevor er 1983 als einer der ersten Berühmtheiten an AIDS verstarb. Ich habe Klaus Nomi das erste Mal Anfang der 80er Jahre gesehen, als er bei “Na Sowas” mit Thomas Gottschalk aufgetreten war, ich muss ungefähr 10 Jahre alt gewesen sein. Das Lied “Total Eclipse” kennen die meisten wahrscheinlich nur von Rosenstolz mit Marc Almond.

Die Dokumentation fand ich eher enttäuschend, da zum Beispiel der zeitliche Rahmen der einzelnen Karriereschritte Nomis unklar bleibt. Die Einflüsse der 20er Jahre (zum Teil erinnern mich die Kostüme an die Kostüme des Bauhaus-Theaters) bleiben fast unerwähnt. Trotzdem ist einiges interessantes Filmmaterial dabei, das zuvor nicht veröffentlich worden war, vor allem private Aufnahmen, die Nomi ungeschminkt zeigen. Traurig stimmen die Aussagen seiner ehemaligen Bandmitglieder, die ihn nicht mehr im Krankenhaus besuchten, als er im Sterben lag; er muss sehr allein gewesen sein, denn niemand wusste zu der Zeit, ob der “Schwulen-Krebs” ansteckend war oder nicht (erwähnt werden sollte dies auch, da seine ehemaligen Bandmitglieder nicht böswillig waren, er hatte sie zudem zuvor auch unfair behandelt).

Ein wunderschönes Video ist dann noch dieses hier, The Cold Song, wo Nomi schon etwas gezeichnet war:

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