Schlagwort: reisen

Erfahrungen aus 2 Jahren als AirBnB-Vermieter

Zwei Jahre lang haben wir unsere Wohnung mit Gästen aus einer Vielzahl von Ländern geteilt, und nach über 100 Gästen ziehen wir uns jetzt aus der AirBnB-Vermietung zurück. Wir hatten keine 500 Gäste wie Liz, waren aber fast durchgehend “Superhost”, wie die AirBnB-Vermieter mit den besten Bewertungen bezeichnet werden. Unsere Erfahrungen sind nicht nur interessant für angehende AirBnB-Vermieter, sondern auch für Reisende, die ihren Vermietern möglichst wenig auf den Keks gehen wollen.Continue reading

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Israel

Mit Israel assoziiere ich viele Geschichten aus der Bibel, Ephraim Kishon, aber auch Nachrichtenberichte über Anschläge und Konflikte. Vor meiner ersten Reise nach Israel dieses Jahr bekam ich automatisch Sicherheitshinweise, unter anderem, dass ich mich von Menschenmengen fern halten und auch keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen sollte. Gehalten habe ich mich daran übrigens nicht, was sicherlich auch daran liegt, dass man an den Orten, an denen ich war, keine Unsicherheit verspürt hat. Ja, man sieht junge Soldaten mit Maschinengewehren. Ja, vor manchen öffentlichen Einrichtungen wird die Tasche kontrolliert. Aber ansonsten ist es dort entspannt wie an vielen anderen Orten der Welt auch.Continue reading

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Asus eeePC auf Reisen: Weitere Erfahrungen

Die letzten Tage hatte ich den Asus eeePC das erste Mal mit auf Reisen genommen, und die Resonanz war unglaublich. In der Sicherheitskontrolle am Flughafen Hamburg wurde ich gebeten, das Gerät vorzuführen, nicht aufgrund irgendwelcher Sicherheitsbedenken, sondern einfach nur, weil die Beamten ein außerordentliches Interesse an dem Gerät bekundeten.Continue reading

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HAM-FRA-LHR

Der Nebel in London und die Lufthansa hatten mir am Mittwoch einen Strich durch die Rechnung gemacht, mein Flug nach London wurde ersatzlos gestrichen, und nach Einbringen des Arguments, dass ich meine eigene Geburtstagsparty in London verpasse, wurde ich in eine Maschine nach Frankfurt gesetzt, von wo aus es noch Flüge nach London geben sollte. Zu spät für die üblicherweise um 11 schließenden Pubs, aber da am nächsten Morgen meine Präsentation auf der SES anstand, war das vielleicht eine glückliche Fügung.

Was ich dieses Mal übrigens gelernt habe: Man darf dem Bodenpersonal nicht glauben. Angeblich könne man mir nur einen Ticketgutschein ausstellen, für den ich mir in Frankfurt dann eine Bordkarte holen könne; Einchecken wäre auf gar keinen Fall möglich. Am Gate nach Frankfurt war die Dame von der Lufthansa auf Nachfrage anderer Meinung und hat mich nicht nur eingecheckt, sondern hat mir auch noch einen Sitzplatz so weit wie möglich vorne gegeben, damit ich schneller zum anderen Terminal sprinten konnte (was ich in Frankfurt immer tun muss).

Zwei Pints gab es dann doch noch, Thomas und zwei seiner Kollegen waren so nett, noch zum Covent Garden zu kommen…

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Multi-Faith Prayer Room

Während wir uns in Deutschland gegen türkische Schulen wehren, überraschen mich die Engländer immer wieder, wie locker sie das Thema Integration mitunter angehen. Am Flughafen Heathrow wird zum Beispiel kein Unterschied gemacht für die Religionen, zum Beten müssen alle in den gleichen Raum. Jede Religion ist gleich, an der Supermarktkasse wird auch mit Kopftuch kassiert, und man sieht überall jede Nationalität.

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Wann kommt das Asus eee?

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Langsam nähert sich Cyberport dem mir von Amazon genannten Versanddatum (8.-11. März) an, jetzt sind es nur noch 4 Wochen Unterschied, nicht mehr 6. [Update: stimmt nicht ganz, denn dort steht “Der erste Warenausgang für bisherige Vorbestellungen wird Ende Januar erwartet. Weitere voraussichtliche Warenausgänge entnehmen sie bitte der Terminanzeige beim Artikel.”)

Übernächste Woche gehts für mich wieder nach London, und bei Amazon UK ist das Gerät vorrätig!!!

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Klar, englische Tastatur, aber das ist mir so ziemlich egal. Keine Ahnung, wie es mit dem Service aussieht. Oder soll ich lieber gleich auf das Asus eee 8″-Modell warten?

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Poppy

Es gibt einige Dinge in England, die für Außenstehende unverständlich sind, zum Beispiel die getrennten und weit auseinander stehenden Wasserhähne für heißes und kaltes Wasser oder warum die Engländer im Linksverkehr rechts überholen aber auf der Rolltreppe in der Subway dies nur links tun (ich weiß nie, was ich tun soll, wenn mir auf einer Treppe jemand entgegen kommt).

Diese Woche habe ich in London viele Menschen mit einer roten Papierblume gesehen, die sie mit offensichtlichen Stolz an ihrem Revers trugen. Im Fernsehen trug jeder Moderator oder Reporter der BBC eine solche Papierblume. Die Papierblumen, Poppy genannt, kommen von der Royal British Legion, und man erhält sie gegen eine kleine Spende. Das Geld kommt Soldaten und Veteranen zugute. Die offensichtliche Popularität dieser Poppys zeigt, wie stolz man auf die Army ist (aus Sicht eines Nicht-Pazifisten ist dies wahrscheinlich berechtigt, und mir wurde auch zwischen den Zeilen aber dennoch sehr humorvoll klar gemacht, dass das bei uns ja nicht der Fall sein könnte). Tatsächlich wäre sowas in Deutschland undenkbar. Und während ich früher mit den britischen Soldaten eher die sich prügelnden Soldaten in Diskotheken und die Military Police assoziiert hatte, sind mir in letzter Zeit eher die vorbildlichen Umgangsformen der britischen Offiziere aufgefallen.

Ich muss gestehen, dass ich die Briten jeden Tag mehr lieb gewinne. Bei vielen Beobachtungen, von denen ich mir bisher nicht sicher war, ob sie rein anekdotischer Evidenz sind, fühle ich mich durch Bill Brysons Buch “Reif für die Insel” (doofer Titel, im Englischen heisst es “News from a small Island”) bestätigt, zum Beispiel die unglaubliche Freundlichkeit, die einem entgegen gebracht wird. Vor dem Security Check wird an jedem Flughafen die Bordkarte kontrolliert, aber nur in England wird das Vorzeigen mit einem Danke quittiert, als ob ich die Queen wäre, die das Gegenüber gerade zum Ritter geschlagen hätte, und das bei ungefähr 30 Reisenden pro Minute. Bezahlt man an der Kasse, so schallt einem das “Lovely” zurück, als hätte man der Kassiererin die Einkaufstüten nach Hause getragen. Und egal ob mich ein Skinhead oder ein geschäftiger Business Man anrempelt, es wird sich entschuldigt, dass man selbst ein schlechtes Gewissen bekommt, im Weg gestanden zu haben. Die Engländer besitzen zudem einen unglaublichen Geschmack in Bezug auf Kleidung, man sieht in kaum einer anderen Stadt so viele gut gekleidete Menschen. Und was die Küche angeht, ja, das English Breakfast ist gewöhnungsbedürftig, aber durch die Offenheit der Briten hat die internationale Küche ein Umfeld gefunden, das die Mär der zwanghaften Minzifizierung weiter in das Reich der Unwahrheit stößt.

Es gibt darüber hinaus einige andere Punkte, die man sich von den Engländern abgucken könnte, seien es die Schuluniformen, sei es der unglaubliche Humor, der selbst negative Nachrichten mit der unterschwelligen Botschaft “Es hätte auch schlimmer kommen können” aussendet. Und ja, sie sind stolz. In Deutschland könnte man sich nicht nur nicht vorstellen, den gefallenen und versehrten Soldaten zuliebe billige Papierblumen stolz am Revers zu tragen, man würde auch nie von der größten Nation der Erde sprechen, wie Tony Blair es getan hat.

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Artenschutz für die Lufthansa?

In der SZ vom Freitag wird berichtet, dass der Bund die Lufthansa vor Rivalen wie Emirates schützen will. Die Lufthansa übe in dieser Frage erheblichen Druck auf die Bundesregierung aus. Die Lufthansa fürchtet, das Marktanteile im lukrativen Fernreisegeschäft verloren gehen, denn die Konkurrenten ersparen ihren deutschen Kunden den Zubringerflug nach Frankfurt oder München.

Ich verstehe das nicht. Die Lufthansa hat sich dazu entschieden, ihre Fernflüge über die Drehkreuze Frankfurt und München abzuwickeln. Es gibt keinen Lufthansa-Direktflug von Hamburg nach New York, und wie stressig es ist, mit Lufthansa über Frankfurt zu fliegen, habe ich nun mehrmals am eigenen Leib erfahren. Warum soll ich dann nicht auf das Angebot der Konkurrenten wie Continental oder Emirates zugreifen dürfen, die direkt fliegen? Ich spare mindestens 2 Stunden sowie eine Menge Stress, meist verursacht durch zu spät ankommende Flieger in Frankfurt. Mittlerweile pfeife ich auf meinen Frequent Traveller-Status bei der Lufthansa und fliege nur noch mit Continental rüber. Das ist in der Regel sogar günstiger, und der Service ist kein bisschen schlechter als bei der Lufthansa, eher das Gegenteil. Die Frequent Traveller-Vorteile bei Continental sind auch noch besser als bei der Lufthansa.
Es ist an der Zeit, dass die Lufthansa ihr seltsames Drehkreuz-Konzept überdenkt und sich nicht an die Bundesregierung wendet, nur weil Konkurrenten einen besseren Service bieten und die Flughäfen anfliegen, die die Lufthansa nicht mit einer Direktverbindung versehen will.

An irgendwas erinnert mich die staatliche Einschränkung der Auswahl…

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