Schlagwort: computeritis

TrueCrypt

Wurde heute von meinem lieben Freund Eric darauf hingewiesen, dass es nun TrueCrypt für den Mac gibt; es gab bereits einen Kommentar dazu in meiner Reihe über die Verschlüsselung auf dem Mac. Darin wurde auch darauf hingewiesen, dass man damit Volumes als Dateien innerhalb eines Volumes sichern kann (sozusagen Volumes verstecken kann), was zum Beispiel interessant sein könnte, wenn man gezwungen wird, ein Passwort herauszugeben. Schade nur, dass es dieses Feature nicht für den Mac gibt. Denn ansonsten habe ich noch nicht ganz verstanden, was an TrueCrypt besser ist als an der Möglichkeit, mit Disk Utility verschlüsselte Volumes auf dem Mac anzulegen.

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sendmail 8.13.3 und SMTP AUTH

(Warnung: Ich bin nicht der große Linux-Sysadmin, darum die folgenden Zeilen bitte mit Vorsicht genießen!)

Es hat mich immer gewurmt, dass die sendmail-Konfiguration meines Rootservers (SuSE Linux 9.3) keine Mails nach außen versenden wollte, sondern stattdessen alle Mails stets nur in /var/mail/(benutzername) landeten. Die folgenden Änderungen funktionieren bei mir, und eventuell ist das ein schrecklicher Hack, der zu üblen Nebenwirkungen führen kann, darum alles ohne Gewähr.Continue reading

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LaTeX und die verbatim-Umgebung

Da es im neuen WordPress-Buch jede Menge Beispiel-Code geben wird, habe ich dafür die verbatim-Umgebung genutzt. Leider zeigt diese das Zeichen ‘ als ´ an, was für die Code-Beispiele etwas suboptimal ist:

falsch.jpg

Dies reiht sich ein in die mittlerweile schon länger gewordene Liste von Problemchen, die ich mit LaTex habe. Abhilfe schafft hier das Paket upquote, das bei vielen Distributionen schon dabei ist und im Header der Tex-Datei so eingebunden wird:

[code]
\usepackage{upquote}
[/code]

Danach wird das korrekte Zeichen verwendet:

richtig.jpg

Wenn ich demnächst mal Zeit habe, dann stelle ich eine Liste aller Fixes zusammen, die ich für meine Buchprojekte mittlerweile angesammelt habe.

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Aufmerksamkeit: Besser konzentrieren

Ich habe eine Entwicklung verpennt, die ich nun nachholen will zu erwähnen, nämlich die der Tools zur Aufmerksamkeitsverbesserung. Damit meine ich nicht Programme wie Isolator oder WriteRoom, sondern ein externes Signal, dass als eine Art Erinnerung wirkt, dass man sich auf etwas konzentrieren wollte. Ein Beispiel hierfür ist das momentan ausverkaufte PowerSeed, eigentlich ein Gerät zum Abnehmen, das alle paar Minuten piept oder blinkt und einen beim Essen daran erinnert, dass man überprüfen sollte, ob man noch Hunger hat ($49!!!!). Dass man dieses Gerät auch noch für andere Zwecke gebrauchen kann, auf diese Idee ist Gordon Meyer bei 43 Folders gekommen.

Tatsächlich existieren bereits seit einiger Zeit Software-Tools, die ähnliche Impulse geben, zum Beispiel FlexTime, welches Merlin Mann schon vor anderthalb Jahren angesehen hat. Ich schaue mir FlexTime gerade an und werde berichten, ob es mir hilft, meine Konzentration zu verbessern. Knapp 19 Dollar finde ich aber schon relativ viel für so eine Software.

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Asus eeePC: Erste Erfahrungen

Dieser Eintrag kommt auch für mich ziemlich überraschend, denn am Donnerstag hatte ich meine Bestellung bei Amazon aufgrund der seltsamen Wartezeit, während andere Kunden beliefert werden, storniert, und eigentlich habe ich dieses Wochenende etwas anderes zu tun, als alle Händler durchzutelefonieren oder bei eBay überzogene Preise zu vergleichen (ich hab nur 46 Stunden in Deutschland dieses Wochenende). Natürlich habe ich Roberts erstes Fazit mit Interesse verfolgt, ebenso die Kommentare auf den einschlägigen Seiten.

Und dann geschah es. Nach einem ausführlichen Familienfrühstück und den üblichen Wochenendbesorgungen ging ich schon mal langsam vor zurück zum Auto, als ich an einem Schaufenster vorbei kam. Und was stand da? Ein weißer Asus eeePC. Schnell zur Tür, Mist, nur bis 13 Uhr geöffnet, und 2 Minuten danach war die Tür natürlich verschlossen. Aber im Laden war noch ein netter junger Mann, der mir doch die Tür öffnete. Und ja, sie hatten nicht nur das Gerät, das im Schaufenster stand, sondern auch noch ein eingepacktes, welches wir beide suchten und er schließlich in einer Vitrine fand. 299,90 Euro, kein überzogener Preis. Kasse noch mal hochgefahren, ec-Karte gezückt, und dann stürzte meine Liebste in den Laden und fragte, was ich denn gekauft hätte und ob man das noch rückgängig machen könnte, ich sei schließlich ohne Aufsicht gewesen. Zu spät. Ich hab ihn. An TechnoSoft ein dickes Danke :-)

Ich würde ja jetzt gerne berichten, wie er ist usw. Doch ich hatte nur 5 Minuten etwas von dem eeePC, nachdem er ausgepackt war. Tom und das Erdbeermarmeladenbrot mit Honig gehen vor:

asus.jpg

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Wann kommt das Asus eee?

asus-eee-cyberport.jpg

Langsam nähert sich Cyberport dem mir von Amazon genannten Versanddatum (8.-11. März) an, jetzt sind es nur noch 4 Wochen Unterschied, nicht mehr 6. [Update: stimmt nicht ganz, denn dort steht “Der erste Warenausgang für bisherige Vorbestellungen wird Ende Januar erwartet. Weitere voraussichtliche Warenausgänge entnehmen sie bitte der Terminanzeige beim Artikel.”)

Übernächste Woche gehts für mich wieder nach London, und bei Amazon UK ist das Gerät vorrätig!!!

amazon-eee.jpg

Klar, englische Tastatur, aber das ist mir so ziemlich egal. Keine Ahnung, wie es mit dem Service aussieht. Oder soll ich lieber gleich auf das Asus eee 8″-Modell warten?

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Asus eeePC: So nah und doch so fern

Johannes hat netterweise den Link zu den Expert-Händlern in Deutschland in seinem Blog angegeben, und nach einiger Rumtelefoniererei und endlosem Anhören von monophoner Warteschleifenmusik hatte ich endlich einen Expert-Laden in Buxtehude gefunden, bei dem der Mitarbeiter meinte, dass er so ein kleines weißes Gerät mit Linux schon gesehen habe. Die Familie aufgeschreckt, dass wir SOFORT losfahren müssten, und dann lieber noch mal bei dem Verkäufer nachgehakt: Ja, klar, haben wir, den Asus eeePC, aber verkaufen erst ab dem 24. Januar. Keine Chance, früher dran zu kommen. Ich kann ihn höchstens vorbestellen heute. Amazon zeigt immer noch den 8.-11. März als Lieferdatum an.

Bei diesem Sauwetter wäre eine Auspackzeremonie eine schöne Abwechslung gewesen.

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LaTeX: Besser als Word?

Hiermit lege ich den Grundstein für einen üblen Flamewar, der sogar die legendären Windows versus Mac-Gefechte im Heise-Forum übertrumpfen könnte. Ich wage es, die ketzerische Frage zu stellen, ob LaTeX wirklich besser als Word ist.

Zunächst einmal ist das ein ganz übler Vergleich, denn Word ist eine WYSIWYG-Textverarbeitung und LaTeX ein Textsatzsystem; man kann Word mit WordPerfect vergleichen, aber nicht Word mit LaTeX. Ich schaue aber von einer ganz anderen Perspektive auf die Kontrahenten: Welches System eignet sich besser, um damit ein Buch zu schreiben?

Im Studium hatte ich, nach Ausflügen mit WordPerfect und anderen ausgestorbenen Arten, Microsoft Word für Hausarbeiten in der Linguistik genutzt. Doch je länger diese wurden, desto mehr nervte mich, dass die Fußnoten und Grafiken nie da blieben wo sie waren und ich mich außerdem um Formatierungen kümmern musste, die mich an den Rande des Wahnsinns trieben. In meinem anderen Fach, Informatik, musste ich im Grundstudium eine Arbeit mit LaTeX schreiben, und seitdem (ca. 1995) habe ich fast jeden längeren Text mit LaTeX geschrieben und war davon überzeugt, dass nur damit Perfektion erreicht werden kann. Mein Ausflug mit Word für die erste Auflage des SEO-Buchs war für mich eine schmerzvolle Bestätigung, dass ich Word zwar gerne für kurze Texte nutze, aber Word und ich bei längeren Texten getrennte Wege gehen mussten.

Bei der ersten Auflage des Web 2.0-Buchs hatte ich den Verlag darum gebeten, mein Manuskript mit LaTeX schreiben zu dürfen, was zwar nicht auf Begeisterung, aber zumindest auf Verständnis stieß. Als die zweite Auflage des Suchmaschinenoptimierungsbuchs anlag, konvertierte ich alle Dateien manuell von Word nach LaTeX. Gleichzeitig bemerkte ich, dass es mit LaTeX doch nicht so einfach schien, sei es, weil zweistellige Fußnoten den Fußnotentext berührten, oder weil ich durch die enge Zusammenarbeit mit der Druckerei von Textsatzregeln erfuhr, die mir bislang verborgen waren und sich erst jetzt offenbarten: Schusterjungen und Hurenkinder (einzelne Zeilen unten bzw. oben auf einer Seite, die Eselsbrücke des Setzers möchte ich nicht veröffentlichen, weil nicht jugendfrei) sind ein No-Go, doch LaTeX bewahrt einen davor nicht. Dabei wäre das wahrscheinlich nicht nur einfach für LaTex, sondern es ist auch unbedingt notwendig, um einen ausgewogenen Satz auf der Seite herzustellen. Momentan setze ich ein \newpage vor jeden Schusterjungen, und Hurenkinder ergänze ich mit so viel Text, dass aus einer zwei Zeilen werden.

Jetzt beim WordPress-Buch wie auch bei der dritten Auflage des Web 2.0-Buchs stosse ich auf Probleme, die mich viele Stunden kosten:

  • Bildunterschriften sind linksbündig, wenn sie über mehrere Zeilen gehen, aber zentriert, wenn sie nur einzeilig sind. Zu beheben ist das nur durch die Nutzung des Pakets caption oder caption 2 und eigentlich dem Befehl \usepackage[center]{caption}. Bei mir hat das leider nicht funktioniert, weil die vom Verlag bereitgestellte sty-Datei bereits einen Eintrag hatte, der sich um die Caption kümmerte (\RequirePackage{caption}). Glücklicherweise kann man auch hier die Option [center] reinschieben.
  • Von der Druckerei wurde ich darauf hingewiesen, dass Wörter wie “eine” nicht getrennt werden sollten. Hier hätte ich auch erwartet, dass LaTeX das alleine hinbekommt. Ich hatte nicht genug Zeit, mir anzuschauen, wie ich die Hyphenation-Muster ändern kann, so dass ich um die von der Druckerei bemängelten Fälle ein \mbox{} gelegt habe.
  • In dem WordPress-Buch biete ich jede Menge Code-Beispiele. Leider macht LaTex in der Verbatim-Umgebung aus einem ‘ ein `. Bisher habe ich hier keine Lösung gefunden.

Ich bin immer noch mehr als begeistert von TeXShop, einer wunderbaren LaTeX-Lösung für den Mac, aber selbst hier sitze ich ziemlich allein mit meinen zeitfressenden LaTeX-Problemen. In solchen Momenten wünsche ich mir die Einfachheit von Word, am besten vereint mit den Vorzügen von LaTeX. Ich werde nicht so schnell ein Buch mit Word schreiben (mal sehen, was Office 2008 an Neuerungen mit sich bringt), aber ich werde niemandem mehr guten Gewissens LaTeX für ein Buchprojekt empfehlen, denn dafür fehlen LaTeX die Grundlagen des Drucksatzes.

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