Meditation und Low Carb

Screenshot 2015-06-27 09.32.08Das Ziel für Mai war die tägliche Meditation, dieses Mal für einen guten Zweck, und auch wenn es mit dem Spendensammeln dieses Mal nicht so gut geklappt hat, habe ich zumindest die tägliche Meditation geschafft und seitdem auch beibehalten. Hierfür nutze ich nun fast ausschließlich die Headspace App, zum einen weil man sich an das Programm (also das jeweilige Thema) gewöhnt, zum andern, weil ich so auch besser meine Historie verfolgen kann.

Für Juni hatte ich mir dann was ganz anderes vorgenommen: Ein Monat ohne Kohlenhydrate. Gleich vorab: Das geht so gut wie gar nicht, auch in Obst oder Gemüse sind Kohlenhydrate. Damit gemeint ist also eher eine Reduktion der Kohlenhydrate in der Nahrung, und da kann man schon mal gut damit anfangen, Kartoffeln, Brot, Reis und Nudeln wegzulassen. Das Frühstück besteht dann aus Rührei, Obst, vielleicht etwas Joghurt und dann noch etwas Lachs oder Käse. Zu Mittag gibt es Salat und/oder Gemüse, eventuell mit einem Stück Fisch oder Fleisch, und abends dann noch mal Salat.

Was sich durch diese Ernährung sehr schnell verbesserte war meine Haut. Das hatte ich schon mal ausprobiert, und das Ergebnis ist, dass die Haut frischer und jünger aussieht. Auch Hautrötungen, die ich gerne mal nach wenig Schlaf habe, sind verringert.

Außerdem ist man nach dem Essen nicht mehr so träge, nicht mehr so voll. Das hilft besonders bei längeren Arbeitstagen enorm.

Meine Hoffnung war, dass sich durch diese Diät auch andere Symptome verringern, so berichtete ein mir sehr lieber Geschäftspartner, dass er keine Entzündungen mehr in seinem Körper hätte, was ihm beim Laufen sehr helfen würde. Tatsächlich habe ich keine Probleme mehr mit der Patella-Sehne gehabt, die mich beim Laufen am meisten gequält hatte. Leider führte das dazu, dass ich dann eher zu viel trainiert habe :-/

Gleichzeitig hatte ich mir etwas Literatur empfehlen lassen, in diesem Fall ein Buch von Dr. Strunz, was mich ehrlich gesagt sehr enttäuscht hat. Abgesehen von den Halbsätzen ohne Subjekt und dem oberlehrerhaften Ton wiederholt sich der Autor in einer Tour. Der Informationswert eines Buches für 20 Euro kann wahrscheinlich auf 2 Seiten reduziert werden. Das einzige, was ich für mich hier mitgenommen habe, ist, dass ich mehr Eiweiß zu mir nehmen muss und was ich bei dem Kauf eines Eiweiß-Präparats beachten muss (Tryptophan-Anteil so hoch wie möglich).

Was ich auch noch versucht habe: Sport vor dem Frühstück. Zunächst dachte ich, dass ich umkippe. Und tatsächlich war mir manchmal etwas übel, ist es auch heute noch, aber ich schaffe mehrere Kilometer. Trotzdem wird das meine 30-Tage-Challenge für Juli sein: Früh morgens Sport, vor dem Frühstück, weiterhin Low Carb. Dabei wird mir mein neues Gadget helfen, ein Gerät von Omegawave, das die Herzfrequenzvariabilität misst und mir sagt, welche Intensität mein Training haben kann. Es hat etwas länger als die 8-14 Business Days gedauert, bis das Gerät bei mir ankam, aber der erste Test heute morgen war ganz interessant: Nach knapp 6 Stunden Schlaf sagte es mir, dass meine Belastbarkeit „fair“ sei, bei einem zweiten Test gleich danach „poor“. Mehr dazu nächsten Monat, wenn ich mehr Erfahrungen mit Omegawave gesammelt habe.

Besserer Schlaf für Vielreisende

Das Ziel für April war 8 Stunden Schlaf täglich. Laut dem FitBit-Tracker habe ich es auf 7,1 Stunden pro Tag geschafft, das sind 0,1 mehr Stunden täglich als in den Vormonaten Screenshot_2015-05-04-20-40-35(in der Grafik sind es nur 7,0 Stunden, weil ich den Screenshot erst am 5. Mai erstellt hatte). Enttäuschend, und manchmal lag es tatsächlich daran, dass ich einfach nicht ins Bett wollte (und am nächsten Tag dann darunter leiden musste).

Was man aber auch gut sehen kann: Ich habe einige Outlier, und das liegt vor allem an meiner Vielzahl an Reisetagen (2014 war ich 42% meiner Arbeitstage unterwegs, hinzu kommen private Reisetage). Und so lösen sich manche wohlgemeinte und im Netz zirkulierende Tipps für einen besseren Schlaf in Luft auf.

  • Regelmäßige Schlafzeiten: Manchmal hat man den ersten Flieger morgens, schafft es aber nicht, am Abend vorher schon um 20 Uhr ins Bett zu gehen. Der populäre Schlaf-Tipp, doch besser immer zur gleichen Zeit zu Bett zu gehen und aufzustehen, ist also unmöglich anzuwenden, es sei denn, man steht immer um 4:30 morgens auf, um auf alles vorbereitet zu sein. Dann gehen aber auch keine Abendveranstaltungen mehr.
  • Sport früh am Tag: Das frühe Aufstehen, um einen Flieger zu erwischen, hat noch einen weiteren Nachteil: Man kommt morgens nicht dazu, Sport zu machen, und je später man Abends Sport treibt, desto mehr kann Adrenalin für Schlafprobleme sorgen. Also wenn Sport, dann nicht mehr vorm Schlafengehen, am besten als erstes, wenn man abends ins Hotel kommt.
  • Kein spätes Essen: 3 Stunden vor dem Schlafengehen sollte das Essen vorbei sein, doch wenn man sich das genau durchrechnet, dann bedeutet das, in der Regel vor 20 Uhr fertig zu sein. Was einfach klingt, klappt bei mir eher selten, und zwar nicht wegen mir, sondern weil man selten allein isst. Tipp: Auf keinen Fall satt essen, und erst recht nix Schweres oder Fettiges.

Was funktioniert sonst noch?

  • Kein Bildschirm abends: Schwierig, aber machbar. Denn angeblich sorgen Bildschirme für schlechteren Schlaf.
  • Kein Alkohol: Neben der Statistik der reinen Schlafzeit habe ich eine weitere, in der ich meine Unruhe-Phasen sehe. Es gibt eine Korrelation zwischen Alkohol und unruhig schlafen, und damit meine ich nicht Unmengen an Alkohol, sondern 1-2 Gläser Wein. Also kein Alkohol. Erst recht nicht bei einem Jet Lag. Wenn schon kurzer Schlaf, dann guter Schlaf.
  • Niemals in dem Raum essen, in dem man schläft. Klar ist der Zimmerservice manchmal bequem. Aber nur selten leistet man sich eine Suite, in der man einen zusätzlichen Schlafraum hat.
  • Eigener Wecker plus Hotelweckruf: Es ist unglaublich, wie oft eine dieser beiden Weckmöglichkeiten versagt. Meistens verpennt das Hotel den Weckruf. Und da man in diesem Bewusstsein gleich viel schlechter schläft, besser immer ein Backup haben.
  • Klimaanlage abstellen: Es sei denn man ist es gewohnt. Ich bin es nicht.
  • To Do-List vorbereiten: Alles aufschreiben, was am nächsten Tag gemacht werden muss. Zettel in der Nähe behalten, falls einem noch etwas einfällt. Wenn es im Kopf ist, hält es vom Schlafen ab.

Andere Tipps?

Meine 30-Tage-Challenge für Mai ist wieder tägliche Meditation, dieses Mal für einen guten Zweck.

 

 

 

Ingress und Die Welle

Ab und zu erinnert mich das Verhalten mancher Ingress-Spieler an Die Welle. Zur Erinnerung: Ingress ist ein Spiel. Nur weil sich ein Mensch für eine andere Faction als die eigene entschieden hat, heißt das nicht, dass dieser Mensch ein schlechterer Mensch ist, von vornherein beim Spielen betrügt oder in der Schule nicht aufgepasst hätte. Es kann auch nicht sein, dass man als Spieler einer Faction Nachteile erfährt, weil man sich mit Spielern der anderen Faction trifft oder sogar befreundet ist.

Ich bin dankbar und froh, dass wir Ingress-Spieler in unserem Stadtteil als Menschen sehr gut miteinander auskommen. Hart im Spiel, aber ich freue mich jedes Mal, dass ich durch das Spiel neue Freunde gewonnen habe, egal welcher Faction sie angehören.

30-Tage-Herausforderung: 8 Stunden Schlaf

Meine 30-Tage-Herausforderung für den April ist es, mehr Schlaf zu bekommen. Ich bin ein notorischer Wenigschläfer, und mein Schlaf ist in der Regel auch nicht besonders gut noch ist er regelmäßig. Mal muss ich sehr früh aufstehen, um einen Flug um 6:30 zu bekommen, mal arbeite ich bis weit nach Mitternacht, und oft genug kommt beides zusammen. Das Ziel sind 8 Stunden Schlaf pro Nacht, momentan von 5 bis 7 Stunden kommend. Woran werde ich messen, ob es etwas bringt? Die erste Messgröße ist ganz klar subjektiv. Fühle ich mich besser? Die zweite Messgröße ist die Leistungsfähigkeit, die ich bei sportlichen Aktivitäten feststellen kann.

Jetzt ist es 0:55, um 6:45 wird der Wecker klingeln. Ich werde die Herausforderung am ersten Tag also nicht schaffen. Aber ich habe noch 29 Tage Zeit 🙂

Update zur Challenge Februar & März. Immer noch keine Gewohnheit. Auf Wiedervorlage.

Israel

Mit Israel assoziiere ich viele Geschichten aus der Bibel, Ephraim Kishon, aber auch Nachrichtenberichte über Anschläge und Konflikte. Vor meiner ersten Reise nach Israel dieses Jahr bekam ich automatisch Sicherheitshinweise, unter anderem, dass ich mich von Menschenmengen fern halten und auch keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen sollte. Gehalten habe ich mich daran übrigens nicht, was sicherlich auch daran liegt, dass man an den Orten, an denen ich war, keine Unsicherheit verspürt hat. Ja, man sieht junge Soldaten mit Maschinengewehren. Ja, vor manchen öffentlichen Einrichtungen wird die Tasche kontrolliert. Aber ansonsten ist es dort entspannt wie an vielen anderen Orten der Welt auch.

Die Anreise: Über Zürich ohne zusätzliche Kontrollen, über Frankfurt gibt es ein extra Gate nur für Tel Aviv, an dem man noch mal durch die Security muss, obwohl man diese gerade erst passiert hatte. In München soll es ähnlich sein. Bei der Einreise in Tel Aviv am Flughafen Ben Gurion werden einem einige Fragen gestellt, einen Stempel in den Pass bekommt man aber nicht, da dies in manchen Ländern der Erde Probleme geben könnte. Stattdessen einen Zettel, den man wahrscheinlich besser gut aufbewahrt. Die Ausreise kann etwas aufwändiger werden, aber dazu später mehr.

Die Woche ist in Israel etwas anders aufgeteilt. Der Shabbat beginnt Freitags mit Einbruch der Dunkelheit und endet Samstag mit Einbruch der Dunkelheit. Die (Arbeits-)Woche beginnt also am Sonntag und endet am Donnerstag. Es fahren am Shabbat keine Busse, so dass das Taxi und Sammeltaxen (so genannte Sheruts) das einzige Transportmittel sind. Uber existiert in Tel Aviv, besonders zuverlässig ist es aber nicht; einige Fahrer hatten die Tour kurz vor Erscheinen storniert. In Tel Aviv haben am Shabbat auch noch ein paar Läden auf, in Jerusalem soll das anders sein.

Angezogen hatte mich zunächst einmal Jaffa, eine mehr als 5.000 Jahre alte Stadt, die schon im Besitz vieler Reiche war aufgrund ihrer wunderbaren Lage am Meer. Bei meinem ersten Aufenthalt hatte ich nur einen kurzen Spaziergang durch Jaffa gehabt und war fasziniert von den alten Gebäuden, die, wie ich bei meinem zweiten Besuch erfuhr, gerade mal 500 Jahre alt sind. Napoleon war da, die Ägypter usw., und jeder hat seine Spuren hinterlassen. Muslime, Christen und Juden lebten und leben dort auf engem Raum zusammen. Es sei nicht immer einfach, aber es funktioniere. Und so sieht man neben dem Minarett einen Kirchturm, hört Kirchenglocken und einen Muezzin.

Tel Aviv war eigentlich nur ein Vorort von Jaffa, doch als immer mehr Menschen nach Israel kamen, entschlossen sich einzelne Gruppen, ihr Glück vor Jaffa zu suchen. Und nun steht neben der kleinen alten Stadt dieser Koloss mit vielen Hochhäusern. Übrigens kennen manche vielleicht noch den Begriff „Jaffa-Möbel“? In meiner Kindheit wurde damit eine sehr billige Einrichung bezeichnet, halt Möbel aus Jaffa-Kisten, wobei Jaffa das Synonym für Orangen war. Heute werden keine Orangen mehr in Jaffa produziert, denn der Boden ist viel zu wertvoll geworden als dass sich die Orangenproduktion noch lohnte. Sandeman bietet eine tolle „kostenlose“ Tour durch Jaffa an (sie heißt eigentlich Free Tel Aviv Tour).

Auch die tatsächliche Tour durch Tel Aviv, die allerdings Geld kostet, ist sehr empfehlenswert. Hier lernt man zum Beispiel, wie sich die Siedler ausbreiteten, wie aus dem amerikanischen Viertel das deutsche Viertel wurde, wie sich der so genannte Eclectic Style und der Bauhaus-Stil trafen. Ja, richtig gelesen, in Tel Aviv gibt es mehrere 1000 Häuser im Bauhaus-Stil. Es gibt auch ein Bauhaus-Centre, dessen Besuch sich aber nicht unbedingt lohnt, da es nicht mehr als ein Museums-Shop ohne Museum ist.

Tel Aviv und Jaffa haben eine unglaubliche kulinarische Auswahl, das beste (und günstigste) Kebab gab es wahrscheinlich auf dem Carmel Market, ansonsten jede Menge Fisch und Fusion-Küche. An jeder Ecke bekommt man sehr günstig frisch gepresste Säfte. Alkohol ist sehr teuer, insgesamt ist das Leben in Tel Aviv etwas teurer. Das typische Frühstück besteht aus einem Omelett und Salat sowie Dips wie zum Beispiel Tahini. Eis wird manchmal nicht nach Kugel, sondern nach Gewicht berechnet.

Der schönste Weg nach und von Jaffa ist der Pfad entlang am Strand. Nicht überall kann man baden, aber überall spazieren.

Es gibt sehr oft kostenloses WIFI, nicht nur in Cafés, sondern auch Public, zum Beispiel an Stränden. Auch die Busse nach Jerusalem sowie der eines Tourveranstalters überraschten mit kostenlosem WIFI.

Läden in Trip Advisor sind manchmal ohne Adresse oder bereits geschlossen. Vorher anrufen hilft.

Weiter nach Jerusalem. Auch hier gibt es eine kostenlose Sandeman-Tour, und auch diese ist zu empfehlen. Mir war zum Beispiel vorher nicht klar, dass einer der heiligsten Orte des Christentums, die Grabeskirche, von mehreren christlichen Konfessionen „besetzt“ wird und man sich dort untereinander so spinnefeind ist, dass der Schlüssel zur Grabeskirche von einer moslemischen Familie verwaltet wird. Und dass sich die Mönche der verschiedenen Gruppen dort auch gerne mal prügeln?

Prügelnde Mönche habe ich nicht gesehen, aber die Franziskaner-Mönche in der Grabeskirche sind nicht gerade durch Freundlichkeit aufgefallen.

Einen Zettel in eine Ritze der Klagemauer zu stecken war ein besonderes Erlebnis. Übrigens kann man auch den Tempelberg dahinter sehen, dafür muss man aber seinen Reisepass dabei haben und auch darauf achten, dass dies nur zu bestimmten Zeiten geht. Überhaupt ist es interessant, von einem Viertel zum nächsten zu gehen, und so klar ist die Trennung nicht immer, denn auch jüdische Gläubige gehen durch das arabische Viertel usw. Die Viertel sind voll von Händlern, und auch wenn man glaubt, dass man sich nicht so schnell übers Ohr hauen lässt, es passiert, auch mir.

Von Jerusalem aus ist das Tote Meer nicht weit entfernt, es lohnt sich in Jerusalem zu übernachten und dann früh morgens los zu fahren. Es gibt an manchen Tagen Touren, die um 3 oder 4 Uhr morgens nach Masada aufbrechen, damit man von dort den Sonnenaufgang sehen kann. Masada ist ein Erlebnis, angefangen mit der Seilbahn (hier ein selbst aufgenommenes Video von der Abfahrt vom Plateau runter zur Bodenstation, im Hintergrund sieht man noch den kleinen übrig gebliebenen Rest vom Toten Meer):

Für Masada sollte mehr als eine Stunde eingeplant werden, wahrscheinlich sind zwei Stunden nicht einmal genug. Plus Hoch- und Runterfahren (alle 15 Minuten für 10-15 Minuten) oder, wer ganz mutig ist, Auf- und Abstieg (ca. 45 Minuten, im Sommer wird es sehr heiß). Wer die Ganz-früh-morgens-Tour bucht, MUSS zu Fuß den Berg hoch. Feste Schuhe sind dringend empfohlen. Zumindest aber ist es mitten in der Nacht nicht so heiß. Auch Ein Gedi ist einen Abstecher wert, manchen Wasserfall kann man sich richtig vorstellen als einen Schauplatz für das, was in der Bibel geschrieben steht (hier soll sich zum Beispiel David versteckt haben).

Das Tote Meer war anders als ich es erwartet hätte. Zum einen war mir nicht klar, dass es immer mehr verschwindet und es an manchen Stellen so gut wie gar nicht mehr vorhanden ist. Zum anderen ist das Schwimmen darin zwar nett, aber mehr auch nicht. Auf dem Weg von Jerusalem zum Toten Meer und zurück passiert man auch Checkpoints des Westjordanlands, auch Westbank genannt. Man sieht die Mauer und, wie der Busfahrer sagte, wieder einmal „Kids with Machine Guns“.

Die Ausreise: Es wird empfohlen, drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, und wenn man manchen Berichten glaubt, dann kann selbst das eine knappe Kiste werden. Auch hier bekommt man mehrere Fragen gestellt, bereits beim Einchecken, und je nachdem was man für einen Aufkleber auf den Pass bekommt, so scheint es, wird man später eventuell zu einer genaueren Befragung eingeladen. Auch das Gepäck wird dann angeblich genauer untersucht. Selber erlebt habe ich das bei meinen bisherigen zwei Ausreisen nicht. Die Sicherheitsbeamten wirken sehr professionell und freundlich. Fliegt man am Shabbat aus, ist die Auswahl an Shops am Flughafen übrigens etwas reduziert, und insgesamt ist es auch viel leerer und ruhiger.

Update 30-Tage-Herausforderung Februar & März

Ich hatte mir für Februar vorgenommen, mindestens eine Mahlzeit täglich nach dem Prinzip des Mindful Eatings zu mir zu nehmen, und das Ergebnis war eher mittelmäßig. Wenn ich daran gedacht habe, dann lief es gut. Vor allem der Trick, zwischen den Bissen das Besteck zur Seite zu legen, funktioniert sehr gut. Aber oft genug habe ich gar nicht erst daran gedacht, und es ist auffallend, wie oft man sich einen kleinen Snack gönnt, ohne darüber nachzudenken, auch wenn es nur Obst ist.

Der März wird das gleiche Thema haben, denn ich habe noch nicht das Gefühl, dass „Mindful Eating“ zu einer Gewohnheit bei mir geworden ist.

30-Tage-Herausforderung im Februar: Mindful Eating

(Meine 30-Tage-Herausforderung für Januar war sehr persönlich und dadurch nicht hier im Blog)

Mindful Eating habe ich im Seminar Search Inside Yourself schon kennen gelernt, und auch wenn es sich leicht anhört, es ist keine einfache Übung. Grundsätzlich geht es darum, auf jeden Bissen des Essens zu achten und nicht achtlos Essen in sich hinein zu stopfen. Im Seminar sollten wir bei jedem Bissen schmecken, wie sich das Essen auf der Zunge anfühlt, welche Geschmacksrichtungen vorhanden sind, aber auch daran denken, wer das Essen zubereitet hat, wie es auf den Teller gekommen ist usw. Ganz natürlich kaut man dann etwas länger, aber es ist unglaublich schwer, nicht an etwas anderes zu denken, zum Beispiel welche E-Mails man unbedingt schreiben muss nach dem Essen. Ist man mit den Gedanken nicht beim Essen, so läuft man eher Gefahr, mehr zu essen, als man eigentlich braucht. Gleichzeitig ist es wahrscheinlich, dass man das Essen auch genießt. Und angeblich funktioniert die Verdauung auch besser, wenn man länger kaut.

Bisher habe ich zwei verschiedene Ansätze gesehen:

  • Essen und schweigen (kein Problem, wenn man allein ist)
  • Essen und reden

Die Schweige-Variante hat den Vorteil, dass man sich wirklich auf das Essen fokussiert, aber es ist schon etwas asozial, wenn man nach einem langen Tag oder einer langen Woche als Familie zusammen am Tisch sitzt und sich anschweigt. Die Alternative ist hier, über das Essen zu reden.

Was ich mir vorgenommen habe:

  • Während des Essens nichts Anderes zu tun. Kein Lesen von Nachrichten. Wenn ich nicht alleine esse, dann konzentriere ich mich auf die Grundzüge des Mindful Eatings (dazu unten mehr) und auf meinen Gesprächspartner.
  • Es wird am Tisch gegessen. Nicht am Schreibtisch. Sondern an einem Esstisch. Nicht auf dem Sofa oder auf dem Sessel. Keine Snacks mehr nebenbei.
  • Nicht nur auf den Geschmack achten, sondern auch auf das Aussehen.
  • Jeden Bissen spüren. Den Geschmack, die Oberfläche, vielleicht auch den Klang des Essens, wenn ich es kaue.
  • Zwischen den Bissen wird das Besteck abgelegt und nicht gleich der nächste Bissen auf die „Schaufel“ gelegt.

Keine Salzstangen mehr vor dem Fernseher. Kein Popcorn im Kino. Kein Frühstück oder Lunch am Schreibtisch. Kein Spiegel Online mehr beim Essen. Anfangen soll man übrigens mit einer Mahlzeit am Tag, es müssen nicht gleich alle sein.

Update: Als ich diesen Artikel über Räumungsverkäufe las, musste ich an Mindful Eating denken. In dem Artikel heisst es, dass Geschirr auch bei Ausverkäufen nicht mehr gut läuft, da die Esskultur nicht mehr am gut gedeckten Tisch, sondern aus dem Pizzakarton vor dem Fernseher stattfindet.

We love the robots

In der Zeit vom 17. Dezember 2014 berichtet Felix Lill von dem japanischen Forscher Hiroshi Ishiguro, der nicht nur von sich selbst eine Roboter-Kopie erstellt hat und diese auch auf Reisen schickt, um statt seiner Vorträge zu halten. Er nennt diese Kopien Gemonoide, und er hält es auch für möglich, dass wir eines Tages Roboter lieben können. Wenn Kinder bereits Gefühle für Tamagotchis entwickeln, warum dann nicht auch Menschen zu Robotern?

Neu ist dieser Gedanke nicht, Fritz Langs Metropolis baut zum Beispiel darauf auf, dass ein Maschinenmensch aus der Gestalt Marias gebaut wird und die Männer ihr verfallen. David Levy schrieb 2008 eine Promotion darüber, das er ein Jahr später in einem populärwissenschaftlichen Buch verarbeitete.

Für mich stellt sich die Frage, was Roboter dann besser machen können in Beziehungen als Menschen? So könnte jeder Roboter besser auf die psychischen Defizite eines Menschen eingehen und sozusagen „verhaltenstherapieren“.

Dazu passt ein Video von Bjørk 🙂