Geschäftsidee: Die Tochter in Second Life aufspüren

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Noch ist Second Life etwas für die Early Adaptors. In spätestens 10 Jahren werden die Kids aber ihre Zeit in der virtuellen Realität verbringen, und da Gefühle dort genau so real sein können wie in der richtigen Welt, nützt es nichts mehr, mit dem Schwert ums Haus zu laufen, um die eigene Tochter vor bösen Jungs zu beschützen. Stubenarrest nützt da wenig. Computerverbot vielleicht, aber wie soll das funktionieren, wenn der Computer und das Internet für die Erfüllung der Schulpflichten unerlässlich sind?

Meine Idee: Aufpasser für virtuelle Welten. Ich eröffne eine Agentur für Eltern, die wissen wollen, was ihre Kinder in der virtuellen Welt so tun. Das kann man auch erweitern: Ehefrauen werden Detektive anheuern müssen, die sich in der virtuellen Realität auskennen, um die Untreue ihres Partners aufdecken zu lassen.

Schwachsinn? Wir werden sehen :-)

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Web 2.0: Das Buch

Ich hatte darauf verwiesen, dass ich in der nächsten Zeit hier wenig werde schreiben können, was unter anderem daran liegt, dass ich gerade an den letzten Zeilen eines Buches schreibe und dazu auch ein Blog angelegt habe: Das Blog zum Web 2.0-Buch. Das Buch wird voraussichtlich im Oktober 2006 bei Hanser erscheinen. Das Blog dient vor allem dazu, die Perpetual Beta des Buches zu verbessern :-) Ich hoffe, dass Eric hier etwas mehr posten wird, leider haben sich keine weiteren Freiwilligen bisher gemeldet. Danke übrigens für die vielen Hinweise auf interessante Neuigkeiten in den letzten Wochen, es ist nichts verloren gegangen, nur geht meine Energie gerade woanders drauf.

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Alte Druckkunst

Da ich mich momentan zwischen zwei Jobs bewege (eigentlich der einzig wirklich erholsame Urlaub, wenn man sich keine Gedanken macht, was die Kollegen im Büro gerade treiben), konnte ich die Zeit heute für einen Bummel durch die Hamburger Innenstadt nutzen. In der Thalia-Buchhandlung an den Großen Bleichen gibt es eine Ausstellung des Museums der Arbeit, bei der gezeigt wird, wie auf alten Druckmaschinen gedruckt wurde. Abgesehen davon, dass man sich dort kostenlos ein Lesezeichen mit den Namen der Liebsten drucken lassen kann, fiel mir auf, dass auf den Schubladen der Setzkästen die Namen der heutigen Schrifttypen standen; der Schriftsetzer erzählte mir auf Nachfrage, dass Futura und Bodoni keine Erfindungen der Computerzeit seien, sondern schon ziemlich viele Jahre auf den Buckel hätten. Böse Wissenslücke.

Die Futura stammt aus dem Jahr 1928, Bodoni ist gar aus dem 18. Jahrhundert. Dass die Größe in pt angegeben wird, hat auch nichts mit Pixel zu tun (wie ich bisher dachte), sondern mit einer alten Maßeinheit. Warum denken Computernerds wie ich immer, dass es so etwas vor der Erfindung des Computers nicht gegeben hätte?

Der freundliche Schriftsetzer hat mir auch gleich noch ein paar andere Fragen beantwortet, zum Beispiel Zeichenabstände, was Microsoft Word alles nicht kann, und so weiter. Bis zum 26. August kann man die Damen und Herren des Museums dort besuchen.

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Das letzte Mal

Das powerbook_blog bezeichnet so einen Tag wie heute als Das letzte Mal-Tag, und nachdem er so einen Tag Ende Juli hatte, so hatte ich ihn heute. Das letzte Mal das Büro aufgeschlossen, das letzte Mal mit den Kollegen zusammen Mittag gegessen und danach einen Espresso getrunken, das letzte Mal eine Bionade aus dem Kühlschrank gezogen, das letzte Mal… und dann ein komisches Gefühl im Magen, wenn man das Gebäude zum letzten Mal verlässt und sich dann erinnert, wie es damals war, als man das erste Mal dort ankam.

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Gerade an der Tür…

…klingelte ein Vorwerk-Vertreter und fragte mich, ob meine Eltern da wären.

Ich bin 34 Jahre alt, habe bereits einige graue Haare und hätte eigentlich gedacht, dass ich alt genug wäre, um einen Vorwerk-Staubsauger zu kaufen. Anscheinend gehöre ich aber leider nicht zur Zielgruppe.

Meine Oma hatte sich jedes Jahr einen neuen Vorwerk aufschwatzen lassen, so dass meine Ma das alte Modell “erbte”. Und diese Staubsauger konnten Jahrzehnte ohne Probleme überleben, nichts konnte einen Vorwerk Kobold zerstören. Ich bin also der Marke Vorwerk durchaus positiv gegenüber eingestellt. Und genau jetzt benötigten wir auch einen Staubsauger. Schade.

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Moleskine: Ideenbegräbnis erster Klasse

Ich bin ein Fan der sündhaft teuren Moleskine-Notizbücher, auch wenn ich die Sinnhaftigkeit manchmal hinterfrage. Dies hat auch das Magazin der Süddeutschen getan. Denn der wahre Zweck, so der Autor Tobias Kniebe angesichts der Ergebnisse einer Selbstversuch-Langzeitstudie, bestünde in der Pflege des Gefühls, seine Aphorismen, Bonmots und Ideen an einem wertvollen Ort geborgen zu haben, der ihrer einzigartigen Qualität entspricht. Ist es dann vollgeschrieben, wandert es ins Regal (ästhetisch ansprechender als Ringblöcke mit teilweise losen Blättern), wo es nie wieder angeschaut würde (hier kann ich dem Autor wiedersprechen, ab und zu sehe ich dort nach). Kniebes Schlußfolgerung: Das Moleskine schützt die Welt genau vor jenem Tiefsinn, mit dem man sonst seine Mitmenschen nerven müsste, und es schließt gerade die peinlichsten Geistesblitze sicher weg: Ein kleiner Giftschrank mit pietätvollen schwarzen Deckeln, ein Ideenbegräbnis erster Klasse.

Womit Herr Kniebe auf jeden Fall Recht hat: Wenn man eine Idee über einen längeren Zeitraum verfolgt, so kann sie sich über mehrere Moleskines hinwegstrecken, und das macht das Wiederauffinden und Weiterverarbeiten der Idee nicht einfacher…

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Lust und Unlust des Programmierens

Ich glaube, es gibt zwei Arten von Problemen beim Erstellen eines Programmes:

  • Der erste Fall macht das Programmieren so spannend, er erinnert an das Lego-Spielen als Kind: Es gibt ein Problem, und man “bastelt” am Algorithmus, um das Problem zu lösen.
  • Der zweite Fall ist der Krampf schlechthin: Man weiss, wie der Algorithmus funktionieren sollte, aber die Programmiersprache der Wahl ist zickig und akzeptiert die Parameter nicht so wie sie übergeben werden und so weiter. Ungefähr so als ob man was mit Fischer-Technik bauen wollte, und dann passen die Teile nicht zusammen.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass man ein Anführungszeichen in RealBasic mit einem Anführungszeichen quoted? Ich nicht, und es hat mich mehr als 1 Stunde gekostet dies herauszufinden. Und warum ist das Benutzerhandbuch einer 400 Dollar-Software so schlecht, dass man alles in Foren nachlesen muss?

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Noch 91 Tage

Ich bin nun überhaupt kein Fussball-Fan, in den letzten Jahren war ich drei Mal in einem Stadion (beim MSV Duisburg, meinem Heimatverein), bei Dortmund (weil mein früherer Arbeitgeber dort eine VIP-Lounge hatte) und einmal beim HSV (geschenkt bekommen).

Ehrlich gesagt kenne ich überhaupt keinen Mac-Nutzer, der Fussball-Fan ist (außer Bob, aber dem sei das verziehen). Oder irre ich mich?

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