Heimreise

Lufthansa Boeing 747-400 Brandenburg

Originally uploaded by Das Wesen.

Fuer 2 Wochen geht es zurueck nach Deutschland, und einen Vorgeschmack auf die deutsche Lufthansa habe ich schon jetzt bekommen: 50 Dollar Gebuehr fuer zu viel Gewicht, obwohl ich noch weit unter dem zusaetzlichen Gewicht fuer Frequent Traveller lag (40 KG): das zaehle nur in Europa, was natuerlich nirgendwo auf den Lufthansa-Seiten steht.

Den Sitzabstand in der Economy-Klasse muesste man eigentlich auch Amnesty International melden, fuer Menschen ueber 1,85 ist es eine einzige Qual. Das habe ich der Lufthansa nach dem Hinflug geschrieben, die lediglich antwortete, dass der Abstand nach Passagierbefragungen ermittelt wurde und groesser sei als bei vergleichbaren Wettbewerbern: Wen haben die gefragt? Alle Passagiere bis 1,60 Meter?

Morgen werde ich das erste Mal seit langem wieder mein MacBook Pro anfassen koennen, das ich nicht mitgenommen hatte (ab morgen gibts dann auch wieder Umlaute); mal sehen, wie es die lange Pause ueberstanden hat…

Filed under: AllgemeinTagged with:

Massive Attack in den Docks in Hamburg

Der Massive Attack-Abend in den ausverkauften Docks begann mit einer quälenden Warterei: man merkt, dass man älter wird, wenn man sich fragt, ob es keine Sitzplätze bei einem Konzert gibt :-) 20 Uhr stand auf der Karte, 20 vor 8 waren wir da, und als wir reinkamen und zwei Schlagzeuge sahen (ein akkustisches und ein elektronisches Set), dachten wir, ok, hoffentlich kommt die Vorband wenigstens pünktlich und spielt nicht so lange (übrigens ein fettes Kompliment an die Türsteher von den Docks: So freundlich bin ich noch nie an der Tür behandelt worden!).

Als bis 21 Uhr lediglich die Roadies auf der Bühne zu sehen waren und ich mich wunderte, warum die noch nicht fertig waren mit dem Aufbauen, wurde ich langsam nervös. 3/4-Stunde Vorband, 3/4-Stunde Umbau, dann vielleicht 1 1/2-Stunden Massive Attack, könnte eine längere Angelegenheit werden. Das Publikum war sehr gemischt, zum Teil hatte ich mit meinen 34 Jahren den Eindruck, dass ich den Altersdurchschnitt noch senken würde. Blue Lines, die erste Platte von Massive Attack, ist aber auch schon 1991 heraus gekommen.
massive.jpg

Kurz nach 21 Uhr betraten ein paar Herren die Bühne, hinter jedes Schlagzeug setzte sich ein Schlagzeuger, und kurz darauf betrat auch Robert Del Naja die Bühne. Der Sound war fett, und es wurde zu einem der wenigen Konzerte, bei dem der Sound besser war als auf der CD. Beim zweiten Stück, Risingson, kam auch Grant Marshall auf die Bühne. Die Herren Del Naja und Marshall nahmen sich sehr zurück und überließen anderen Sängern wie Horace Andy oft die Bühne. Eine der Sängerinnen war glaube ich Elisabeth Fraser von den Cocteau Twins, den Namen der anderen Sängerin, die auch durch ihre weibliche Figur auffiel, habe ich leider nicht verstanden (siehe das Bild unten, wo sie mit Horace Andy singt).

massive3.jpg

Ihre Stimme wirkte bei Hymn of the Big Wheel erst dünn, bei Safe from Harm änderte sich der Eindruck aber gewaltig. Beeindruckend bei diesem Konzert war, dass anscheinend nichts von der Festplatte kam, auch die kleinsten Details wurden live gespielt (was auch erklärt, warum zwei Schlagzeuger notwendig waren). Genau das machte das Konzert zu einem Erlebnis.

Del Naja wies zwischendurch auf die Unterstützung der HOPING-Foundation, die palästinensischen Flüchtlingskindern hilft – allerdings in einem so flotten Bristol-Englisch, dass kaum etwas zu verstehen war.

Haben T-Shirts früher nicht mal 30 DM gekostet? Heute kosten sie 30 Euro. Unglaublich.

Die Set List:

  • False Flags
  • Risingson
  • Black Melt
  • Karma Koma
  • Butterfly Caught
  • Hymn of the Big Wheel
  • Mezzanine
  • Teardrop
  • Angel
  • Future Proof
  • Safe from Harm

Zugabe:

  • Inertia Creeps
  • Unfinished Sympathy
  • Group Four
Filed under: AllgemeinTagged with: ,

Jimi: Das Portemonnaie für Leute, die keine Portemonnaies haben wollen

Portemonnaies, Brieftaschen oder Geldbörsen, egal wie man es nennt, ich hege seit Jahren eine tiefe Abneigung gegen sie. Ich kann sie nicht cool in der Gesäßtasche tragen, so kann ich nicht sitzen, was auch an meinem mangelndem Sitzfleisch liegen kann. Und wenn man abends mal weggehen will, dann weiß ich nie wohin damit: Hab ichs hinten, wirds mir geklaut, vorne siehts bescheuert aus, und abgesehen davon stört es mich. Genau für solche Leute wie mich gibts jetzt die Lösung, und sie nennt sich Jimi.

jimi.jpg

The Jimi Wallet ist kein normales Portemonnaie, sondern eine kleine nette Box aus Plastik, die ein Fach für Geldscheine hat und eines für ein bis zwei Karten, zum Beispiel EC-Karte und Führerschein. Drückt man auf die eine Seite der Box, dann geht sie auf, und ebenso kann man sie auch einfach wieder zusammen klappen. Angeblich hält der Verschluss 1 Million Mal Auf- und zu durch. Das wären (bei 20 Mal täglich Öffnen und Schließen) mehr als 100 Jahre. Kleingeld: Nein. Personalausweis: Nein. Kundenkarten: Nein. Passt gut in eine der Vordertaschen, wo es schwer ist, etwas zu entwenden, und außerdem stört die kleine Box da nicht. Für abends weggehen ideal, denn mehr braucht man nicht. Auch für nachmittags mal in die Stadt gehen. Oder… eigentlich kann man sich fast immer einschränken, denn muss man immer 10 verschiedene Treue- und Bonuskarten, Kreditkarten, Quittungen der letzten Einkäufe etc. dabei haben?

Nette Idee. Hätte ich gerne schon früher gehabt.

Filed under: AllgemeinTagged with: , , ,

Geschäftsidee: Die Tochter in Second Life aufspüren

sl.jpg

Noch ist Second Life etwas für die Early Adaptors. In spätestens 10 Jahren werden die Kids aber ihre Zeit in der virtuellen Realität verbringen, und da Gefühle dort genau so real sein können wie in der richtigen Welt, nützt es nichts mehr, mit dem Schwert ums Haus zu laufen, um die eigene Tochter vor bösen Jungs zu beschützen. Stubenarrest nützt da wenig. Computerverbot vielleicht, aber wie soll das funktionieren, wenn der Computer und das Internet für die Erfüllung der Schulpflichten unerlässlich sind?

Meine Idee: Aufpasser für virtuelle Welten. Ich eröffne eine Agentur für Eltern, die wissen wollen, was ihre Kinder in der virtuellen Welt so tun. Das kann man auch erweitern: Ehefrauen werden Detektive anheuern müssen, die sich in der virtuellen Realität auskennen, um die Untreue ihres Partners aufdecken zu lassen.

Schwachsinn? Wir werden sehen :-)

Filed under: Allgemein

Web 2.0: Das Buch

Ich hatte darauf verwiesen, dass ich in der nächsten Zeit hier wenig werde schreiben können, was unter anderem daran liegt, dass ich gerade an den letzten Zeilen eines Buches schreibe und dazu auch ein Blog angelegt habe: Das Blog zum Web 2.0-Buch. Das Buch wird voraussichtlich im Oktober 2006 bei Hanser erscheinen. Das Blog dient vor allem dazu, die Perpetual Beta des Buches zu verbessern :-) Ich hoffe, dass Eric hier etwas mehr posten wird, leider haben sich keine weiteren Freiwilligen bisher gemeldet. Danke übrigens für die vielen Hinweise auf interessante Neuigkeiten in den letzten Wochen, es ist nichts verloren gegangen, nur geht meine Energie gerade woanders drauf.

Filed under: AllgemeinTagged with: , ,

Alte Druckkunst

Da ich mich momentan zwischen zwei Jobs bewege (eigentlich der einzig wirklich erholsame Urlaub, wenn man sich keine Gedanken macht, was die Kollegen im Büro gerade treiben), konnte ich die Zeit heute für einen Bummel durch die Hamburger Innenstadt nutzen. In der Thalia-Buchhandlung an den Großen Bleichen gibt es eine Ausstellung des Museums der Arbeit, bei der gezeigt wird, wie auf alten Druckmaschinen gedruckt wurde. Abgesehen davon, dass man sich dort kostenlos ein Lesezeichen mit den Namen der Liebsten drucken lassen kann, fiel mir auf, dass auf den Schubladen der Setzkästen die Namen der heutigen Schrifttypen standen; der Schriftsetzer erzählte mir auf Nachfrage, dass Futura und Bodoni keine Erfindungen der Computerzeit seien, sondern schon ziemlich viele Jahre auf den Buckel hätten. Böse Wissenslücke.

Die Futura stammt aus dem Jahr 1928, Bodoni ist gar aus dem 18. Jahrhundert. Dass die Größe in pt angegeben wird, hat auch nichts mit Pixel zu tun (wie ich bisher dachte), sondern mit einer alten Maßeinheit. Warum denken Computernerds wie ich immer, dass es so etwas vor der Erfindung des Computers nicht gegeben hätte?

Der freundliche Schriftsetzer hat mir auch gleich noch ein paar andere Fragen beantwortet, zum Beispiel Zeichenabstände, was Microsoft Word alles nicht kann, und so weiter. Bis zum 26. August kann man die Damen und Herren des Museums dort besuchen.

Filed under: AllgemeinTagged with:

Das letzte Mal

Das powerbook_blog bezeichnet so einen Tag wie heute als Das letzte Mal-Tag, und nachdem er so einen Tag Ende Juli hatte, so hatte ich ihn heute. Das letzte Mal das Büro aufgeschlossen, das letzte Mal mit den Kollegen zusammen Mittag gegessen und danach einen Espresso getrunken, das letzte Mal eine Bionade aus dem Kühlschrank gezogen, das letzte Mal… und dann ein komisches Gefühl im Magen, wenn man das Gebäude zum letzten Mal verlässt und sich dann erinnert, wie es damals war, als man das erste Mal dort ankam.

Filed under: AllgemeinTagged with: ,

Gerade an der Tür…

…klingelte ein Vorwerk-Vertreter und fragte mich, ob meine Eltern da wären.

Ich bin 34 Jahre alt, habe bereits einige graue Haare und hätte eigentlich gedacht, dass ich alt genug wäre, um einen Vorwerk-Staubsauger zu kaufen. Anscheinend gehöre ich aber leider nicht zur Zielgruppe.

Filed under: AllgemeinTagged with: ,

Moleskine: Ideenbegräbnis erster Klasse

Ich bin ein Fan der sündhaft teuren Moleskine-Notizbücher, auch wenn ich die Sinnhaftigkeit manchmal hinterfrage. Dies hat auch das Magazin der Süddeutschen getan. Denn der wahre Zweck, so der Autor Tobias Kniebe angesichts der Ergebnisse einer Selbstversuch-Langzeitstudie, bestünde in der Pflege des Gefühls, seine Aphorismen, Bonmots und Ideen an einem wertvollen Ort geborgen zu haben, der ihrer einzigartigen Qualität entspricht. Ist es dann vollgeschrieben, wandert es ins Regal (ästhetisch ansprechender als Ringblöcke mit teilweise losen Blättern), wo es nie wieder angeschaut würde (hier kann ich dem Autor wiedersprechen, ab und zu sehe ich dort nach). Kniebes Schlußfolgerung: Das Moleskine schützt die Welt genau vor jenem Tiefsinn, mit dem man sonst seine Mitmenschen nerven müsste, und es schließt gerade die peinlichsten Geistesblitze sicher weg: Ein kleiner Giftschrank mit pietätvollen schwarzen Deckeln, ein Ideenbegräbnis erster Klasse.

Womit Herr Kniebe auf jeden Fall Recht hat: Wenn man eine Idee über einen längeren Zeitraum verfolgt, so kann sie sich über mehrere Moleskines hinwegstrecken, und das macht das Wiederauffinden und Weiterverarbeiten der Idee nicht einfacher…

Filed under: AllgemeinTagged with:

Lust und Unlust des Programmierens

Ich glaube, es gibt zwei Arten von Problemen beim Erstellen eines Programmes:

  • Der erste Fall macht das Programmieren so spannend, er erinnert an das Lego-Spielen als Kind: Es gibt ein Problem, und man “bastelt” am Algorithmus, um das Problem zu lösen.
  • Der zweite Fall ist der Krampf schlechthin: Man weiss, wie der Algorithmus funktionieren sollte, aber die Programmiersprache der Wahl ist zickig und akzeptiert die Parameter nicht so wie sie übergeben werden und so weiter. Ungefähr so als ob man was mit Fischer-Technik bauen wollte, und dann passen die Teile nicht zusammen.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass man ein Anführungszeichen in RealBasic mit einem Anführungszeichen quoted? Ich nicht, und es hat mich mehr als 1 Stunde gekostet dies herauszufinden. Und warum ist das Benutzerhandbuch einer 400 Dollar-Software so schlecht, dass man alles in Foren nachlesen muss?

Filed under: AllgemeinTagged with: ,