Memo an mich selbst fuer die naechste USA-Reise

  • Laendervorwahl fuer Anrufe aus den USA nach Deutschland ist nicht 0049, sondern 01149
  • Ohne kleine Dollarscheine bist Du verloren
  • Pass auf Deine Kreditkarte auf: Hotels lassen sich bei der Ankunft des Gastes den am Ende fälligen Betrag vorab von der Bank autorisieren, so dass der fuer diese Karte zur Verfuegung stehende Kredit um diesen Betrag durch diese “Reservierung” reduziert wird; am Ende des Aufenthalts wird er dann gebucht. Manchmal klappt die Autorisierung nicht, und dann wird die Karte noch mal durchgezogen. Und vielleicht noch mal. Und dann kann der Betrag vier Mal unter verschiedenen Nummern geblockt werden, so dass die Karte platt ist. Besonders schoen, wenn man nicht nur drei oder vier Tage bleibt, sondern mehrere Wochen und der Betrag im hohen vierstelligen Bereich ist. Ohne Kreditkarte bist Du ein Nichts in Amerika.
  • Wenn Du in einen Laden kommst und man Dich fragt “Hey, how are you?”, dann musst Du nicht darauf antworten, Dein Gegenueber wird auch nicht verletzt sein, wenn Du nicht antwortest. Sei aber auch nicht verwundert, wenn Dein Gegenueber nicht antwortet, wenn Du auf die Begruessung mit einem freundlichen “Fine, how are you?” antwortest.
  • Levis Jeans sind superguenstig, aber es gibt nicht die gleichen Modelle wie in Europa. Mach nicht den Fehler, nach einer 507 zu fragen und Dir sagen zu lassen, dass Du eine boese Markenpirateren-Jeans traegst, weil es doch gar keine 507 gibt wie Du sie gerade traegst. Und vergiss Groessen wie W30/L36. Du kriegst eher W38/L30 oder superslim wie W27/L34 fuer Models
  • Manche Restaurants sind so schlecht, dass sie die Rechung “pretippen”, d.h. das Trinkgeld, was sie erwarten, einfach mit draufschreiben. Du musst das nicht zahlen. Vor allem nicht 18 Prozent Trinkgeld fuer ein Restaurant, wo Dir der Kellner nicht mal Guten Appetit wuenscht.
  • Postkarten benötigen 90 Cent-Briefmarken.
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Heimreise

Lufthansa Boeing 747-400 Brandenburg

Originally uploaded by Das Wesen.

Fuer 2 Wochen geht es zurueck nach Deutschland, und einen Vorgeschmack auf die deutsche Lufthansa habe ich schon jetzt bekommen: 50 Dollar Gebuehr fuer zu viel Gewicht, obwohl ich noch weit unter dem zusaetzlichen Gewicht fuer Frequent Traveller lag (40 KG): das zaehle nur in Europa, was natuerlich nirgendwo auf den Lufthansa-Seiten steht.

Den Sitzabstand in der Economy-Klasse muesste man eigentlich auch Amnesty International melden, fuer Menschen ueber 1,85 ist es eine einzige Qual. Das habe ich der Lufthansa nach dem Hinflug geschrieben, die lediglich antwortete, dass der Abstand nach Passagierbefragungen ermittelt wurde und groesser sei als bei vergleichbaren Wettbewerbern: Wen haben die gefragt? Alle Passagiere bis 1,60 Meter?

Morgen werde ich das erste Mal seit langem wieder mein MacBook Pro anfassen koennen, das ich nicht mitgenommen hatte (ab morgen gibts dann auch wieder Umlaute); mal sehen, wie es die lange Pause ueberstanden hat…

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Massive Attack in den Docks in Hamburg

Der Massive Attack-Abend in den ausverkauften Docks begann mit einer quälenden Warterei: man merkt, dass man älter wird, wenn man sich fragt, ob es keine Sitzplätze bei einem Konzert gibt :-) 20 Uhr stand auf der Karte, 20 vor 8 waren wir da, und als wir reinkamen und zwei Schlagzeuge sahen (ein akkustisches und ein elektronisches Set), dachten wir, ok, hoffentlich kommt die Vorband wenigstens pünktlich und spielt nicht so lange (übrigens ein fettes Kompliment an die Türsteher von den Docks: So freundlich bin ich noch nie an der Tür behandelt worden!).

Als bis 21 Uhr lediglich die Roadies auf der Bühne zu sehen waren und ich mich wunderte, warum die noch nicht fertig waren mit dem Aufbauen, wurde ich langsam nervös. 3/4-Stunde Vorband, 3/4-Stunde Umbau, dann vielleicht 1 1/2-Stunden Massive Attack, könnte eine längere Angelegenheit werden. Das Publikum war sehr gemischt, zum Teil hatte ich mit meinen 34 Jahren den Eindruck, dass ich den Altersdurchschnitt noch senken würde. Blue Lines, die erste Platte von Massive Attack, ist aber auch schon 1991 heraus gekommen.
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Kurz nach 21 Uhr betraten ein paar Herren die Bühne, hinter jedes Schlagzeug setzte sich ein Schlagzeuger, und kurz darauf betrat auch Robert Del Naja die Bühne. Der Sound war fett, und es wurde zu einem der wenigen Konzerte, bei dem der Sound besser war als auf der CD. Beim zweiten Stück, Risingson, kam auch Grant Marshall auf die Bühne. Die Herren Del Naja und Marshall nahmen sich sehr zurück und überließen anderen Sängern wie Horace Andy oft die Bühne. Eine der Sängerinnen war glaube ich Elisabeth Fraser von den Cocteau Twins, den Namen der anderen Sängerin, die auch durch ihre weibliche Figur auffiel, habe ich leider nicht verstanden (siehe das Bild unten, wo sie mit Horace Andy singt).

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Ihre Stimme wirkte bei Hymn of the Big Wheel erst dünn, bei Safe from Harm änderte sich der Eindruck aber gewaltig. Beeindruckend bei diesem Konzert war, dass anscheinend nichts von der Festplatte kam, auch die kleinsten Details wurden live gespielt (was auch erklärt, warum zwei Schlagzeuger notwendig waren). Genau das machte das Konzert zu einem Erlebnis.

Del Naja wies zwischendurch auf die Unterstützung der HOPING-Foundation, die palästinensischen Flüchtlingskindern hilft – allerdings in einem so flotten Bristol-Englisch, dass kaum etwas zu verstehen war.

Haben T-Shirts früher nicht mal 30 DM gekostet? Heute kosten sie 30 Euro. Unglaublich.

Die Set List:

  • False Flags
  • Risingson
  • Black Melt
  • Karma Koma
  • Butterfly Caught
  • Hymn of the Big Wheel
  • Mezzanine
  • Teardrop
  • Angel
  • Future Proof
  • Safe from Harm

Zugabe:

  • Inertia Creeps
  • Unfinished Sympathy
  • Group Four
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Jimi: Das Portemonnaie für Leute, die keine Portemonnaies haben wollen

Portemonnaies, Brieftaschen oder Geldbörsen, egal wie man es nennt, ich hege seit Jahren eine tiefe Abneigung gegen sie. Ich kann sie nicht cool in der Gesäßtasche tragen, so kann ich nicht sitzen, was auch an meinem mangelndem Sitzfleisch liegen kann. Und wenn man abends mal weggehen will, dann weiß ich nie wohin damit: Hab ichs hinten, wirds mir geklaut, vorne siehts bescheuert aus, und abgesehen davon stört es mich. Genau für solche Leute wie mich gibts jetzt die Lösung, und sie nennt sich Jimi.

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The Jimi Wallet ist kein normales Portemonnaie, sondern eine kleine nette Box aus Plastik, die ein Fach für Geldscheine hat und eines für ein bis zwei Karten, zum Beispiel EC-Karte und Führerschein. Drückt man auf die eine Seite der Box, dann geht sie auf, und ebenso kann man sie auch einfach wieder zusammen klappen. Angeblich hält der Verschluss 1 Million Mal Auf- und zu durch. Das wären (bei 20 Mal täglich Öffnen und Schließen) mehr als 100 Jahre. Kleingeld: Nein. Personalausweis: Nein. Kundenkarten: Nein. Passt gut in eine der Vordertaschen, wo es schwer ist, etwas zu entwenden, und außerdem stört die kleine Box da nicht. Für abends weggehen ideal, denn mehr braucht man nicht. Auch für nachmittags mal in die Stadt gehen. Oder… eigentlich kann man sich fast immer einschränken, denn muss man immer 10 verschiedene Treue- und Bonuskarten, Kreditkarten, Quittungen der letzten Einkäufe etc. dabei haben?

Nette Idee. Hätte ich gerne schon früher gehabt.

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Geschäftsidee: Die Tochter in Second Life aufspüren

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Noch ist Second Life etwas für die Early Adaptors. In spätestens 10 Jahren werden die Kids aber ihre Zeit in der virtuellen Realität verbringen, und da Gefühle dort genau so real sein können wie in der richtigen Welt, nützt es nichts mehr, mit dem Schwert ums Haus zu laufen, um die eigene Tochter vor bösen Jungs zu beschützen. Stubenarrest nützt da wenig. Computerverbot vielleicht, aber wie soll das funktionieren, wenn der Computer und das Internet für die Erfüllung der Schulpflichten unerlässlich sind?

Meine Idee: Aufpasser für virtuelle Welten. Ich eröffne eine Agentur für Eltern, die wissen wollen, was ihre Kinder in der virtuellen Welt so tun. Das kann man auch erweitern: Ehefrauen werden Detektive anheuern müssen, die sich in der virtuellen Realität auskennen, um die Untreue ihres Partners aufdecken zu lassen.

Schwachsinn? Wir werden sehen :-)

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Web 2.0: Das Buch

Ich hatte darauf verwiesen, dass ich in der nächsten Zeit hier wenig werde schreiben können, was unter anderem daran liegt, dass ich gerade an den letzten Zeilen eines Buches schreibe und dazu auch ein Blog angelegt habe: Das Blog zum Web 2.0-Buch. Das Buch wird voraussichtlich im Oktober 2006 bei Hanser erscheinen. Das Blog dient vor allem dazu, die Perpetual Beta des Buches zu verbessern :-) Ich hoffe, dass Eric hier etwas mehr posten wird, leider haben sich keine weiteren Freiwilligen bisher gemeldet. Danke übrigens für die vielen Hinweise auf interessante Neuigkeiten in den letzten Wochen, es ist nichts verloren gegangen, nur geht meine Energie gerade woanders drauf.

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Alte Druckkunst

Da ich mich momentan zwischen zwei Jobs bewege (eigentlich der einzig wirklich erholsame Urlaub, wenn man sich keine Gedanken macht, was die Kollegen im Büro gerade treiben), konnte ich die Zeit heute für einen Bummel durch die Hamburger Innenstadt nutzen. In der Thalia-Buchhandlung an den Großen Bleichen gibt es eine Ausstellung des Museums der Arbeit, bei der gezeigt wird, wie auf alten Druckmaschinen gedruckt wurde. Abgesehen davon, dass man sich dort kostenlos ein Lesezeichen mit den Namen der Liebsten drucken lassen kann, fiel mir auf, dass auf den Schubladen der Setzkästen die Namen der heutigen Schrifttypen standen; der Schriftsetzer erzählte mir auf Nachfrage, dass Futura und Bodoni keine Erfindungen der Computerzeit seien, sondern schon ziemlich viele Jahre auf den Buckel hätten. Böse Wissenslücke.

Die Futura stammt aus dem Jahr 1928, Bodoni ist gar aus dem 18. Jahrhundert. Dass die Größe in pt angegeben wird, hat auch nichts mit Pixel zu tun (wie ich bisher dachte), sondern mit einer alten Maßeinheit. Warum denken Computernerds wie ich immer, dass es so etwas vor der Erfindung des Computers nicht gegeben hätte?

Der freundliche Schriftsetzer hat mir auch gleich noch ein paar andere Fragen beantwortet, zum Beispiel Zeichenabstände, was Microsoft Word alles nicht kann, und so weiter. Bis zum 26. August kann man die Damen und Herren des Museums dort besuchen.

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Das letzte Mal

Das powerbook_blog bezeichnet so einen Tag wie heute als Das letzte Mal-Tag, und nachdem er so einen Tag Ende Juli hatte, so hatte ich ihn heute. Das letzte Mal das Büro aufgeschlossen, das letzte Mal mit den Kollegen zusammen Mittag gegessen und danach einen Espresso getrunken, das letzte Mal eine Bionade aus dem Kühlschrank gezogen, das letzte Mal… und dann ein komisches Gefühl im Magen, wenn man das Gebäude zum letzten Mal verlässt und sich dann erinnert, wie es damals war, als man das erste Mal dort ankam.

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Gerade an der Tür…

…klingelte ein Vorwerk-Vertreter und fragte mich, ob meine Eltern da wären.

Ich bin 34 Jahre alt, habe bereits einige graue Haare und hätte eigentlich gedacht, dass ich alt genug wäre, um einen Vorwerk-Staubsauger zu kaufen. Anscheinend gehöre ich aber leider nicht zur Zielgruppe.

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Moleskine: Ideenbegräbnis erster Klasse

Ich bin ein Fan der sündhaft teuren Moleskine-Notizbücher, auch wenn ich die Sinnhaftigkeit manchmal hinterfrage. Dies hat auch das Magazin der Süddeutschen getan. Denn der wahre Zweck, so der Autor Tobias Kniebe angesichts der Ergebnisse einer Selbstversuch-Langzeitstudie, bestünde in der Pflege des Gefühls, seine Aphorismen, Bonmots und Ideen an einem wertvollen Ort geborgen zu haben, der ihrer einzigartigen Qualität entspricht. Ist es dann vollgeschrieben, wandert es ins Regal (ästhetisch ansprechender als Ringblöcke mit teilweise losen Blättern), wo es nie wieder angeschaut würde (hier kann ich dem Autor wiedersprechen, ab und zu sehe ich dort nach). Kniebes Schlußfolgerung: Das Moleskine schützt die Welt genau vor jenem Tiefsinn, mit dem man sonst seine Mitmenschen nerven müsste, und es schließt gerade die peinlichsten Geistesblitze sicher weg: Ein kleiner Giftschrank mit pietätvollen schwarzen Deckeln, ein Ideenbegräbnis erster Klasse.

Womit Herr Kniebe auf jeden Fall Recht hat: Wenn man eine Idee über einen längeren Zeitraum verfolgt, so kann sie sich über mehrere Moleskines hinwegstrecken, und das macht das Wiederauffinden und Weiterverarbeiten der Idee nicht einfacher…

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