Pixel / Tagging

In den frühen Tagen des Webs wurden Webseitenzugriffe auch dadurch gemessen, dass ein Zähl-Pixel in Form einer Grafikdatei von einem Webtracking-Dienst eingebunden wurde. Da die Ressourcen im Netz knapp waren und viele Nutzer sich noch mit einem langsam Modem einwählten, durfte dieses Bild nicht besonders schwer in Bezug auf die Ladezeit sein, so dass es nicht mehr als 1×1 Pixel groß war. Wie wir im vorherigen Abschnitt über Weblog-Tracking gesehen haben, reicht der Abruf einer Ressource von einem Server aus, um den zugreifenden Nutzer zu tracken.

Heutzutage heißen die Tracking-Pixel immer noch Pixel, manchmal auch Tags, obwohl sie in der Regel nicht mehr aus dem 1×1 Pixel-großen Bild bestehen. Stattdessen wird JavaScript verwendet. Trotz des Namens hat JavaScript nichts mit Java zu tun; eigentlich hieß es LiveScript, aber irgendjemand bei Netscape fand den Namen JavaScript angesichts des Buzz von Java anscheinend besser. JavaScript hat den Vorteil, dass damit kleine Programme im Browser des Nutzers ausgeführt werden können.

Die Tracking-Skripte von Google Analytics und vielen anderen Tracking-Systemen basieren auf JavaScript. Sie werden zunächst einmal nur ausgeführt, wenn eine Seite geladen worden ist, weil der Browser das JavaScript interpretieren muss. Dies hat eine wichtige Bedeutung für die Interpretation der Zahlen in Google Analytics.