Cookies

Cookies sind kleine Textdateien, die eine Website über den Browser auf der Festplatte des Benutzers abspeichern kann. In diesen Dateien wird zum Beispiel gespeichert, ob der Nutzer eine Webseite bereits besucht hat, sie ermöglichen es also, einen Benutzer wiederzuerkennen. Eine Seite kann mehr als einen Cookie setzen, es können auch Cookies von anderen Seiten gesetzt werden. In diesem Fall spricht man übrigens von einem 3rd Party Cookie, wobei der von Google Analytics gesetzte Cookie zum Beispiel ein First Party Cookie ist. Vom eigenen Server selbst gesetzte Cookies sind 1st Party Cookies (Das darf nicht verwechselt werden mit 1st, 2nd und 3rd Party Data). Cookies haben eine definierte Laufzeit, der Google Analytics Cookie hat zum Beispiel eine Laufzeit von 2 Jahren, was aber auch konfiguriert werden kann.

Eine Website kann nur die eigenen Cookies auslesen, nicht die anderer Websites. Es wäre zum Beispiel möglich, dass man sich eine befreundete Website sucht, die man dann Cookies von ihrer Domain setzen lässt und umgekehrt. So kann dann auf die Nutzer dieser befreundeten Seite „getargeted“ werden.

Cookies sind deshalb so wichtig, weil ein reines Klick-Tracking (Wie oft wurde etwas angeklickt?) keine Aussage darüber trifft, ob ein Nutzer vielleicht mehrmals geklickt hat. So wird zum Beispiel in der Web Analyse unterschieden zwischen Aufrufen einer Seite und eindeutigen Besuchern einer Seite. Wir wollen nicht nur wissen, wie oft eine Seite aufgerufen oder ein Link angeklickt wurde, sondern auch, ob dies immer wieder neue oder auch wiederkehrende Nutzer waren. Daher wird Klick-Tracking durch Cookies ergänzt.

Cross Device Tracking

Cookies werden stets auf dem Gerät und in dem Browser abgelegt, mit dem man gerade im Netz unterwegs ist. Die Realität heute ist, dass Nutzer sich nicht auf ein Gerät beschränken, sondern mehrmals am Tag die Geräte wechseln. Fast jeder trägt ein Mobiltelefon mit sich, darüber hinaus befinden sich in vielen Haushalten mittlerweile Tablets, ganz abgesehen von Desktop-Rechnern und Laptops zuhause und bei der Arbeit. Das hat zur Folge, dass in der Regel nicht identifiziert werden kann, ob ein Benutzer mit einem anderen Gerät oder einem anderen Browser wiederkommt. Im Prinzip dürfte man im Rahmen der Webanalyse nicht von Nutzern, sondern lediglich von Browsern sprechen. Eine Ausnahme bilden hier Seiten, die durch Logins eine eigene User ID vergeben können.

Wer also auf dem Mobiltelefon recherchiert und später auf einem Desktop- Rechner kauft, führt den Daten- und Web-Analysten in schwierige Gewässer, sofern eine Webseite nicht mit Logins arbeitet oder das System bereits eine Indikation des Cross Device-Verhaltens mitliefert. Zum einen wird der Benutzer auf dem Mobiltelefon eventuell noch Retargeting- Maßnahmen ertragen müssen, zum anderen werden Zahlen verzerrt. Denn wenn ein Benutzer auf dem Mobiltelefon nichts kauft, dann wird der eingekaufte Traffic hier unter Umständen als sinnlos angesehen, die Trafficquelle auf dem Gerät, auf dem der Abschluss statt- fand, aber als gewinnbringender. Kann ein Geräte-übergreifendes Tracking (der englische Begriff „Cross Device Tracking“ geht etwas leichter über die Lippen) nicht gewährleistet werden, so sind alle Zahlen mit Vorsicht zu genießen.

2018 führte Google Analytics Cross Device Tracking auch für Nutzer ohne Login ein; diese Daten sind aber nicht über die API verfügbar.

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