Erfahrungen mit tado: Idee gut, Rest suboptimal

Gleich vorab: Ich wünschte, ich könnte mich den Begeisterungsstürmen für tado anschließen, schließlich habe ich tado ausgesucht, weil ich wirklich glaube, dass das System mein Heizungs-Problem lösen kann. Bisher aber sind meine Erfahrungen mit tado weniger gut, und das liegt nicht am System selbst, sondern vor allem an der Hotline sowie den suboptimalen Hilfetexten.

Das Problem: Kaminofen versus Heizungssteuerung

Aber kommen wir zunächst zu meinem Heiz-Problem. In erster Linie geht es mir nämlich nicht um das Sparen von Heizkosten, wobei das natürlich ein toller Nebeneffekt wäre, sondern darum, dass mich meine gegenwärtige Heizungssteuerung wahnsinnig macht. Eingebaut wurde alles neu während einer Komplettsanierung 2013 in einem Gründerzeit-Altbau von 1870. Gastherme, Rohre, Heizungen, Thermostat, alles neu. Der Fehler lag von Anfang an darin, dass der Klempner kein wirkliches Ohr für unsere Fragen hatte, vor allem, ob es Sinn ergibt, ein Thermostat für die Gesamtsteuerung der Heizung in das Wohnzimmer zu packen, wenn 3 Meter weiter ein Kaminofen steht. Meine Anfänger-Logik: Wenn der Kamin an ist, dann denkt das Thermostat, dass es ja superwarm ist und schaltet die Therme aus. Wohnzimmer warm, Rest der Wohnung kalt. Naja, man befindet sich ja eh meistens im Wohnzimmer, ist doch egal. Und im Schlafzimmer soll man eh kalt schlafen. Während einer Sanierung hat man 1.000 Probleme, und man vertraut jedem Handwerker, der überhaupt auf der Baustelle erscheint.

4 Jahre später. Nachwuchs. Etwas mager auf die Welt gekommen. Die Hebamme sagt, dass die alte Regel mit 18 Grad Zimmerthemperatur hier nicht gilt, den Kindern fehlt der wärmende Speck. Also Heizung an. Puh. Da war ja was. Und siehe da, selbst wenn der Ofen nicht an ist, bekomme ich die Temperatur nicht so hin wie ich sie brauche. Denn das Wohnzimmer ist zum Süden ausgerichtet. Und auch wenn es heißt, dass es immer regnet in Hamburch, nee, auch hier scheint mal die Sonne, und dann brauche ich die Heizung nicht hochdrehen, es ist auch so warm im Wohnzimmer. Der Trick wäre nun, dass ich einfach die Heizung im Wohnzimmer runterdrehe, das Thermostat hochdrehe, so dass die Therme an ist und das Kinderzimmer versorgt. Aber so richtig nach Steuerung hört sich das nicht an. Eher nach Energieverschwendung.

Eine kurze Affäre mit Max!

Nächste Idee: Ich versuche es mit einem Smart Thermostat, in diesem Fall von Max!. Der nette Verkäufer von conrad empfiehlt mir dieses System, da es günstig ist. Am besten ein Wandthermometer plus die zwei smarten Heizungsthermostate, fertig ist die Laube. Das Wandthermostat soll verhindern, dass die Temperaturfühler an der Heizung von 21 Grad ausgehen, die es in der Mitte des Zimmers gar nicht mehr gibt. Zunächst glaubte, nein, hoffte ich, dass das die Lösung ist. Aber das war sie nicht. Das System war unberechenbar und heizte zum Teil hoch auf 24 Grad, obwohl es auf 19 Grad runterreguliert wurde. Und es löste mein Problem nicht. Denn wenn man doch mal den Ofen anmachen wollte im Wohnzimmer, nun ja. Dann war die Therme halt aus. So hoch konnte ich sie gar nicht stellen, dass sie auch noch das Kinderzimmer geheizt hätte.

Die Suche nach Lösungen

In den folgenden Tagen lernte ich mehr über Heizungssysteme als ich jemals wollte. Unsere Therme ist eine Remeha Tzerra 28c, die über das OpenTherm-Protokoll kommunizieren kann. Bis ich genau nachgesehen hatte war ich davon ausgegangen, dass unser Thermostat im Wohnzimmer per Funk mit der Therme kommunizierte, aber das iSense-Thermostat war tatsächlich mit einem Kabel vom Wohnzimmer mit der Therme in der Küche verbunden. Schade aber auch, sonst hätte man das Thermostat ja einfach woanders hinhängen können, wo es nicht der Hitze des Ofens ausgesetzt gewesen wäre. Eine Funkversion hätte mindestens 300 Euro gekostet. Aber ungenau wäre das immer noch gewesen.

Mein nächster Schritt war ein Aufruf bei Facebook, wer denn Erfahrung mit Smart Heating hätte. Die Resonanz war beeindruckend. tado war die Hauptempfehlung, gefolgt von elgato (fällt flach weil hier im Haushalt nicht alle ein Apple-Gerät besitzen), Max! (da gab es auch böses Contra), Coqon, Loxone (weil man da mehrere Smart Home-Geschichten auf einmal mit lösen kann anstatt für alles eine App zu haben), innogy, hydraulischer Ausgleich sowie Einwände, dass das kompletter Schwachsinn sei, überhaupt sein Heim mit sowas vollstopfen zu wollen. Manche hatten sich leider nicht die Mühe gemacht, den Thread überhaupt komplett zu lesen und kamen mit Allgemeinplätzen. Aber gut. Insgesamt eine tolle Ausbeute. Da einige Freunde gute Erfahrungen mit tado gemacht hatten, schaute ich mir dieses System genauer an.

Erste unangenehme Erfahrungen mit tado

Meine Recherche zeigte, dass tado tatsächlich die Lösung für mein Problem sein könnte, denn anscheinend kann hier ein Heizungsthermostat direkt bei der Therme mehr Power verlangen. Im MediaMarkt sah ich am späten Samstag Nachmittag das komplette Set, und da es noch nicht 18 Uhr war, dachte ich, dass ich das Angebot der tollen Hotline ja ausprobieren könnte. Kann das Smart Thermostat von tado mit der Remeha Tzerra 28c umgehen? Im Netz nur widersprüchliche Infos. Auf der deutschen Seite wurde Remeha gar nicht aufgeführt, auf der niederländischen Seite schon. Schade. Es ging niemand dran. Auch keine automatische Nachricht. Also habe ich das Set im Laden stehen lassen.

Am Montag rief ich dann gleich morgens bei tado an. Und diesen Anruf werde ich so schnell nicht vergessen. Bevor ich meinen ersten Satz überhaupt zuende bringen konnte, wurde ich schon unterbrochen. “Haben Sie ein Thermostat oder…” und so weiter. Keine Chance, mein Problem zu schildern. Auch als ich den Herrn darauf aufmerksam machte, dass ich gerne erst mal ausreden möchte, wurde ich sehr unhöflich in die Schranken gewiesen. Irgendwann konnte ich dann doch mein Problem schildern, und nun musste der forsche Telefonverkäufer doch einsehen, dass es vielleicht besser gewesen wäre, mich erst reden zu lassen. Nein, er könne nicht garantieren, dass das mit meiner Remeha-Therme funktioniere. OpenTherm ginge auch bei anderen, und in 95% aller Fälle blablabla. Ja. Steht auch auf der Webseite. Ich hätte mir den Anruf sparen können und gleich im MediaMarkt kaufen. Da kaufe ich zwar ungern, denn die vielzitierte Beratung fokussiert sich ja auf die Geräte, die gerade palettenweise im Lager stehen, aber die extra Marge und vielleicht auch den Sales-Bonus gönne ich tado in diesem Fall nicht.

4 Tage später wurde das Paket losgeschickt, zusammen mit einer Mail inklusive Rechnung mit Zahlungsziel am gleichen Tag. Auch nett. Ware noch nicht da, aber bitte sofort bezahlen. Anruf bei der Hotline zwecklos. Aber dem Social Team von tado, das auf twitter geantwortet hat, hier ein fetter Dank, denn sie haben das Problem kurzfristig und kompetent gelöst. Natürlich habe ich 14 Tage Zahlungsziel. Dass das Produkt erst 4 Tage später hier ankam ignoriere ich jetzt mal. Aber die Interaktion mit dem Social Team war bis dahin meine einzige gute Erfahrung mit tado.

Erfahrungen mit tado: Die Installation

tado Installationsanleitung
So soll es aussehen

Ganz einfach sei die Installation, und in weiten Teilen unterschreibe ich das auch. Apple-like. So kannte das Setup auch meine Konstellation von iSense und Remeha Tzerra 28c. Warum wusste das nur nicht der arrogante Typ von der Hotline? Schade nur, dass diese supereinfache Installation dazu führt, dass man davon ausgeht, dass wirklich jeder Schritt so einfach ist. Wenn alles schon für Doofe gemacht zu sein scheint, dann kann man es nicht glauben, wenn es mal nicht so ist. Und dann hakt es manchmal doch.

So soll man einfach nur den blauen Papierstreifen aus dem Batteriefach rausziehen, wenn man das Thermostat umdreht. Bei mir sah das  allesganz anders aus. Ich sah keinen blauen Streifen. Wer hätte auch gedacht, dass ich dazu das Case erst öffnen muss? Stand da glaube ich nirgends. Aber irgendwann kam sogar ich darauf. Nur steht auch nirgendwo, wie man das Case öffnet. Natürlich will man so ein teures neues Gerät nicht gleich zerstören.

tado Thermostat
So sah es bei mir aus: Wo ist der blaue Papierstreifen zur Aktivierung?

Einige Punkte werden auch so selbstverständlich formuliert, dass man zum Beispiel tatsächlich auf die Idee kommt im Karton zu schauen, wo der Phasenprüfer ist. Denn wenn von “dem Phasenprüfer” gesprochen wird, dann gehe ich davon aus, dass der mitgeliefert ist, ansonsten hieß es ja “ein Phasenprüfer”. Ist er aber nicht oder er fehlte bei mir (anscheinend ist der nur in der Version 2 dabei gewesen?). Man wird auch nirgends vor der Installation darauf hingewiesen, dass man diesen benötigt. Schade eigentlich. Mitten in der Installation merkt man dann, dass man abbrechen kann, denn anscheinend ist die Installation ansonsten lebensgefährlich (ich hab das dann anders gelöst, denn die iSense kann nur dann ohne Batterie leben, wenn sie Strom von der Therme bekommt, und mit abgeklemmter Sicherung konnte die Therme auch nix weitergeben. Dies ist aber kein Tipp, bitte nicht nachmachen!). Oder man dachte sich, wenn man schon auf der Packung erwähnt, dass ein Phasenprüfer benötigt wird, dann kaufen manche das Produkt nicht, weil sie gar nicht wissen, was ein Phasenprüfer ist. Besser sie merken erst während der Installation, dass sie einen brauchen, denn dann haben sie schon gekauft und sind so weit mit der Installation, dass sie das Gerät nicht mehr zurückschicken werden. Um 22 Uhr, als ich mit der Installation anfing, hätte ich auf jeden Fall keinen Phasenprüfer mehr bekommen können. Abgesehen davon ist der “Lügenstift”, wie er auch genannt wird, kein ausreichendes Hilfsmittel. Aber das ist ein anderes Thema.

Erfahrungen mit tado: Installation nicht ganz so einfach :-)
Tado – Nicht fachgerecht angebracht

Nach dem alles einigermaßen angebracht war (um 22:30 fehlte mir leider noch etwas in der Wand, woran ich das Smart Thermostat hätte befestigen können, aber Gaffa-Tape ist Dein Freund), war die positive Überraschung zunächst, dass ich es anscheinend tatsächlich geschafft hatte, nichts zerstört zu haben, das Thermostat konnte tatsächlich die Therme steuern. Nur das Warmwasser war abgeschaltet. Und da ist auch schon wieder ein Kritikpunkt: So richtig erklärt wird das mit der Warmwassersteuerung nicht. Und das zieht sich über alle Hilfetext hin, alles ist einfach nur oberflächlich behandelt. Die Hilfe-Funktion ist keine Hilfe, denn die Inhalte dort sind so allgemein, dass man auch genau so gut auf sie verzichten könnte. Während der Installation ist die ganze Zeit ein gelber Reiter mit einem Telefonsymbol rechts im Fenster zu sehen, aber klickt man darauf, findet man keine Hilfetexte, die zu dem jeweiligen Stand der Installation passen. Kaum ein Text hat ausreichend Tiefe.

Ebenso verstehe ich nicht, warum ich nicht sagen kann, dass das Thermostat nun im Wohnzimmer ist, wo auch noch zwei Smart Heizkörperthermostate sind? Wäre doch toll, wenn die sich synchronisierten? Aber nun steht da einfach nur “Heizung” und “Wohnzimmer”, und die zeigen unterschiedliche Temperaturen an (was kein Wunder ist, denn von den Heizungen am Fenster zum Thermostat an der Wand sind es wieder drei Meter, und da geht etwas an Temperatur verloren). Ein Anruf bei tado, dieses Mal bei einem sehr hilfsbereiten Mitarbeiter, bringt die Lösung: Er könne das zusammenfassen, aber eigentlich ist es auch egal. Auch die Tatsache, dass die Heizung auf 20° eingestellt ist, das Kinderzimmer auf 21° sei kein Problem, das Heizungsthermostat darf dennoch bei der Heizung eine höhere Temperatur abfragen. Sehr nett. Das mit dem Warmwasser wurde nicht so wirklich erklärt. Und während der Wartezeit in der Hotline-Warteschleife habe ich dann auch die Abdeckplatte gefunden, die im Shop nicht zu finden ist (sie findet sich unter diesem Link hier; der besserwisserische Verkäufer bei meinem ersten Telefonat wusste doch alles besser, warum hatte er diese Platte nicht gleich mitempfohlen?). Vielleicht poste ich dann mal ein Foto, wie das alles in gut installiert aussieht.

Noch ein Kritikpunkt, den ich bei meinen Erfahrungen mit tado gemacht habe: Das Einrasten der Heizkörperthermostate bei der Installation funktioniert nur so suboptimal, bei manchen Thermostaten benötigte ich mehrere Versuche.

Fazit Erfahrungen mit tado

Das System ist gerade erst installiert, ich kann also noch keine Langzeiterfahrungen bieten. Diese werde ich nachliefern. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass sich die Anschaffung nicht so schnell amortisieren wird. Wir geben im Jahr weniger als 750€ für Gas aus, selbst wenn tado ein Drittel davon einsparen würde, dann müssten mehr als 2 Jahre ins Land gehen, um das Smart Thermostat und die 4 Smarten Heizhörperthermostate wieder raus zu haben. Und hier ist noch nicht eingerechnet, dass ein Teil des Gases für Warmwasser draufgeht, und da werde ich nicht in den Einstellungen rumpfuschen. Ich will nicht morgens um 4 unter der Dusche stehen, weil ich einen frühen Flieger habe, und dann noch mal zum Handy laufen müssen, um das Warmwasser einzuschalten. Vor allem nicht, solange man nachts von zwei kleinen neuen Erdbürgern wachgehalten wird und dann vielleicht auch mal warmes Wasser zum Händewaschen braucht nach dem Wickeln (wer hätte gedacht, dass kleine Jungs so weit… aber lassen wir das).

Erfahrungen mit tado: So siehts aus, wenn die Verbindung mit dem Server nicht funktioniert :(
Erfahrungen mit tado: So siehts aus, wenn die Verbindung mit dem Server nicht funktioniert 🙁

Ein großer Kritikpunkt meinerseits: Warum muss alles in der Cloud sein? Alle Einstellungen werden an tado übertragen, wenn der eigene Internetzugang ausfällt, dann ist Schluss mit dem intelligenten Heizen. Und es muss nicht mal der eigene Internetzugang sein, denn auch tado selbst kann Probleme mit dem Server oder dem Rechenzentrum haben (jaja, da gibt es Redudanzen, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich sowas immer gut anhört und im Ernstfall auch mal schief gehen kann). Auf dem Foto links sieht man wie es in der App aussieht, wenn mal gerade keine Verbindung möglich ist. Angeblich lag es in diesem Fall an meiner Internetverbindung, bei der Internet Bridge blinkte die Cloud-LED (die Bridge versucht die tado-Server zu erreichen). Tatsächlich konnte ich über den gleichen Internetanschluss die tado-Support-Seiten ansteuern, so dass es wohl weniger an meinem Internetanschluss lag. Die tado-Server liefen laut Status-Seite normal. Angeblich können die Geräte bei einem Internetausfall dann noch manuell gesteuert werden. Aber die erste Woche meiner Erfahrungen mit tado war auf jeden Fall eher gemischt.

Ob es tado in zwei Jahren noch gibt? Ich weiß es nicht, ich hoffe es, denn ansonsten habe ich einfach nur viel Geld für nicht mehr benutzbaren Elektroschrott ausgegeben. Die Synchronisierung ist abhängig von tado-Servern. Meine Hoffnung wäre dann, dass eines der etablierten Energie-Unternehmen die Chance erkennt und die Innovation kauft. Fraglich ist für mich auch, wie lange tado überhaupt seine Cloud noch kostenlos anbietet; irgendwann wird man wohl auch hieraus einen Abo-Dienst machen. Ansonsten verstehe ich das Business-Modell nicht: Wie kann man einen kostenlosen Sync-Server betreiben, wenn man nur einmalige Einnahmen durch den Verkauf der Hardware hat?

Die App fühlt sich gut an. Das Wissen, jetzt wirklich die Temperaturen in jedem Zimmer steuern zu können, entspricht dem, was ich von der heutigen vernetzten Welt erwarte, und tado hat das gut umgesetzt. Zu einem stolzen Preis. Bei einem Preis von 70-80€ pro Heizkörperthermostat überlegt man sich schon genauer, ob man wirklich alle 12 Heizkörper in der Wohnung damit ausstattet. Dann wäre ich bei einem Preis von über 1.000€ insgesamt, und dann bräuchte tado mehr als 4 Jahre, um das Geld wieder reinzuholen. Bis dahin gibt es wahrscheinlich schon wieder bessere Systeme. Und auch wenn alle Komponenten wertig aussehen (meine Frau findet sie auf jeden Fall schicker als die Komponenten von Max!), sie fühlen sich nicht unbedingt wertiger an. Anschauen ja, anfassen nicht unbedingt. Da fühlt es sich eher nach billigem Plastik an.

Erfahrungen mit tado: Ortsabhängige Steuerung
Schaltet die ortsabhängige Steuerung die Heizung runter, ändert sich der Hintergrund von gelb auf grün.

Wie gut das mit der ortsabhängigen Steuerung funktioniert wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Bisher hatten wir erst einen Tag, wo keiner von uns beiden zuhause war, und da wurde die Heizung brav runtergeregelt. Allerdings hatte entweder das Handy oder die tado-App selbst Probleme damit, mich korrekt zu orten, denn selbst als ich in einer Nebenstraße parkte war ich immer noch außerhalb der Ringe. Google Maps zeigte meinen korrekten Standort, in den Einstellungen der tado-App gehörte die Nebenstraße definitiv zur Home-Zone. Erst kurz vor der Haustür schaltete sich der Hintergrund von grün auf gelb. Wäre ich S-Bahn gefahren (in Hamburg führt die S-Bahn z.T. unterirdisch und die U-Bahn z.T. oberirdisch), dann hätte ich das verstanden. Aber ich fuhr mit einem DriveNow und war ganz gespannt, wann das System umschaltet. Dieser Test wurde nicht bestanden.

Interessant auch, dass mir die App für November bereits eine Ersparnis von 11% bescheinigt. Ich hatte das Smart Thermostat und 4 Heizkörper-Thermostate für zwei Räume am 27.11. installiert, es gab also nur 4 Tage und nur einen Teil der Räume, in denen das tado-System installiert war, und trotzdem will man 11% gespart haben? Das würde mich extrem wundern.

Liebe tado-Führung: Schult bitte Eure Verkaufskollegen am Telefon, dass man den Kunden nicht über den Mund fahren sollte, wenn diese noch nicht einmal den ersten Satz zur Hälfte aussprechen konnten. An Unfreundlichkeit war das kaum zu überbieten. Und wie schon gesagt: die Hilfe-Seiten sind wirklich suboptimal. Würde tado nicht nur Marketing-Blabla in den Hilfe-Teil der Seite schreiben, dann könnten sie eventuell auch den Support entlasten. Aber so ist es kein Wunder, dass man da anrufen muss. Dass die Installation an einer Remeha-Therme funktioniert, hätte man doch auch auf die Seite schreiben können. Hätte mir einen ziemlich doofen Anruf erspart und tado einen Blogartikel, der die Freundlichkeit der tado-Mitarbeiter kritisiert.

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