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Tom Alby

Erfahrungen aus 2 Jahren als AirBnB-Vermieter

2017-08-14


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Zwei Jahre lang haben wir unsere Wohnung mit Gästen aus einer Vielzahl von Ländern geteilt, und nach über 100 Gästen ziehen wir uns jetzt aus der AirBnB-Vermietung zurück. Wir hatten keine 500 Gäste wie Liz, waren aber fast durchgehend “Superhost”, wie die AirBnB-Vermieter mit den besten Bewertungen bezeichnet werden. Unsere Erfahrungen sind nicht nur interessant für angehende AirBnB-Vermieter, sondern auch für Reisende, die ihren Vermietern möglichst wenig auf den Keks gehen wollen.

Die meisten Gäste lesen die Beschreibung nicht – und auch sonst nichts

Die häufigste Frage war, ab wann man einchecken kann. Steht sehr klar in unserer Beschreibung auf der AirBnB-Website, auch werden die Checkin-Zeiten per Formular von AirBnB abgefragt und sind daher immer im gleichen Abschnitt bei AirBnB zu finden. Da wir beide berufstätig sind, haben wir den Checkin erst ab 19 Uhr anbieten können. Das war regelmäßig ein Diskussionsthema, da viele Gäste früher einchecken wollten, den Text nicht gelesen hatten und dann fragten, ob sie wenigstens die Koffer abstellen können. Nein, denn wir sind ja berufstätig und daher nicht da, steht alles in der Beschreibung. Egal wie explizit ich dies in unserer Beschreibung erwähnte, es wurde nicht gelesen.

Genauso erstaunlich waren die Fragen, wo denn die Wohnung sei oder wo man denn klingeln müsse. All diese Informationen stehen in der Buchungsbestätigung. Besonders schön, wenn die Gäste dann einfach irgendwo klingeln nach Mitternacht und unsere Nachbarn mit dem kleinen Baby wecken. Zwischendurch ging ich dazu über, den Gästen nach der Buchung eine Beschreibung zu schicken, aber auch diese wurde nicht gelesen.

Fragen, ob man denn Bettwäsche oder Handtücher mitbringen müsse, waren auch schon bei AirBnB geklärt, wenigstens hier konnten wir Gästen eine Freude machen. Dumm nur, wenn dann hinterher in der Bewertung steht, dass ein Fernseher im Zimmer gefehlt hat… dabei steht auch das ganz klar bei AirBnB drin, dass es keinen gibt. Wir sind verdammt noch mal kein Hotel, aber wir mussten die schlechtere Bewertung dafür schlucken, dass jemand anders nicht lesen konnte oder wollte.

Von Stehpinklern und One-Night-Stands

Auch hatten wir nach den ersten Erfahrungen gemerkt, dass wir zumindest ein paar “Regeln” aufstellen sollten. Unvergessen der junge Mann, der einen Einzelgast zu uns bringen wollte und dann am nächsten Morgen Schwierigkeiten hatte, aus der Wohnung zu kommen, also irgendwie mit der Dame im Bett gelandet war. Ist ok, kann passieren, aber irgendwie würde man ja schon gerne wissen, wer in der eigenen Wohnung übernachtet.

Einen Mediziner aus Portugal haben wir aus der Wohnung geworfen, weil er sich geweigert hatte, im Sitzen zu pinkeln. Dass man keine nassen Handtücher auf Polstermöbel legt sollte eigentlich auch jedem klar sein. Der WLAN-Router meldete irgendwann, dass erfolglos versucht wurde auf gesperrte Seiten zuzugreifen (und niemand möchte, dass von der BPjM gesperrte Seiten vom eigenen Internetanschluss aufgerufen werden, vor allem nicht in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung). Mit der Zeit läpperten sich die Erfahrungen, die wir schriftlich fixiert hatten und in einem netten kleinen Handbuch mit anderen Tipps für die Umgebung auf die Kommode im Zimmer hingelegt hatten, zusammen mit dem WLAN-Passwort. Die Erfolgsquote war gering (nur das WIFI-Passwort wurde gefunden). Also haben wir die Regeln beim Checkin jedes Mal erläutert. Und auch das hat nicht immer genützt.

AirBnB-Vermieter: Arbeit, viel Arbeit

Nach wenigen Wochen entschieden wir uns, dass wir keine Gäste mehr für nur eine Nacht annehmen würden, 2 Nächte waren nun das Minimum. Es war einfach zu viel Arbeit und zu viel Aufwand, das alles zu koordinieren. Die Bettwäsche musste gewaschen werden, der Raum sowie die Bäder komplett gereinigt, das bedeutet, dass man jeden Tag wäscht, aufhängt, putzt etc., und das alles in der kurzen Zeit zwischen Nachhausekommen und Gäste-Checkin. Eine Zeitlang hatten wir eine Haushaltshilfe, die das übernehmen konnte zwischen Checkout der einen und Checkin der anderen Gäste, aber auch nicht immer, und dann stand man da mit einem Problem. Zwar kann man auch automatisch einen Tag Pause einlegen lassen zwischen zwei Buchungen, aber gerade wenn jemand von Montag bis Freitag bleibt, dann will man das Wochenend-“Geschäft” nicht dadurch kaputt machen, dass man erst am Samstag wieder vermieten kann. Das Wochenende bringt in der Regel mehr Geld.

AirBnB weist nun in regelmäßigen Abständen darauf hin, dass man mehr Geld verdienen könnte, wenn man Buchungen für nur eine Nacht zuließe. Leider kann man diese Benachrichtigungen nicht abschalten. Ebenso wenig wie den Hinweis, dass man mehr Buchungen bekäme, wenn man ein bestimmtes Wochenende freigibt, das wir für private Gäste gebucht hatten, oder dass man doch 5€ mit dem Preis runtergehen solle, um noch mehr Buchungen zu bekommen. AirBnB ist eine Optimierungsmaschine, aber nicht immer zum Vorteil des Vermietenden. Das Dynamic Pricing ist nett, aber in Hamburg ist es nun mal so, dass im Winter Flaute und im Sommer dafür umso mehr los ist. Unter 40€ pro Nacht ergibt es keinen Sinn zu vermieten, der Stundenlohn ist dafür zu niedrig. Ganz abgesehen davon entstehen auch Kosten, Strom, Wasser, und natürlich geht auch mal was kaputt. Und hier kommen wir zu einem großen Nachteil: Die meisten Gäste haben eine andere Beziehung zu der Wohnung als wir, hier wird weniger Rücksicht genommen auf weiße Wände, Holztüren, Klodeckel usw. Diese Schäden sind nicht versichert, auch wenn AirBnB etwas anderes kommuniziert.

Von Sofortbuchungen und Ablehnungen

Neben den logistischen Herausforderungen ist man zusätzlich damit beschäftigt, den Schriftverkehr zu regeln. Nachfragen. Vorfragen. Manchmal kommen mehrere Anfragen pro Stunde. Von der Sofortbuchung sind wir irgendwann abgekommen, aber auch ohne diese Funktion bekommt man genug Anfragen. Klar ist es für die Gäste schöner, wenn sie einfach buchen können. Aber wir hatten trotz der Voraussetzung, dass ein Gast schon eine gute Bewertung haben musste um sofort buchen zu können, einfach kein gutes Gefühl bei der Sofortbuchung. Nach den Erfahrungen der ersten Monate schauten wir uns etwas genauer an, wer zu uns kommt, wobei das in der Regel auch nicht viel nützte. Aber schwieriger war die Koordination, wenn zum Beispiel jemand buchen wollte, aber noch eine Info brauchte, und dann in der Zwischenzeit eine andere Buchungsanfrage für den gleichen Zeitraum kam, die für uns weniger lukrativ gewesen wäre, aber einfach ablehnen kann man halt nicht bei AirBnB.

Wir haben nur wenige Anfragen abgelehnt, kein Wunder, man muss das immer detailliert begründen. Im Zweifel gingen wir immer vom Positiven aus. Kleiner Tipp für alle AirBnB-Reisenden: Ein Foto mit Füßen auf dem Tisch lädt nicht dazu ein der Liebling eines AirBnB-Vermieters zu werden. Als Nachricht bei der Buchungsanfrage nur “Schlagermove” zu schreiben lädt auch nicht dazu ein angenommen zu werden. Ein nett geschriebener Text ist auf jeden Fall hilfreich. Etwas mehr Arbeit für den Gast, aber dafür bei uns ein besseres Gefühl, dass man sich nicht irgendein Arschloch in die Wohnung holt.

Update: Im Juli 2018 haben wir noch mal ein Zimmer angeboten für ein Wochenende, was auch sofort angefragt wurde. Leider erlaubt AirBnB nun nicht mehr, die Bewertungen der Reisenden zu sehen, es sei denn, man bietet Sofortbuchungen an. Man weiß also nicht, wen man sich ins Haus holt. Das ist Erpressung, nur damit AirBnB die Sofortbuchungen durchdrücken kann.

_Nett auch die neuen Stornierungs-Bedingungen, die man auf dem Bild links sieht. Für uns bedeutete dieser erneute kleine Ausflug zu AirBnB, dass wir uns nach Alternativen umschauen werden. AirBnB wird es nicht mehr sein. _

Noch mehr Arbeit: Das Leben als “Herbergsvater”

Mit der Zeit erlebt man einiges mit Gästen. Wir hatten wie geschrieben ein kleines Handbuch erstellt, was man alles in Hamburg erleben kann, wo nette Cafes und Restaurants sind usw. Zusätzlich hatten wir Stadtpläne bereitgestellt sowie alles, was man auf einer Reise vergessen kann, vom Ohrstöpseln über Sonnencreme bis hin zu Schlafmasken. Aber viel spannender waren die Erlebnisse, auf die man nicht vorbereitet ist: Das Bett hält bestimmte Bewegungen nicht aus :-), das Visum für den Anschlusstrip ist ungültig und alles ist ausgebucht, “wichtige” Medikamente wurden zuhause vergessen, das Netzteil fürs Handy explodiert, der Freund kommt nicht wie erwartet zu Besuch, man hat sich gerade getrennt und muss sich eine eigene Bleibe suchen, der Magen ist verdorben, die Schlüssel wurden gestohlen, auf dem Kiez wurde man abgezockt, es war wirklich alles dabei… irgendwie haben wir immer eine Lösung gefunden, und sei es, dass jemand auf unserem Sofa übernachtet hat. Wir haben uns als Botschafter unserer Stadt und unseres Landes angesehen, und wir haben versucht jeden willkommen zu heißen und ein Beispiel guter Gastfreundschaft zu sein.

Das wurde leider auch manchmal so ausgenutzt, dass die Freude daran, anderen Gutes zu tun, gefährdet war. Für die allerersten Gäste zum Beispiel hatten wir uns ein Bein ausgerissen, wir wollten alles richtig machen. Sie waren selber AirBnB-Vermieter, beschädigten aber etwas bei uns, waren sehr fordernd, hielten sich an keine Absprache, und gaben uns trotz allem nur 4 Punkte. Das war kein guter Anfang. Es war mehr als ein Gast dabei, durch den man sich überlegte, ob man wirklich weiter machen will.

Dann auch noch Gäste, die einfach nur kamen und gingen und kaum ein Wort verloren. Bei uns um die Ecke ist ein Schulungszentrum, so dass wir oft unter der Woche Gäste hatten, die dort an einem Seminar teilnahmen. In der Regel sehr nette Flugbegleiter, dann aber auch Geschäftsleute, für die es wohl kein Hotelzimmer mehr gab und denen unser Standard zu niedrig war.

Kleine Tricks, große Wirkung

Bei einem eigenen Aufenthalt in einem AirBnB fanden wir in unserem Zimmer Wasser und Obst. Tolle Idee, haben wir gleich kopiert. Gerade wenn man eine längere Reise hinter sich hat ist das ein tolles Willkommen. Kostet wenig, bringt aber viel, auch wenn manche Gäste nichts davon antasten (warum eigentlich nicht?). Dann begannen wir, den Gästen ein kleines Stück Bio-Schokolade auf das Kopfkissen zu legen. Geringe Investition, aber auch eine Geste, die von den meisten Gästen wohlwollend aufgenommen wurde. Für Kinder haben wir ein Hamburg-Buch für Kinder zum Ausleihen. Von Gästen vergessene Sachen wie Shampoo etc heben wir auf für Gäste, die ihres vergessen haben. Aber wir haben auch schon mal ein Duschgel aufs Dockville gebracht.

Natürlich wollen wir mit der Vermietung auch Geld verdienen. Ein Hotelier-Gast riet uns dazu, die besonders attraktiven Zeiten (Hafengeburtstag, Silvester, etc) erst kurz vor knapp bei AirBnB freizugeben. Das hat zum Teil auch funktioniert. Fühlt es sich komisch an, dass wir dann pro Nacht 50% mehr verdienen durch das Dynamic Pricing von AirBnB? Ja, etwas. Aber, ganz ehrlich, auch mit 75€ pro Nacht für 2 Personen ist unsere Unterkunft noch nicht wirklich teuer, vor allem bei der Lage und dem Standard. Demgegenüber steht die alleinerziehende Mutter, der wir ein besonderes Angebot gemacht haben, damit sie sich den Aufenthalt bei uns leisten konnte.

Die andere Seite: Unglaublich tolle Erinnerungen

Fast alle schlechten Erfahrungen wurden durch ganz tolle Gäste herausgerissen, zu einigen haben wir heute noch immer Kontakt, und vor allem unsere ersten Langzeitgäste vermissen wir immer noch. Es war eine tolle Zeit mit ihnen, wie eine gute WG, in der man sich näher kennen lernte. Mit manchen Gästen ist man auf den Kiez gegangen, wenn ich Zeit hatte, dann gab es auch eine Führung durch Altona oder St. Pauli. Die meisten Gäste waren superdankbar dafür und hatten etwas Besonderes erlebt. Das war für uns eine tolle Belohnung, und ich möchte genau diese Erfahrungen nicht missen. Genau deswegen würde ich es wieder tun. Aber nun genießen wir es erst einmal, unsere Wohnung für uns zu haben. Und wenn wir wieder anfangen zu vermieten, dann eben nicht mehr bei AirBnB.

Kommentare (seit Februar 2020 ist die Kommentarfunktion von meinem Blog entfernt):

Thomas says

  1. April 2018 at 08:01 Der Zusammenfassung nach zwei Jahren Airbnb Host kann ich nur zustimmen!!!

Linda+Charly says

  1. Mai 2018 at 10:13 Wir stimmen uneingeschränkt zu! Noch 2 bestätigte Buchungen haben wir jetzt im Juni zu überstehen und dann sind wir heilfroh, unser Haus wieder für uns zu haben. Was uns wirklich auch nervt ist, wie penetrant Airbnb sein kann – mit wirklich dummen Hinweisen.

Grote says

  1. Juni 2018 at 12:54 Ich kann voll und ganz zustimmen. zusätzlich bin ich noch auf den Plattformen Booking.com und Expedia, bei denen klappt es besser und ist professionell.

Ich möchte noch einen negativen Kommentar über Air BnB HEUTE abgeben, Unterlagen als Beweis kann ich nachreichen.

NIE mehr AirBnB!!

AirBnB hält Haftungsgarantie Versprechen nicht ein und die angeblich sichere Verifizierung von Gästen funktioniert nicht.

Ich veröffentliche diesen Artikel, da AirBnB durch einen Gast, der mit seinem Foto und Ausweispapieren einer anderen Person eine positive Verifizierung abgeschlossen hat, obwohl hier nichts zusammenpasst. Aufgrund dieser Verifizierung, die als sicher gekennzeichnet ist, habe nicht nur ich großen Schaden erlitten, auch andere Vermieter wurden abgezockt.

AirBnB wirbt damit, sämtliche Schäden mit einer Art Garantie für Vermieter abzudecken. Hierzu habe ich zunächst den Schaden an AirBnB mit einer Preisschätzung gemeldet. Nach 3 Wochen und einem vielfältigen Schriftverkehr, Anrufen und einer Zermürbungstaktik von AirBnB erhielt ich dann einen kleinen Teil meines geschätzten Schadens zurückerstattet, der tatsächlich über Belege eingereichte Schaden wurde jedoch abgewiesen mit dem Kommentar „wir distanzieren uns nun von dem Gespräch…“, nach dem Motto: Komm klar mit dem was du hast!

Das fatale, auf der Plattform AirBnB ist der betrügerische Account trotz mehrmaligen Warnungen an AirBnB noch aktiv, es häufen sich mittlerweile die Beschwerden von geschädigten Leuten, die ihre Wohnung oder Zimmer anderen zur Verfügung stellen.

Ich habe 3 Mahnungen und 2 Einschreiben nach Irland gesendet, mit der bitte um Statement, Erstattung meines Schadens und einer ausführlichen Dokumentation des Sachverhaltes mit einer Fristsetzung. Von AirBnB kam bis heute keine Antwort. Auch die Androhung das Portal als Vermieter zu verlassen oder der Hinweis, dass ein Betrüger auf der Plattform sein Unwesen treibt führt zu keiner Reaktion.

Fazit: AirBnB nimmt billigend in Kauf, dass Unterkunftsvermieter geschädigt werden, da das Verifizierungsverfahren wissentlich nicht sicher ist, allerdings mit 100% Sicherheit geworben wird. Außerdem wird eine Schadensübernahme garantiert, die nicht eingehalten wird und Vermieter allein gelassen werden, zermürbt werden und letztendlich auf dem Schaden sitzen bleiben.

Barbara Schäfer says

  1. Juni 2018 at 07:46 Auch wenn ebenfalls die manchmal nervige Erfahrung gemacht habe, das die meisten Gäste den Beschreibungstext einfach nicht lesen, habe ich erfreulicher Weise fast ausschließlich positive und tolle Erfahrungen und Erlebnisse mit Gästen gemacht. Gerade aus der aufregenden Anfangszeit sind die Kontakte bis heute erhalten und sogar langjährige Freundschaften entstanden. Mein Problem ist, dass ich mich mittlerweile von airbnb selbst genervt fühle: mit den standardisierten Hinweisen, das Bett frisch zu beziehen und frische Handtücher bereitzulegen… Aktuell bekam ich trotz Superhost Status den Hinweis das ich die Mindestanforderungen nicht erfülle und es wird damit gedroht dass das inserat entfernt wird, wenn sich nichts ändert. Ich hatte eine viermonatige Pause eingelegt weil ich die Wohnung einfach mal nur für mich haben wollte… die Bewertungen meiner Gäste lassen durchaus Rückschlüsse zu, wie sehr ich mich um das Wohlbefinden meiner Gäste sorge. Und ich finde es wirklich auch ganz schön aufwendig, auch während der Vermietung die Wohnung immer in einem pikobello tadelosen Zustand zu halten. Aber es macht mir einfach auch richtig viel Freude Gäste zu empfangen und ich bin immer noch vor jedem neuen Gast aufgeregt, nervös und gespannt – das alles klappt, wir beide zufrieden sind und so weiter. Für mich sind nicht die Gäste das Problem, deshalb habe ich aus aktuellem Anlass mal im Netz geschaut… Vielen Dank für diesen Bericht – Ich kann in vielen Punkten nur zustimmen.

Gottschalk says

  1. August 2018 at 21:25 Absolut stimmig, ihr Bericht, selbst deren Mitarbeiter stimmen ihnen da zu, dass die Zustände bei AirBnB für Gastgeber unerträglich sind, Wie kann es sein, dass ein Gast der alle Regeln bricht, dennoch Sterne verteilen darf ? Er mag eine schriftliche Bewertung abgeben dürfen, da kann man ja Stellung zu nehmen, aber bei grober Nichteinhaltung der vom Gastgeber formulierten Regeln durch den Gast….Sterne ! Unanständig. Bei Nichteinhaltung der vom Gastgeber formulierten Regeln durch den Gast erfährt man durch AirBnB einen schier endlosen Schriftverkehr. Anträge für die Übernachtung zusätzlicher Personen und Kaputtgegangenes müssen für den selben Gast extra gestellt werden. Schriftverkehr noch dazu in Kombination mit zahlreichen Anrufen von AirBnB Mitarbeitern, die unterschiedlich akzentuiert und talentiert Englisch sprechen obwohl sie als Gastgeber nach entsprechender Erfahrung „Anrufe nur in Deutsch“ zulassen, Abfragen und Warteschleifen und ein immerwährendes Bitten um Kompromisse und Zugeständnisse zum Gastwohl. Wer es nötig hat ……wird sich als Gastgeber der Zermürbungstaktik von AirBnB hingeben müssen…lange hält man das nicht durch.

Fany says

  1. August 2018 at 10:54 Ich kann nach einer – glücklicherweise sehr kurzen – Erfahrung mit airbnb auch nur zustimmen. Die ‚Strafe‘ von 50 Dollar Abzug bei der nächsten Auszahlung wegen eines Stornos (innerhalb von 24 Stunden, weil wir die Wohnung doch selbst brauchen ) ist einfach nur unverschämt. Wir haben das Inserat sofort wieder deaktiviert und kämpfen noch um die Löschung des Accounts, welcher verweigert wird mit der Begründung, es stünden noch Buchungen aus ( völliger Quatsch, nur eine Anfrage und die haben wir nicht bestätigt ). Anfragen kann man nicht ablehnen obwohl es zugesichert wird und die Kaution bekommt man nicht ausgehändigt (geht gar nicht ). Ich kann nur abraten.

Kurt Klawischnigg says

  1. September 2018 at 15:04 Nur im Sitzen pinkeln? Seid Ihr sicher, daß Ihr nicht noch auch andere Probleme als AirBnB habt…?

Tom Alby says

  1. September 2018 at 19:38 Wenn es für Dich ein Problem darstellt, sich als Gast danach zu richten, dass der Gastgeber keine Stehpinkler will, dann hast Du bei AirBnB nix verloren und musst in eine Hotel gehen.

Stefanie K. says

  1. September 2018 at 16:52 Ich habe – nachdem ich heute alle freien Termine meines Zimmers blockiert habe und entschieden habe, nach der einen noch offenen Buchung NIE wieder über Airbnb zu vermieten – diesen Post und die Kommentare gefunden und mich richtig „getöstet“ gefühlt. Also habe nicht nur ich so komische Erfahrungen gemacht! Wir haben über 1 1/2 Jahre vermietet, anfänglich waren wirklich einige nette Begegnungen dabei und haben uns Spaß gemacht. Aber im Laufe der Zeit haben die negativen Erfahrungen überhand genommen. Leute, die die Beschreibung nicht lesen und dann über das, was dort ganz klar beschrieben ist, meckern. Leute, die die Anfahrtsbeschreibung nicht lesen, bis zum Haus vofahren (ist verboten, da steht auch ein Schild und ich weise immer darauf hin), nachts den Motor minutenlang im Wohngebiet den Motor laufen lassen, nachts bei Nachbarn klingeln und fragen, wo wir wohnen, weil sie nicht lesen, was wir ihnen geschrieben haben. Also Leute, die uns auch noch Ärger mit unseren Nachbarn machen. Leute, die angeben, zu einer bestimmten Uhrzeit zu kommen, dann aber erst um Mitternacht (last Check in 21h) aufschlagen, wenn wir normalerweise schon lange schlafen, dann kein Verständnis haben, dass man einfach nur noch müde ist… Leute, die im Winter das Haus verlassen und im EG sperrangelweit ein Fenster offen lassen… Leute, die kaum „Hallo“ und „Tschüß“ über die Lippen bringen, sich im Zimmer verziehen und stundenlang Filme streamen oder via Skype telefonieren. Leute, die sich beschweren, dass bestimmte Seiten im Netz bei uns blockiert sind. Und Leute, die mitten in der Nacht lauten Sex haben und dann gegen 3 Uhr früh duschen gehen – da kann man in seinem eigenen Haus nicht mehr schlafen. Wo ist die Rücksichtnahme hin? Würde irgendwer von denen bei Freunden genauso ein Verhalten an den Tag legen? Leider wurden es immer mehr von der Sorte – und die netten wurden weniger. Warum genau, weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl, die Leute suchen keine Privatunterkunft mehr, sondern nur ein billiges Hotel. Sie erwarten den Hotelstandard und nehmen immer weniger Rücksicht auf die Gastgeber und deren Wohnraum. Und die Gastgeber sind ihnen auch als Menschen vollkmmen egal… Schade eigentlich… Ja, und Airbnb nervt immer mehr – Bewertung nur bei Sofortbuchung, Monieren, wenn man Gäste ablehnt, ohne mal zu prüfen warum. Wir lehnen ja niemanden einfach so ab, sondern immer, weil etwas nicht passt (kein Profilbild, wollen für Dritten buchen, wollen mitten in der Nacht anreisen, wollen mit Kindern oder Haustieren kommen (was wir wegen unserer Hunde nicht erlauben), etc.). Also wir haben die Schnauze voll von Airbnb. Schade um den ungenutzen Wohnraum. Aber viel verdienen tut man eh nicht damit, und wenn man dann ständig Ärger hat, weil Airbnb inzwischen verstärkt ein anderes Gästeklientel anzieht, lohnt es einfach nicht… Und ob ein anderes Portal besser ist und bleibt? Ich weiß es nicht. Unser Zimmer wird jetzt einfach ein Lesezimmer für uns selber und Freunde und Familie, die uns besuchen…

Ralf Grasberger says

  1. Oktober 2018 at 17:21 Ich biete seit Jahren Apartments in Brasilien, über Airbnb an, jedoch was ich in den letzten 5 Monaten dabei erlebe, ist eine reine Katastrophe. Entweder können einige Gäste nicht lesen, oder sie erwarten für 20 Euro ein Schlösschen zu mieten. Die Kunden aus Deutschland kann man in diesem Fall noch als Gold bezeichnen. Jedoch was teilweise die Mieter aus Amerika u. Brasilien an Mietansprüchen haben geht ins Uferlose. Unterm Strich kann ich von Airbnb nur abraten bzw., sogar warnen, da sich zu 80 Prozent nur sogenannte Blödel befinden.

Linda says

  1. November 2018 at 08:42 Es ist gut zu lesen das auch andere Vermieter sich über die Dummheit einiger Gäste ärgern ! Ich mache es jetzt schon 2 Jahre und überlege ob ich die Wohnung aufzugeben soll ,weil ich total genervt bin. wie gesagt die Gäste lesen nicht was sie buchen und schreiben manchmal bis zu 50 mal und Löchern mich immer mit den selben fragen oft bis 01.00 in der Nacht . Und trozdem stehen dann beim Nachbarn im Vorgarten oder klingeln im ganzen Haus weil sie angeblich nicht wissen wo sie klingeln sollen . Obwohl och immer meine ganzen Namen bei jeder Antwort mit rein schreibe !!

Andreas says

  1. Dezember 2018 at 17:55 Wir danken Euch für die aufschlussreichen Kommentare. Wir waren fest entschlossen, uns bei Airbnb anmelden, weil wir so viel leeren, ungenutzten Wohnraum haben. Nun aber werden wir fein die Finger davon lassen.

Oliver says

  1. Dezember 2018 at 15:37 Nun ja, es trifft vieles von dem hier geschrieben zu. ABER ….

…. ich vergleiche das mit dem Straßenverkehr, an dem jeder aber auch wirklich jeder, drann teilnehmen darf/muss.

In der regel werde ich stinkig, wenn andere nicht so fahren wie ich es erwarte, gelernt habe, gewohnt bin, etc., etc.

Weil in der Sekunde habe ich vergessen, rein emotional, da könnte meine Mutter vor mir fahren, ein Fahranfänger, jemand aus dem Ausland, jemand der gerade von seinem Chef zusammengufurzt wurde, etc., etc.

Wir können nicht Verlagen das unsere Gäste sich nach unseren Vorstellungen verhalten.

Es heißt, Erfahrungen machen, sich darauf einlassen, lernen, handeln, verbessern, über den Tellerrand schauen, etc., etc.

Bin ich dazu nicht fähig, gehöre ich nicht in die Airbnb Community oder in den Straßenverkehr.

Oliver, Superhost Duisburg. Seit 12 Monaten mit einem Privatzimmer und einer Wohnung.

Ich habe 90% Freude und Spaß an diesem buissnes und ich bin bereit zu lernen und Niederlagen einzustecken.

In der regel liebe ich meine Gäste und Erfahrungen.

Arschlöcher gibt es Überall, auch auf der ISS und manchmal bin ich selber eins 😉

Tom says

  1. Dezember 2018 at 15:47 Der Vergleich hinkt schon. Die Straßen draußen sind öffentlich, mein Heim nicht. Da bestimme ich die Regeln. Und wenn Du wirklich meinst, dass ich mich dann damit abfinden muss, wenn ein Gast im Stehen pinkelt, dann hast Du nicht verstanden, was es bedeutet, ein Gast im AirBnB-Universum zu sein 🙂

oliver says

  1. Dezember 2018 at 15:53 Genau Tom, ich bin Gastgeber.

Nimm das Leben nicht zu ernst, keiner kommt hier lebend raus.

Tom says

  1. Dezember 2018 at 16:10 Solche Antworten sind nicht wirklich sinnreich.

Lies doch noch mal, was AirBnB Gästen sagt: Dass sie sich an die Hausregeln zu halten haben. Wenn da steht, dass man nicht rauchen darf, dann raucht man nicht. Und Du sagst jetzt, och, ist doch egal, nimms nicht zu ernst? Und wenn jemand im Stehen daneben pinkelt, dann macht das schon jemand weg? Sorry, ich wohne da auch. Und das Prinzip bei AirBnB, falls Du es nicht verstanden hast, ist, dass man bei jemand anders zu Hause wohnt. Ich weiß nicht wie Dein Standard aussieht, aber bei uns bleibt nix neben der Toilette kleben, aber wir mögen auch keinem Gast hinterherwischen, der sich nicht an Regeln halten mag. Wem die Regeln nicht schmecken, der mietet halt nicht bei uns.

Ist vielleicht auch eine Frage des Standards. Wenn Du Dich mit einer ekelhaften Toilette wohl fühlst, dann brauchst Du auch keine Regeln und kannst das alles ganz gelassen sehen 🙂

Tom says

  1. Dezember 2018 at 18:20 Deinen letzten Kommentar habe ich entfernt, und ich werde ihn meinem Anwalt übergeben. Es ist ein großer Irrglaube, dass man vor eine Beleidigung nur „meiner Meinung nach“ packen muss, um nicht strafrechtlich belangt werden zu können.

Dein Name sowie Deine IP-Adresse sind gespeichert, so dass Du nicht anonym im Netz bist, Oliver 🙂 Unity Media, Dein Provider, wird kurzfristig ein Schreiben erhalten.

Ingo Fischer says

  1. Januar 2019 at 23:53 Hallo zusammen,

vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht bzw. die weiteren Erfahrungsberichte in den Kommentaren! Ich war ein Jahr Aibnb-Host, davon die allermeiste Zeit Superhost, bis Airbnb in einer Krisensituation mit einem renitenten Gast völlig versagt hat (waren nicht erreichbar und haben sich auf zahlreiche Kontaktversuche nicht zurück gemeldet) und mir schließlich als Höhepunkt von jetzt auf gleich meinen Zugang gesperrt hat – sämtliche anstehenden Buchungen wurden seitens Airbnb storniert und ich hatte keine Gelegenheit mehr, den Gästen (bei denen die Anreise z.T. kurz bevor gestanden hätte) zu erklären, weshalb.

Nachdem Airbnb also mein Account gelöscht hat, habe ich noch nicht mal mehr die Möglichkeit, die Airbnb-Zahlungsbestätigungen sowie die erhobenen Gebühren für die Vermittlung und den Banktransfer einzusehen – auf die vor knapp einem Monat vorgetragene Bitte, mir diese zur Verfügung zu stellen, hat der Konzen nicht einmal reagert. Dabei sind das Daten, die ich dringend für meine Steuererklärung benötige.

Meine Bitte also: Wer kann mir miteilen, welchen Betrag/welchen Prozentsatz Airbnb seinen Hosts für de Provision in Rechnung stellt und wie hoch die zusätzlichen Überweisungsgebühren sind? Wenn ich das weiß, kann ich anhand der Zahlungseingänge die Rechnungsbeträge rekonstruieren. Bin für Eure Hilfe dankbar!

Dieter says

  1. Januar 2019 at 13:12 Wir vermieten z.Zt. über FEWO. Das ging früher gut, man konnte vor Bestätigung mit den potentiellen Gästen korrespondieren und eine Auslese treffen. Gäste sind Gäste, da gibt es solche und andere, wie überall. Mit Vorauswahl konnte man dem Schimmsten vorbeugen. Das geht nicht mehr, ich suche Ersatz. Deshalb lese ich hier mit. Die Tendenz alle Portale geht aber zur Entmündigung der Vermieter, um die Direktbuchung durchzusetzen und so die Provision sicher zu stellen. Die kasieren ja von beiden, Mieter und Vermieter. Ist legitim, aber unerfreulich für Vermieter. Ich hätte gern ein Portal, bei dem ich für meine Inserate einen ordenlichen Preis entrichte und das sich aus meinen weiteren Angelegenheiten heraus hält. Kenn jemand so etwas ?

Dieter

Inchen says

  1. Februar 2019 at 15:15 Ich bin seit 3 Jahren ein Airbnb Vermieter und mag der konstanten Enteignung nicht länger tatenlos zusehen. Ich werde jetzt parallel mehrere andere Portale ausprobieren und schreibe dann meine Erfahrung

mavi says

  1. März 2019 at 12:15 Hallo, auch wir sind gerne Gastegeber und haben mit unseren Gästen fast eine 95% positive Trefferquote. Nur AirBnB mischt sich nun als eigentliches Vermittlerportal zu sehr in unsere Vermietung ein. Auch wir dürfen erfahren, dass trotz des hohen Aufwandes, den wir betreiben, die Spielregeln vom Portal AirBnb festgelegt werden. Wenn Du diese so nicht mitspielst, dann wirst Du angezählt. Der Umsatz zählt und nich,t ob Du ein SUPERHOST seit der ersten Buchung bist. Die Servicegebühren von AirBnB orientieren sich an jedem Umsatzpunkt (auch extras wie Reinigungsgebühren, Bereitstellung von zusätzlichen Dingen oder Angeboten welche nicht unmittelbar mit der Übernachtung in Deinem Wohnraum zu tun haben etc.), den Du einfügen sollst, sonst wird mit der Stornierung der Buchung gedroht. Und steigere Deine Belegungen! Auch wir haben festgestellt, dass man mit nur einer Übernachtung einen heiden Aufwand betreibt und der geringe Übernachtungspreis das nicht aufwiegt. Auch bei längeren Buchungen ist es eben nur ein Zubrot und mehr nicht. Der Ersatz fehlender und reparierungsbedürftiger Gegenstände ist nicht selten, auch die Mühe der Reinigung wirklich nicht zu unterschätzen. Neuanschaffungen wegen Abnutzungen sind schneller nötig, Renovierungen etc. pp…Und immer die Sorge, ob alles gut geht und der Gast ein angenehmer Mensch sein wird… Schön, dass es die zufriedenen und wertschätzenden Gäste gibt, mit denen es Spaß macht. Deshalb sind wir noch dabei! Aber eben noch. Schade, dass AirBnB zum vielversprechenden und profitgierigen Portal mutiert. Das war wohl nicht der Sinn der ersten Stunde. Auch wir werden uns nach diesen Erfahrungen in anderen Portalen umschauen. Irgendwie schade eigentlich… Aber auf die eigenen Bemerkungen wird eben nur mit den bekannten und von den Vorrednern erwähnten „Drohungen“ reagiert.

Pasadelski says

  1. Mai 2019 at 01:35 Nun ist es ja schon Ende Mai 2019 und ich möchte meine Wohnung in Bayern gern per Airbnb vermieten. Ich freue mich sehr darauf und hoffe, dass sich die Plattform wieder normalisiert hat und die Kritik verstanden hat. Nur für den Fall, dass auch ich entgegen meiner Erwartungen weniger gute Erfarungen mache: Weiß jemand Ersatzplattformen, bei denen der Vermieter ernster genommen wird?

Tom says

  1. Mai 2019 at 19:12 Nein, es ist eher schlimmer geworden. Siehe die Kommentare hier, aber auch die Kommunikation von AirBnB selbst. Wir haben uns entschieden, nicht mehr über AirBnB zu vermieten. Bei manchen Kommentaren hier sieht man ja auch, wie manche Menschen über das Eigentum und die Hausregeln anderer Menschen denken.

EG says

  1. Juni 2019 at 21:51 Bin heute auf diesen Blog gestoßen (aus aktuellem Anlass, hatte richtig eine Wut auf einen Gast, der hat sich tatsächlich bei airbnb über „cleaning issues“ beschwert und wollte Geld zurück – ich hab mir die Fotos zukommen lassen: auf einem Foto ein Karton (der ist fürs Altpapier!), auf einem anderen Foto wurde das WC fotografiert mit Klobesen, einem Reinigungsmittel- offenbar standen diese nicht in Reih und Glied). Bei der Anreise musste ich ca 20 min mit ihm telefonieren, wie er in die Wohnung kommt – trotz detalliert ausgefüllter checkin-Sektion.) – ich hab genug. Welche Alternativ-Plattformen fasst ihr ins Auge?

Ralf Schubert says

  1. Juni 2019 at 11:38 Ich habe aktuell das Problem, dass ein länger gebuchter Gast Lebensmittel (gefärbte, hartgekochte Ostereier) im Kleiderschrank zusammen mit seiner Bekleidung in einer Kunststofftüte aufbewahrt hat. Es kam zu einem Madenausbruch, den ich feststellte als ich für den familiären Besuch des Gastes ein Airbed aus dem Schrank entnehmen wollte. Die Kosten für den Kammerjäger (Insektizideinsatz + Grundreinigung) auf knapp 1000,00€ der Ersatz durch die „vollmundige“ Hostgarantie seitens Airbnb abgelehnt wird. Begründung:

Es sind alle Fälle ausgeschlossen die unter Excluded Losses genannt werden, und das obwohl die Nennung unter „Excluded Losses“ eine Öffnungsklausel enthält. ———————————————————————-

“Covered Losses” means and is limited to direct physical loss or physical damage to a Host’s Covered Property caused by the Responsible Guest or an Invitee of the Responsible Guest during an Airbnb stay. Covered Losses do not include any losses or damage described under Excluded Losses below.

III. Limitations and Exclusions . . .

vi. damage caused by insects, animals or vermin (including pets); provided, that any physical damage resulting from any of the conditions listed above will be covered by the Airbnb Host Guarantee if not otherwise excluded under the Airbnb Host Guarantee.

Mit freundlichen Grüßen Ralf Schubert

Ulrich says

  1. Juni 2019 at 13:03 Vielen Dank für die Schilderungen. Eigentlich wollte ich auch einmal AirBnB ausprobieren. Ich lasse nun doch besser tunlichst die Finger davon.

Tom Alby says

  1. Juni 2019 at 08:49 Wir vermieten nicht mehr.

Heike says

  1. Juni 2019 at 21:10 alle online-Buchungsportale nerven die Vermieter, weil sie allesamt die Umsatzsteigerung zu ihrem höchsten Ziel erhoben haben und das nur durch Kundenfang zu realisieren sehen. Deshalb wird der Kunde auf ein Podest gestellt und der Beherbergungsbetrieb darf dessen Wünsche erfüllen. Bei aibnb verstehe ich das noch, da er vom Kunden die Provision verlangt und nicht vom Vermieter. Darüber hinaus hat man bei airbnb als Vermieter noch die größten Rechte und Freiheiten. Wenn man sich mit den kommerziellen Größen der Branche (booking.com, fewo, expedia,) abgibt, wie ich es tue, sieht man sich bei airbnb tatsächlich noch als „Partner“, weil zugelassen wird, dass man selber auch Gäste bewertet, was bei den anderen nicht drin ist – fällt eine Kritik, so wird die Bewertung nicht veröffentlicht. Booking .com liest tatsächlich jede Bewertung des Unterkunftspartners, bevor sie freigegeben wird. Der Kunde hingegen darf bewerten, wie er will ohne den geringsten Beleg dafür zu liefern („wir schreiben unseren Kunden nichts vor“, dabei sind es nicht deren Kunden, sondern die der Vermieter, denn der Kunde bezahlt keinen Cent an Provision). Zweimal mußte ich die Erfahrung einer verwüsteten Wohnung mache, auf meine Schreiben an die Buchungsagentur erfolgte nicht mals eine Antwort. Im April erhielt ich eine Buchung für das vergangene Wochenende. Der Termin war aber gerade bereits belegt worden von einer anderen Agentur, sodass ich dem Buchenden sofort absagte. Der Wert der Buchung betrug etwa €145. Der gast wandte sich an booking.com, die mir schreiben, dass sie nun eine Alternativ-Unterkunft für ihn suchen würden, die ich zu bezahlen hätte. Ich erwiderte sofort, dass ich nichts bezahlen würde, da der Gast noch über 2 Monate Zeit habe, sich selber eine Bleibe zu suchen und dass hier kein Vertrag zustande gekommen sei, weil ich sofort mitgeteilt hatte, dass ich ihn nicht werde aufnehmen können. Vorgestern erhielt ich die Rechnung von booking.com: ich soll für den wildfremden Gast €785 bezahlen, da dessen Unterkunft soviel gekostet habe. Den Betrag hat man mir gleich vom einmal im Monat überwiesenen Auszahlungsbetrag abgezogen. Mein Einwand, dass ich widersprochen habe und außerdem der Betrag von fast €800 nicht in Relation zu meinem Preis stehen würde, wurde damit beschieden, dass sei AGB und sie hätten kein günstigeres Angebot gefunden. Ich könne ja klagen. Für diese Portale ist man lediglich die Melkkuh, die im Stall steht und Milch abzuliefern hat. Gefragt wird sie nie, mitzubestimmen hat sie gar nichts. Leider ist es so, dass man um die Buchungsportale, die sich erfolgreich zwischen Nachfrager und Anbieter geklemmt haben, nicht mehr herum kommt., Ohne sie schafft man es nicht mehr und das ist schlecht für Vermieter.

Sabrina says

  1. August 2019 at 09:37 Hallo Tom, schön das du hier deine Erfahrungen teilst und auch die anderen die ihre Erfahrungen hier mit eingebracht haben.

Ich selbst vermiete auch über Airbnb seit einigen Jahren und werde es auch weiterhin tun. Doch möchte ich gerne was zu den ganzen Berichten was hinzufügen:

  1. Jeder hat ihr aus einem bestimmten Grund angefangen zu Vermieten sei es eine Wohnung, Haus oder Zimmer. Nämlich um ein bisschen nebenher Geld zu verdienen!!!! Und jeder ist am Anfang mit den Dollarzeichen in den Augen an die Sache ran gegangen und das ist in Ordnung.

  2. Ich freue mich über jeden der den Mut hat, seine Privaträume und somit auch ein Stück von sich öffnet. Weil auch das zeigt Stärke und Größe, fremde Menschen eine Unterkunft zu bieten und ihm ein Stück von seinem Leben zu zeigen und mit ihnen zu Teilen.

  3. Positiv von Airbnb: Abwicklung der Bezahlung einwandfrei, Kalenderführung einfach und simpel, Kontakt mit den Gästen jeder Zeit und überall ( Handy, Tablet, PC), Inserat Erstellung einfach gemacht, viele Fotos möglich, Kontakt mit Airbnb schnell u.v.m.

  4. Es tut mir Leid für die unschönen Erfahrungen die du Tom und auch manch anderer gemacht hat, auch ich durfte meine Erfahrungen machen. Sei es von Bewertungen oder auch teilweise kleine Sachschäden. Aber meine Begegnunen mit den Menschen die ich traf, ob nur kurz oder für längere Aufenthalte, war so bereichernd das alles andere Überwiegt. Und ich bin bis heute kein Superhoste und das macht nichts. Ja auch ich hatte Gäste die keinen Persönlichen Kontakt wollten, sondern nur einen Schlafplatz und das ist okay.

  5. Ich möchte jeden Menschen hier Mut machen, seine eigene Erfahrungen zu machen, wenn er Vermieten möchte. Und jedes Internetportal der Vermietung hat seine positiven & negativen Seiten. Aber ich kann sagen, meine Erfahrung mit den meisten Gästen waren sehr positiv..

Hier einige Tipps als Hinweis die ich mit auf den Weg geben kann:

– Schaut genau für wieviele Nächte ( ab 1 Nacht oder lieber ab 2 Nächte) ihr Vermieten wollt, aufgrund des Arbeitsaufwand (Sauber machen, Betten beziehen, etc.) – Klärt für euch die Stornierung – viele Bilder sprechen für sich – Stellt euch darauf ein, dass Hinweise und Vorschläge von den Internetanbietern es immer geben wird, aber du kannst doch selbst entscheiden ob ihr sie annimmt. – Schaut auf die Provision von den Internetanbieter die ihr Zahlen müsst – Wenn ihr eure Privatenräume zur Verfügung stellt, müsst ihr mit gewissen Geräuschen in der Nacht rechnen (Sex, Duscher, spät Nachts zurück kommen, etc.) Da empfehle ich ein Zimmer anzubieten was nicht in der Nähe eures Schlafzimmer ist, damit man nicht gestört wird. – rechnet damit das mal was zu Bruch geht – jeder Mensch tickt anders und hat eine andere Achtsamkeit auf die Dinge, keiner ist Perfekt!!! – man lernt tolle Menschen kennen aus verschiedenen Ländern, es ergeben sich sogar Freundschaften, man teilt ihre Freude und Erlebnisse bei guten Gesprächen, man kann über sich selbst was lernen und wächst über sich selbst heraus.

Ich hoffe, ich konnte ein Stück Hoffnung geben, nach den ganzen Erfahrungsberichten der anderen, dass sich das Vermieten trotzdem lohnt. Und auch vieles Gutes hat, weil das ist hier ein bisschen auf der Strecke geblieben.

Wir Menschen sind wie wir sind, jeder mit seinen Erwartungen und Vorstellungen und die können von unseren Grundsätzen abweichen. Das sollte jeden klar sein.

Tom Alby says

  1. August 2019 at 11:42 Hallo Sabrina,

wenn Du meinen Artikel genau liest, dann siehst Du im letzten Absatz sehr viel Positives. Wir haben immer noch Kontakt zu manchen Gästen, und es sind handfeste Freundschaften entstanden, über die wir uns immer noch sehr freuen. Vielleicht liegt es aber auch an unserer Nähe zur Reeperbahn, dass nicht alle Erfahrungen schön waren 😉

Klopfert says

  1. August 2019 at 13:17 Ich habe zwei Wohnungen bei Airbnb vermietet und werde mich jetzt verabschieden, massive Probleme mit Gästen, Verifizierung stimmte überhaupt nicht… ich nahm mit Airbnb Kontakt auf und viele Telefonate mit Stephano von Airbnb, es kam nichts dabei raus nur leere Versprechungen… Wohnung wurde beschädigt, es wurde geraucht obwohl eine Nichtraucher Wohnung ist, Stuhl, Geschirr kaputt und vieles mehr….. Schlüsseldienst musste kommen und ich bleibe auf meine Kosten sitzen, von Airbnb meldet sich keiner und ruft auch nicht zurück…. Nie mehr wieder Airbnb

Caroline Alumasa says

  1. September 2019 at 18:37 Airbnb erlaubt betrügerische Veröffentlichungen von Unterkünften… Ich bin der Besitzer von Immobilien die bei Airbnb seit 2013 gelistet sind. Nun fand ich heraus dass jemand meine Fotos aus dem Internet benutzte um eine Unterkunft bei Airbnb zu veröffentlichen. Es handelt sich hier um einen klaren Betrugsversuch. Ich habe Airbnb darauf aufmerksam gemacht. Leider lehnt Airbnb jegliche Unterstützung ab. Das schadet nicht nur mir als Besitzer der „richtigen“ Unterkunft sondern auch möglichen Kunden. Airbnb erlaubt somit Kunden eine „falsche“ Unterkunft zu buchen und grosse Enttäuschungen denn die Kunden werden nie die Unterkunft sehen die sie gebucht haben. Airbnb weigert sich, diese falsche Unterkunft von ihrer Webseite zu nehmen obwohl es sich hier ganz klar um Betrug handelt. Ich überlege ob ich meine Unterkünfte vom Airbnb Portal lösche.

Kerstin says

  1. Oktober 2019 at 16:17 Die Erwartungshaltung der Gäste war mir echt zu viel! 35 € für eine Übernachtung incl. Bettwäsche, Handtücher, Seife, einfach alles, ganzes Haus, blitzblank saubermit Garten und topmodern. Kann man da nicht einfach mal dankbar sein, so schön zu wohnen und das auch noch zu einem Spottpreis? Ich hatte schon Beschwerden, weil es bei uns keinen handwerklich arbeitenden Metzger im Ort gibt, die anderen vermissen vegane Restaurants und die dritten bemängeln fehlende Schnapsgläser. Ich könnte ein Buch schreiben, vielleicht mache ich es auch…Ich kann nur sagen, nie mehr wieder! Respekt vor jedem, der das Jahrelang durchzieht.

Astrid Bauer-Maschke says

  1. November 2019 at 21:51 War 3 Jahre als Gastgeberin dabei, auch als Superhost. Eine negative Bewertung und Du wirst enorm unter Druck gesetzt und mit Mails bombardiert. Habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Beschreibung nicht wirklich gelesen wird. Mein Haus ist in Italien und habe die Wegbeschreibung in Italienisch,Deutsch und Englisch je nach Nationalität beigefügt und extra darauf hingewiesen kein GPS zu verwenden, so what, niemand liest die Hinweise. Dafür eine negative Bewertung zu bekommen ist schon extrem hart. Auch die Preispolitik hat mich echt genervt, biete das Gästezimmer mit Frühstück für 13 Euro an und werde aufgefordert den Preis zu senken, damit ich mehr Buchungen erhalte. Der Gipfel war für mich allerdings ein Gast, für drei Tage gebucht, der eine negative Bewertung abgegeben hat, weil ich nur ein italienisches Frühstück mit Cappucino und selbst gebackenem Kuchen serviert habe und es keinen Orangensaft und keine Abwechslung gab, was erwarten die Gäste für 13 Euro? Service wie im Bayrischen Hof oder im Atlantis? Habe meinen Account gelöscht, denn solche Erfahrungen brauche ich nicht und mit vielen meiner Gäste habe ich privaten Kontakt und diese kommen auch so zu mir und ich zu ihnen. Leider ist der Grundgedanke verloren gegangen und der Kommerz hat Einzug gehalten.

Edith says

  1. Dezember 2019 at 12:18 Auch ich habe mit dem Gedanken gespielt mein jetzt fast leeres Haus Zimmerweise zu vermieten.An einer wunderschönen erhöhter Lage mit Blick auf das Rheintal Fürstentum Liechtenstein und Österreich bei Airbnb anzubieten. Ich habe mehrfach verrsucht Airbnb zu kontaktieren weil ich noch zwei Fragen stellen wollte zum System.Keine Antwort.Und nachdem ich diese Seite gelesen habe habe ich auch keine mehr.

Susanne Glotzbach says

  1. Januar 2020 at 09:45 Ich habe mir jetzt alle eure Berichte durchgelesen und kann manches bestätigen. Auch ich war ein superhost. Ich habe mich auch nicht durch die Mail Bombardements und Aufforderungen zu irgendwas drängen lassen. Was ich hier eigentlich herausfinden wollte, war, wir ihr mit der Änderung der Fotoregelung umgegangen seid. Bis zu dieser Änderung sah ich mir das Foto der Buchungsanfrage an, guckte, ob das eine Person ist, die ich hier next door schlafen habe möchte, und entschied dann, ob ich die Buchung möchte oder nicht. (So viel Freiheit muss sein in Zeiten, wo WGs tagelang Mitbewohner casten.) Dann wurde diese Bedingung von Airbnb geändert. Nun konnte man NACH der Buchung sehen, wer in seinem Haus ein- und ausgehen würde. Ich habe mit Airbnb Kontakt aufgenommen um herauszufinden, ob ich das falsch verstanden habe, aber es gab nur schnöde und knapp die Antwort, das sei jetzt so. Also: Leider ein nettes Zimmer weniger in einer begehrten Stadt.

PS : Wer eine andere, freundlichere Plattform kennt, möge sie hier gerne teilen.

Joachim von Kienitz says

  1. Januar 2020 at 01:54 Eigentümlicherweise bekommen wir immer nur von AIRBNB Bewertungen nach dem Schema: „Hätte eigentlich ein Luxushotel erwartet für den Preis.“ Bei den anderen beiden Portalen bekomme ich immer nur sehr positive Bewertungen. Irgendwie scheint AIRBNB die Nörgler anzuziehen. Ich weiß nicht, woran das liegt. Das die Gäste Hausbeschreibung nicht lesen, ist normal. Das haben wir bei allen Portalen erlebt. Allerdings muss man wissen, dass die meisten Gäste echte Schwierigkeiten mit dem Lesen haben. Es können zwar alle irgendwie Lesen, aber müssen sich die Worte Buchstabe für Buchstabe entziffern. Nicht ohne Grund schneidet Deutschland beim PISA-Test so schlecht ab.
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