Erfahrungen aus 2 Jahren als AirBnB-Vermieter

Zwei Jahre lang haben wir unsere Wohnung mit Gästen aus einer Vielzahl von Ländern geteilt, und nach über 100 Gästen ziehen wir uns jetzt aus der AirBnB-Vermietung zurück. Wir hatten keine 500 Gäste wie Liz, waren aber fast durchgehend “Superhost”, wie die AirBnB-Vermieter mit den besten Bewertungen bezeichnet werden. Unsere Erfahrungen sind nicht nur interessant für angehende AirBnB-Vermieter, sondern auch für Reisende, die ihren Vermietern möglichst wenig auf den Keks gehen wollen.

Die meisten Gäste lesen die Beschreibung nicht – und auch sonst nichts

Unsere Erfahrungen als AirBnB-VermieterDie häufigste Frage war, ab wann man einchecken kann. Steht sehr klar in unserer Beschreibung auf der AirBnB-Website, auch werden die Checkin-Zeiten per Formular von AirBnB abgefragt und sind daher immer im gleichen Abschnitt bei AirBnB zu finden. Da wir beide berufstätig sind, haben wir den Checkin erst ab 19 Uhr anbieten können. Das war regelmäßig ein Diskussionsthema, da viele Gäste früher einchecken wollten, den Text nicht gelesen hatten und dann fragten, ob sie wenigstens die Koffer abstellen können. Nein, denn wir sind ja berufstätig und daher nicht da, steht alles in der Beschreibung. Egal wie explizit ich dies in unserer Beschreibung erwähnte, es wurde nicht gelesen.

Genauso erstaunlich waren die Fragen, wo denn die Wohnung sei oder wo man denn klingeln müsse. All diese Informationen stehen in der Buchungsbestätigung. Besonders schön, wenn die Gäste dann einfach irgendwo klingeln nach Mitternacht und unsere Nachbarn mit dem kleinen Baby wecken. Zwischendurch ging ich dazu über, den Gästen nach der Buchung eine Beschreibung zu schicken, aber auch diese wurde nicht gelesen.

Fragen, ob man denn Bettwäsche oder Handtücher mitbringen müsse, waren auch schon bei AirBnB geklärt, wenigstens hier konnten wir Gästen eine Freude machen. Dumm nur, wenn dann hinterher in der Bewertung steht, dass ein Fernseher im Zimmer gefehlt hat… dabei steht auch das ganz klar bei AirBnB drin, dass es keinen gibt. Wir sind verdammt noch mal kein Hotel, aber wir mussten die schlechtere Bewertung dafür schlucken, dass jemand anders nicht lesen konnte oder wollte.

Von Stehpinklern und One-Night-Stands

Auch hatten wir nach den ersten Erfahrungen gemerkt, dass wir zumindest ein paar “Regeln” aufstellen sollten. Unvergessen der junge Mann, der einen Einzelgast zu uns bringen wollte und dann am nächsten Morgen Schwierigkeiten hatte, aus der Wohnung zu kommen, also irgendwie mit der Dame im Bett gelandet war. Ist ok, kann passieren, aber irgendwie würde man ja schon gerne wissen, wer in der eigenen Wohnung übernachtet.

Einen Mediziner aus Portugal haben wir aus der Wohnung geworfen, weil er sich geweigert hatte, im Sitzen zu pinkeln. Dass man keine nassen Handtücher auf Polstermöbel legt sollte eigentlich auch jedem klar sein. Der WLAN-Router meldete irgendwann, dass erfolglos versucht wurde auf gesperrte Seiten zuzugreifen (und niemand möchte, dass von der BPjM gesperrte Seiten vom eigenen Internetanschluss aufgerufen werden, vor allem nicht in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung). Mit der Zeit läpperten sich die Erfahrungen, die wir schriftlich fixiert hatten und in einem netten kleinen Handbuch mit anderen Tipps für die Umgebung auf die Kommode im Zimmer hingelegt hatten, zusammen mit dem WLAN-Passwort. Die Erfolgsquote war gering (nur das WIFI-Passwort wurde gefunden). Also haben wir die Regeln beim Checkin jedes Mal erläutert. Und auch das hat nicht immer genützt.

AirBnB-Vermieter: Arbeit, viel Arbeit

Nach wenigen Wochen entschieden wir uns, dass wir keine Gäste mehr für nur eine Nacht annehmen würden, 2 Nächte waren nun das Minimum. Es war einfach zu viel Arbeit und zu viel Aufwand, das alles zu koordinieren. Die Bettwäsche musste gewaschen werden, der Raum sowie die Bäder komplett gereinigt, das bedeutet, dass man jeden Tag wäscht, aufhängt, putzt etc., und das alles in der kurzen Zeit zwischen Nachhausekommen und Gäste-Checkin. Eine Zeitlang hatten wir eine Haushaltshilfe, die das übernehmen konnte zwischen Checkout der einen und Checkin der anderen Gäste, aber auch nicht immer, und dann stand man da mit einem Problem. Zwar kann man auch automatisch einen Tag Pause einlegen lassen zwischen zwei Buchungen, aber gerade wenn jemand von Montag bis Freitag bleibt, dann will man das Wochenend-“Geschäft” nicht dadurch kaputt machen, dass man erst am Samstag wieder vermieten kann. Das Wochenende bringt in der Regel mehr Geld.

AirBnB weist nun in regelmäßigen Abständen darauf hin, dass man mehr Geld verdienen könnte, wenn man Buchungen für nur eine Nacht zuließe. Leider kann man diese Benachrichtigungen nicht abschalten. Ebenso wenig wie den Hinweis, dass man mehr Buchungen bekäme, wenn man ein bestimmtes Wochenende freigibt, das wir für private Gäste gebucht hatten, oder dass man doch 5€ mit dem Preis runtergehen solle, um noch mehr Buchungen zu bekommen. AirBnB ist eine Optimierungsmaschine, aber nicht immer zum Vorteil des Vermietenden. Das Dynamic Pricing ist nett, aber in Hamburg ist es nun mal so, dass im Winter Flaute und im Sommer dafür umso mehr los ist. Unter 40€ pro Nacht ergibt es keinen Sinn zu vermieten, der Stundenlohn ist dafür zu niedrig. Ganz abgesehen davon entstehen auch Kosten, Strom, Wasser, und natürlich geht auch mal was kaputt. Und hier kommen wir zu einem großen Nachteil: Die meisten Gäste haben eine andere Beziehung zu der Wohnung als wir, hier wird weniger Rücksicht genommen auf weiße Wände, Holztüren, Klodeckel usw. Diese Schäden sind nicht versichert, auch wenn AirBnB etwas anderes kommuniziert.

Von Sofortbuchungen und Ablehnungen

Neben den logistischen Herausforderungen ist man zusätzlich damit beschäftigt, den Schriftverkehr zu regeln. Nachfragen. Vorfragen. Manchmal kommen mehrere Anfragen pro Stunde. Von der Sofortbuchung sind wir irgendwann abgekommen, aber auch ohne diese Funktion bekommt man genug Anfragen. Klar ist es für die Gäste schöner, wenn sie einfach buchen können. Aber wir hatten trotz der Voraussetzung, dass ein Gast schon eine gute Bewertung haben musste um sofort buchen zu können, einfach kein gutes Gefühl bei der Sofortbuchung. Nach den Erfahrungen der ersten Monate schauten wir uns etwas genauer an, wer zu uns kommt, wobei das in der Regel auch nicht viel nützte. Aber schwieriger war die Koordination, wenn zum Beispiel jemand buchen wollte, aber noch eine Info brauchte, und dann in der Zwischenzeit eine andere Buchungsanfrage für den gleichen Zeitraum kam, die für uns weniger lukrativ gewesen wäre, aber einfach ablehnen kann man halt nicht bei AirBnB.

Wir haben nur wenige Anfragen abgelehnt, kein Wunder, man muss das immer detailliert begründen. Im Zweifel gingen wir immer vom Positiven aus. Kleiner Tipp für alle AirBnB-Reisenden: Ein Foto mit Füßen auf dem Tisch lädt nicht dazu ein der Liebling eines AirBnB-Vermieters zu werden. Als Nachricht bei der Buchungsanfrage nur “Schlagermove” zu schreiben lädt auch nicht dazu ein angenommen zu werden. Ein nett geschriebener Text ist auf jeden Fall hilfreich. Etwas mehr Arbeit für den Gast, aber dafür bei uns ein besseres Gefühl, dass man sich nicht irgendein Arschloch in die Wohnung holt.

Update: Im Juli 2018 haben wir noch mal ein Zimmer angeboten für ein Wochenende, was auch sofort angefragt wurde. Leider erlaubt AirBnB nun nicht mehr, die Bewertungen der Reisenden zu sehen, es sei denn, man bietet Sofortbuchungen an. Man weiß also nicht, wen man sich ins Haus holt. Das ist Erpressung, nur damit AirBnB die Sofortbuchungen durchdrücken kann.

Nett auch die neuen Stornierungs-Bedingungen, die man auf dem Bild links sieht. Für uns bedeutete dieser erneute kleine Ausflug zu AirBnB, dass wir uns nach Alternativen umschauen werden. AirBnB wird es nicht mehr sein. 

Noch mehr Arbeit: Das Leben als “Herbergsvater”

Mit der Zeit erlebt man einiges mit Gästen. Wir hatten wie geschrieben ein kleines Handbuch erstellt, was man alles in Hamburg erleben kann, wo nette Cafes und Restaurants sind usw. Zusätzlich hatten wir Stadtpläne bereitgestellt sowie alles, was man auf einer Reise vergessen kann, vom Ohrstöpseln über Sonnencreme bis hin zu Schlafmasken. Aber viel spannender waren die Erlebnisse, auf die man nicht vorbereitet ist: Das Bett hält bestimmte Bewegungen nicht aus :-), das Visum für den Anschlusstrip ist ungültig und alles ist ausgebucht, “wichtige” Medikamente wurden zuhause vergessen, das Netzteil fürs Handy explodiert, der Freund kommt nicht wie erwartet zu Besuch, man hat sich gerade getrennt und muss sich eine eigene Bleibe suchen, der Magen ist verdorben, die Schlüssel wurden gestohlen, auf dem Kiez wurde man abgezockt, es war wirklich alles dabei… irgendwie haben wir immer eine Lösung gefunden, und sei es, dass jemand auf unserem Sofa übernachtet hat. Wir haben uns als Botschafter unserer Stadt und unseres Landes angesehen, und wir haben versucht jeden willkommen zu heißen und ein Beispiel guter Gastfreundschaft zu sein.

Das wurde leider auch manchmal so ausgenutzt, dass die Freude daran, anderen Gutes zu tun, gefährdet war. Für die allerersten Gäste zum Beispiel hatten wir uns ein Bein ausgerissen, wir wollten alles richtig machen. Sie waren selber AirBnB-Vermieter, beschädigten aber etwas bei uns, waren sehr fordernd, hielten sich an keine Absprache, und gaben uns trotz allem nur 4 Punkte. Das war kein guter Anfang. Es war mehr als ein Gast dabei, durch den man sich überlegte, ob man wirklich weiter machen will.

Dann auch noch Gäste, die einfach nur kamen und gingen und kaum ein Wort verloren. Bei uns um die Ecke ist ein Schulungszentrum, so dass wir oft unter der Woche Gäste hatten, die dort an einem Seminar teilnahmen. In der Regel sehr nette Flugbegleiter, dann aber auch Geschäftsleute, für die es wohl kein Hotelzimmer mehr gab und denen unser Standard zu niedrig war.

Kleine Tricks, große Wirkung

Bei einem eigenen Aufenthalt in einem AirBnB fanden wir in unserem Zimmer Wasser und Obst. Tolle Idee, haben wir gleich kopiert. Gerade wenn man eine längere Reise hinter sich hat ist das ein tolles Willkommen. Kostet wenig, bringt aber viel, auch wenn manche Gäste nichts davon antasten (warum eigentlich nicht?). Dann begannen wir, den Gästen ein kleines Stück Bio-Schokolade auf das Kopfkissen zu legen. Geringe Investition, aber auch eine Geste, die von den meisten Gästen wohlwollend aufgenommen wurde. Für Kinder haben wir ein Hamburg-Buch für Kinder zum Ausleihen. Von Gästen vergessene Sachen wie Shampoo etc heben wir auf für Gäste, die ihres vergessen haben. Aber wir haben auch schon mal ein Duschgel aufs Dockville gebracht.

Natürlich wollen wir mit der Vermietung auch Geld verdienen. Ein Hotelier-Gast riet uns dazu, die besonders attraktiven Zeiten (Hafengeburtstag, Silvester, etc) erst kurz vor knapp bei AirBnB freizugeben. Das hat zum Teil auch funktioniert. Fühlt es sich komisch an, dass wir dann pro Nacht 50% mehr verdienen durch das Dynamic Pricing von AirBnB? Ja, etwas. Aber, ganz ehrlich, auch mit 75€ pro Nacht für 2 Personen ist unsere Unterkunft noch nicht wirklich teuer, vor allem bei der Lage und dem Standard. Demgegenüber steht die alleinerziehende Mutter, der wir ein besonderes Angebot gemacht haben, damit sie sich den Aufenthalt bei uns leisten konnte.

Die andere Seite: Unglaublich tolle Erinnerungen

Fast alle schlechten Erfahrungen wurden durch ganz tolle Gäste herausgerissen, zu einigen haben wir heute noch immer Kontakt, und vor allem unsere ersten Langzeitgäste vermissen wir immer noch. Es war eine tolle Zeit mit ihnen, wie eine gute WG, in der man sich näher kennen lernte. Mit manchen Gästen ist man auf den Kiez gegangen, wenn ich Zeit hatte, dann gab es auch eine Führung durch Altona oder St. Pauli. Die meisten Gäste waren superdankbar dafür und hatten etwas Besonderes erlebt. Das war für uns eine tolle Belohnung, und ich möchte genau diese Erfahrungen nicht missen. Genau deswegen würde ich es wieder tun. Aber nun genießen wir es erst einmal, unsere Wohnung für uns zu haben. Und wenn wir wieder anfangen zu vermieten, dann eben nicht mehr bei AirBnB.

11 Antworten auf „Erfahrungen aus 2 Jahren als AirBnB-Vermieter“

  1. Wir stimmen uneingeschränkt zu! Noch 2 bestätigte Buchungen haben wir jetzt im Juni zu überstehen und dann sind wir heilfroh, unser Haus wieder für uns zu haben.
    Was uns wirklich auch nervt ist, wie penetrant Airbnb sein kann – mit wirklich dummen Hinweisen.

  2. Ich kann voll und ganz zustimmen.
    zusätzlich bin ich noch auf den Plattformen Booking.com und Expedia, bei denen klappt es besser und ist professionell.

    Ich möchte noch einen negativen Kommentar über Air BnB HEUTE abgeben, Unterlagen als Beweis kann ich nachreichen.

    NIE mehr AirBnB!!

    AirBnB hält Haftungsgarantie Versprechen nicht ein und die angeblich sichere Verifizierung von Gästen funktioniert nicht.

    Ich veröffentliche diesen Artikel, da AirBnB durch einen Gast, der mit seinem Foto und Ausweispapieren einer anderen Person eine positive Verifizierung abgeschlossen hat, obwohl hier nichts zusammenpasst. Aufgrund dieser Verifizierung, die als sicher gekennzeichnet ist, habe nicht nur ich großen Schaden erlitten, auch andere Vermieter wurden abgezockt.

    AirBnB wirbt damit, sämtliche Schäden mit einer Art Garantie für Vermieter abzudecken. Hierzu habe ich zunächst den Schaden an AirBnB mit einer Preisschätzung gemeldet. Nach 3 Wochen und einem vielfältigen Schriftverkehr, Anrufen und einer Zermürbungstaktik von AirBnB erhielt ich dann einen kleinen Teil meines geschätzten Schadens zurückerstattet, der tatsächlich über Belege eingereichte Schaden wurde jedoch abgewiesen mit dem Kommentar „wir distanzieren uns nun von dem Gespräch…“, nach dem Motto: Komm klar mit dem was du hast!

    Das fatale, auf der Plattform AirBnB ist der betrügerische Account trotz mehrmaligen Warnungen an AirBnB noch aktiv, es häufen sich mittlerweile die Beschwerden von geschädigten Leuten, die ihre Wohnung oder Zimmer anderen zur Verfügung stellen.

    Ich habe 3 Mahnungen und 2 Einschreiben nach Irland gesendet, mit der bitte um Statement, Erstattung meines Schadens und einer ausführlichen Dokumentation des Sachverhaltes mit einer Fristsetzung. Von AirBnB kam bis heute keine Antwort. Auch die Androhung das Portal als Vermieter zu verlassen oder der Hinweis, dass ein Betrüger auf der Plattform sein Unwesen treibt führt zu keiner Reaktion.

    Fazit: AirBnB nimmt billigend in Kauf, dass Unterkunftsvermieter geschädigt werden, da das Verifizierungsverfahren wissentlich nicht sicher ist, allerdings mit 100% Sicherheit geworben wird. Außerdem wird eine Schadensübernahme garantiert, die nicht eingehalten wird und Vermieter allein gelassen werden, zermürbt werden und letztendlich auf dem Schaden sitzen bleiben.

  3. Auch wenn ebenfalls die manchmal nervige Erfahrung gemacht habe, das die meisten Gäste den Beschreibungstext einfach nicht lesen, habe ich erfreulicher Weise fast ausschließlich positive und tolle Erfahrungen und Erlebnisse mit Gästen gemacht. Gerade aus der aufregenden Anfangszeit sind die Kontakte bis heute erhalten und sogar langjährige Freundschaften entstanden. Mein Problem ist, dass ich mich mittlerweile von airbnb selbst genervt fühle: mit den standardisierten Hinweisen, das Bett frisch zu beziehen und frische Handtücher bereitzulegen… Aktuell bekam ich trotz Superhost Status den Hinweis das ich die Mindestanforderungen nicht erfülle und es wird damit gedroht dass das inserat entfernt wird, wenn sich nichts ändert. Ich hatte eine viermonatige Pause eingelegt weil ich die Wohnung einfach mal nur für mich haben wollte… die Bewertungen meiner Gäste lassen durchaus Rückschlüsse zu, wie sehr ich mich um das Wohlbefinden meiner Gäste sorge. Und ich finde es wirklich auch ganz schön aufwendig, auch während der Vermietung die Wohnung immer in einem pikobello tadelosen Zustand zu halten. Aber es macht mir einfach auch richtig viel Freude Gäste zu empfangen und ich bin immer noch vor jedem neuen Gast aufgeregt, nervös und gespannt – das alles klappt, wir beide zufrieden sind und so weiter. Für mich sind nicht die Gäste das Problem, deshalb habe ich aus aktuellem Anlass mal im Netz geschaut… Vielen Dank für diesen Bericht – Ich kann in vielen Punkten nur zustimmen.

  4. Absolut stimmig, ihr Bericht, selbst deren Mitarbeiter stimmen ihnen da zu, dass die Zustände bei AirBnB für Gastgeber unerträglich sind, Wie kann es sein, dass ein Gast der alle Regeln bricht, dennoch Sterne verteilen darf ? Er mag eine schriftliche Bewertung abgeben dürfen, da kann man ja Stellung zu nehmen, aber bei grober Nichteinhaltung der vom Gastgeber formulierten Regeln durch den Gast….Sterne ! Unanständig. Bei Nichteinhaltung der vom Gastgeber formulierten Regeln durch den Gast erfährt man durch AirBnB einen schier endlosen Schriftverkehr. Anträge für die Übernachtung zusätzlicher Personen und Kaputtgegangenes müssen für den selben Gast extra gestellt werden. Schriftverkehr noch dazu in Kombination mit zahlreichen Anrufen von AirBnB Mitarbeitern, die unterschiedlich akzentuiert und talentiert Englisch sprechen obwohl sie als Gastgeber nach entsprechender Erfahrung “Anrufe nur in Deutsch” zulassen, Abfragen und Warteschleifen und ein immerwährendes Bitten um Kompromisse und Zugeständnisse zum Gastwohl. Wer es nötig hat ……wird sich als Gastgeber der Zermürbungstaktik von AirBnB hingeben müssen…lange hält man das nicht durch.

  5. Ich kann nach einer – glücklicherweise sehr kurzen – Erfahrung mit airbnb auch nur zustimmen. Die ‘Strafe’ von 50 Dollar Abzug bei der nächsten Auszahlung wegen eines Stornos (innerhalb von 24 Stunden, weil wir die Wohnung doch selbst brauchen ) ist einfach nur unverschämt. Wir haben das Inserat sofort wieder deaktiviert und kämpfen noch um die Löschung des Accounts, welcher verweigert wird mit der Begründung, es stünden noch Buchungen aus ( völliger Quatsch, nur eine Anfrage und die haben wir nicht bestätigt ). Anfragen kann man nicht ablehnen obwohl es zugesichert wird und die Kaution bekommt man nicht ausgehändigt (geht gar nicht ). Ich kann nur abraten.

  6. Wenn es für Dich ein Problem darstellt, sich als Gast danach zu richten, dass der Gastgeber keine Stehpinkler will, dann hast Du bei AirBnB nix verloren und musst in eine Hotel gehen.

  7. Ich habe – nachdem ich heute alle freien Termine meines Zimmers blockiert habe und entschieden habe, nach der einen noch offenen Buchung NIE wieder über Airbnb zu vermieten – diesen Post und die Kommentare gefunden und mich richtig “getöstet” gefühlt. Also habe nicht nur ich so komische Erfahrungen gemacht!
    Wir haben über 1 1/2 Jahre vermietet, anfänglich waren wirklich einige nette Begegnungen dabei und haben uns Spaß gemacht. Aber im Laufe der Zeit haben die negativen Erfahrungen überhand genommen. Leute, die die Beschreibung nicht lesen und dann über das, was dort ganz klar beschrieben ist, meckern. Leute, die die Anfahrtsbeschreibung nicht lesen, bis zum Haus vofahren (ist verboten, da steht auch ein Schild und ich weise immer darauf hin), nachts den Motor minutenlang im Wohngebiet den Motor laufen lassen, nachts bei Nachbarn klingeln und fragen, wo wir wohnen, weil sie nicht lesen, was wir ihnen geschrieben haben. Also Leute, die uns auch noch Ärger mit unseren Nachbarn machen. Leute, die angeben, zu einer bestimmten Uhrzeit zu kommen, dann aber erst um Mitternacht (last Check in 21h) aufschlagen, wenn wir normalerweise schon lange schlafen, dann kein Verständnis haben, dass man einfach nur noch müde ist… Leute, die im Winter das Haus verlassen und im EG sperrangelweit ein Fenster offen lassen… Leute, die kaum “Hallo” und “Tschüß” über die Lippen bringen, sich im Zimmer verziehen und stundenlang Filme streamen oder via Skype telefonieren. Leute, die sich beschweren, dass bestimmte Seiten im Netz bei uns blockiert sind. Und Leute, die mitten in der Nacht lauten Sex haben und dann gegen 3 Uhr früh duschen gehen – da kann man in seinem eigenen Haus nicht mehr schlafen. Wo ist die Rücksichtnahme hin? Würde irgendwer von denen bei Freunden genauso ein Verhalten an den Tag legen?
    Leider wurden es immer mehr von der Sorte – und die netten wurden weniger. Warum genau, weiß ich nicht.
    Ich habe das Gefühl, die Leute suchen keine Privatunterkunft mehr, sondern nur ein billiges Hotel. Sie erwarten den Hotelstandard und nehmen immer weniger Rücksicht auf die Gastgeber und deren Wohnraum. Und die Gastgeber sind ihnen auch als Menschen vollkmmen egal… Schade eigentlich…
    Ja, und Airbnb nervt immer mehr – Bewertung nur bei Sofortbuchung, Monieren, wenn man Gäste ablehnt, ohne mal zu prüfen warum. Wir lehnen ja niemanden einfach so ab, sondern immer, weil etwas nicht passt (kein Profilbild, wollen für Dritten buchen, wollen mitten in der Nacht anreisen, wollen mit Kindern oder Haustieren kommen (was wir wegen unserer Hunde nicht erlauben), etc.).
    Also wir haben die Schnauze voll von Airbnb. Schade um den ungenutzen Wohnraum. Aber viel verdienen tut man eh nicht damit, und wenn man dann ständig Ärger hat, weil Airbnb inzwischen verstärkt ein anderes Gästeklientel anzieht, lohnt es einfach nicht…
    Und ob ein anderes Portal besser ist und bleibt? Ich weiß es nicht. Unser Zimmer wird jetzt einfach ein Lesezimmer für uns selber und Freunde und Familie, die uns besuchen…

  8. Ich biete seit Jahren Apartments in Brasilien, über Airbnb an, jedoch was ich in den letzten 5 Monaten dabei erlebe, ist eine reine Katastrophe. Entweder können einige Gäste nicht lesen, oder sie erwarten für 20 Euro ein Schlösschen zu mieten. Die Kunden aus Deutschland kann man in diesem Fall noch als Gold bezeichnen. Jedoch was teilweise die Mieter aus Amerika u. Brasilien an Mietansprüchen haben geht ins Uferlose.
    Unterm Strich kann ich von Airbnb nur abraten bzw., sogar warnen, da sich zu 80 Prozent nur sogenannte Blödel befinden.

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