Der BMI ist kein Gesundheitsmaß – sondern ein statistisches Relikt

Vor kurzem las ich Jordan Ellenbergs How Not to Be Wrong. The Power of Mathematical Thinking. Darin beschreibt er die Fallstricke der linearen Regression, unter anderem am Beispiel des Artikels Will all Americans become overweight or obese?. Laut diesem Paper werden bis 2048 alle Amerikaner übergewichtig oder adipös sein. Das klingt dramatisch – ist aber statistisch unsinnig. Die zugrundeliegende Regression ignoriert, dass mit zunehmender Zahl an Übergewichtigen immer weniger Schlanke übrig bleiben, die „konvertieren“ könnten. Wenige Jahre nach der Veröffentlichung des Artikels zeigte sich, dass die Zunahme des Übergewichts natürlich nicht linear, sondern logistisch verläuft – sie flacht ab, weil Bevölkerungen keine unendlichen Prozesse kennen.

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