Material zum Web Analytics Wednesday 8. April 2020


Schön, dass Du beim ersten virtuellen Web Analytics Wednesday dabei warst. Hier sind die versprochenen Links:

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Werden meine Texte gelesen? Analytics-Implementierung im Detail

Zum Jubiläum der Website Boosting (60. Ausgabe!) gibt es hier einen Deep Dive, wie man einen benutzerdefinierten Bericht zu den bis zum Ende gelesenen Texten erstellen kann. Dies ist eine Ergänzung zu meiner vierteiligen Serie “Webanalyse: Wie aus Daten Taten folgen”, in der 60. Ausgabe findet sich der 3. Teil. Grundsätzlich hatte ich über das Thema auch schon einmal hier geschrieben im Vergleich zur Scrolltiefe. Dies ist ein Beispiel dafür, wie benutzerdefinierte und berechnete Messwerte verwendet werden können.

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Google Optimize hacken: Von Bayes, p-Werten, A/A-Tests und vergessenen Metriken


Google Optimize ist eines meiner Lieblings-Tools, denn es ermöglicht jedem schnell a/b-Tests zu bauen; in meinen Kursen staunen die Teilnehmer häufig, wie schnell so ein Test online sein kann. Natürlich ist die Vorarbeit, das saubere Erstellen einer Hypothese, nicht so schnell getan, aber es macht auch keinen Spaß, monatelang auf die Live-Schaltung eines Tests zu warten. Über die Vorzüge von Google Optimize will ich auch gar nicht weiter eingehen, sondern stattdessen auf drei Feinheiten hinweisen, die nicht so offensichtlich sind.

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Wird mein Content gelesen? Sichtbarkeit von Elementen messen!

Im September 2017 hatte ich noch darüber geschrieben, dass die Scrolltiefe ein besserer Indikator dafür wäre, ob ein Inhalt gelesen wurde als die reine Sitzungsdauer, die eh Quatsch ist. Einen Monat später veröffentlichte Google dann eine neue Funktion im Google Tag Manager, einen Trigger für die Sichtbarkeit von Elementen (in der deutschen Version der Release Notes fehlte der Hinweis). Damit lassen sich einige Nachteile des Scrolltiefen-Ansatzes kompensieren, vor allem die Einschränkung, dass nicht jede Seite gleich lang ist und “75% gelesen” nicht immer bedeuten muss, dass der Inhalt auch bis zum Ende gelesen wurde (75% wurde deswegen gewählt, weil viele Seiten einen immensen Footer haben und die Nutzer daher nicht zu 100% runterscrollen). Eine Seite bei mir hat so viele Kommentare, dass sie mehr als die Hälfte des Inhalts ausmachen.

Was bedeutet die Sichtbarkeit von Elementen?

Ganz einfach erklärt bedeutet dieses Feature, dass ein Trigger ausgelöst wird, wenn ein Element der Seite auf dem Bildschirm des Benutzers sichtbar wird. Das Element muss nur eindeutig benannt werden können, so dass lediglich dieses eine Element mit diesem Namen den Trigger auslösen kann. Auf meiner Seite möchte ich zum Beispiel wissen, wie viele Nutzer so weit runtergescrollt haben, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit den jeweiligen Text zuende gelesen haben. Wahrscheinlich ist das der Fall, wenn die Nutzer den Hinweis auf die ähnlichen Artikel sehen, die in meinem Blog durch das Plugin YARPP erstellt werden. In den meisten Browsern ist es möglich, ein Element mit der Maus zu markieren und dann mit einem Rechtsklick/CTRL-Klick darauf das Element zu untersuchen, so dass wir dann genau sehen können, wie dieses Element heißt.

Im Tag Manager kann nun dieser Trigger eingerichtet werden, das sieht zum Beispiel so aus:

Dazu wird dann noch ein Event eingerichtet, und schon haben wir ein Tracking auf Basis von der Sichtbarkeit eines Elements.

Macht das wirklich einen Unterschied aus?

Ja. Bei meinem Artikel über ein Jahr Erfahrung mit Scalable Capital haben knapp 30% mindestens 75% des Inhalts gelesen, aber knapp 70% haben das YARPP-Element gesehen. Die Seite besteht zu knapp 80% aus Kommentaren (es ist schon erschreckend genug, dass bei dem kurzen Artikel nur 70% das Element gesehen haben). Bei anderen Artikeln fällt die neue Messung der Sichtbarkeit von Elementen im Google Tag Manager nicht so dramatisch aus; so ist der Artikel über meine schlechten Erfahrungen mit dem Vorwerk Thermomix anscheinend zu lang für den Thermomix-Interessenten: 26,1% sehen die YARPP-Empfehlungen, 22,3% scrollen zu 75% runter.

Kann ich die Scrolltiefe jetzt abschalten?

Nein. Natürlich kannst Du tun, was Du willst, aber da die Sitzungsdauer durch das Auslösen von Events genauer wird, wollen wir nicht nur die Zeit derjenigen messen, die es bis zu dem definierten Element geschafft haben, sondern auch die Zeit derjenigen, die vorher, zum Beispiel bei 25% abgesprungen sind. Auch wenn es also auf den ersten Blick so aussieht als ob wir uns 4 Events sparen könnten, sollten wir zur Verbesserung der Datenqualität diese Events drin lassen.

Wird mein Content gelesen? Scroll-Tiefe pro Artikel als Conversion


Im September 2017 hatte ich noch darüber geschrieben, dass die Scrolltiefe ein besserer Indikator dafür wäre, ob ein Inhalt gelesen wurde als die reine Sitzungsdauer, die eh Quatsch ist. Einen Monat später veröffentlichte Google dann eine neue Funktion im Google Tag Manager, einen Trigger für die Sichtbarkeit von Elementen (in der deutschen Version der Release Notes fehlte der Hinweis). Damit lassen sich einige Nachteile des Scrolltiefen-Ansatzes kompensieren, vor allem die Einschränkung, dass nicht jede Seite gleich lang ist und “75% gelesen” nicht immer bedeuten muss, dass der Inhalt auch bis zum Ende gelesen wurde (75% wurde deswegen gewählt, weil viele Seiten einen immensen Footer haben und die Nutzer daher nicht zu 100% runterscrollen). Eine Seite bei mir hat so viele Kommentare, dass sie mehr als die Hälfte des Inhalts ausmachen. Weiterlesen

Das optimale Tracking-Konzept oder Der Segeltörn ohne Ziel


Wie oft habe ich beim Thema Tracking-Konzept schon den Satz gehört “Lass uns einfach alles tracken, wir können uns doch später Gedanken machen, was wir eigentlich brauchen. Aber das Tracking-Konzept kann natürlich schon geschrieben werden!”

Stellen wir uns einmal vor, wir wollen mit einem Segelboot einen Törn unternehmen und wir sagten “Keine Ahnung wo wir hin wollen, lass uns doch einfach alles mitnehmen, was wir für alle Eventualitäten benötigen könnten”. Unser Boot würde sinken bevor der Törn begonnen hat. Wir wüssten nicht, ob wir Wasser und Konserven für einen Tag oder mehrere Wochen mitnehmen müssten, ob wir Winterkleidung oder Sommerkleidung benötigen und so weiter. Aber um auf Nummer Sicher zu gehen, kaufen wir einfach den ganzen Segelbedarfsladen leer, irgendwas davon werden wir schon brauchen. Und haben nun mehr, als das Schiff an Last ertragen kann. Weiterlesen

10 Google Analytics Basics (auch für andere Web Analyse-Tools)

Google Analytics hatte letztes Jahr seinen 10. Geburtstag, und in den letzten mehr als 10 Jahren durfte ich einiges an Erfahrung sammeln, was man beim Einsatz von Web Analytics-Systemen beachten muss. Hier sind meine 10 Basic-Tipps, angefangen mit den absoluten Basics, den Abschluss bilden dann die Basics für diejenigen, die auch wirklich was mit ihren Daten anfangen wollen

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