R: dplyr/sparklyr vs data.table Performance

In ihrem Buch „R for Data Science“ (2017) empfehlen Grolemund und Wickham, data.table anstelle von dplyr zu verwenden, wenn man regelmäßig mit größeren Datensätzen (10 bis 100 GB) arbeitet. Da ich mit Wickhams sparklyr begonnen hatte – R’s Schnittstelle zu Spark im dplyr-Dialekt – wollte ich wissen, wie viel schneller data.table tatsächlich ist. Dies ist kein besonders professioneller Benchmark, da ich nur die Systemzeit vor und nach dem Skript vergleiche, aber er gibt einen Hinweis auf die Vor- und Nachteile beider Ansätze.

sparklyr

Zunächst habe ich einen Spark-Cluster lokal aufgesetzt und die Daten damit verarbeitet:

conf <- spark_config()
conf$spark.executor.memory <- "16G"
conf$spark.yarn.executor.memoryOverhead <- "4g"
conf$spark.memory.fraction <- 0.9
conf$spark.driver.maxResultSize <- "8G"
sc <- spark_connect(master = "local", version = "2.2.1", config = conf)

start_time <- Sys.time()
userDataSet <- spark_read_csv(sc, "country", "/home/tom/huge-file.csv", memory = FALSE)
end_time <- Sys.time()
end_time - start_time
# Time difference of 2.432772 mins

start_time <- Sys.time()
userDataSet <- userDataSet %>% filter(!is.na(Timestamp))
end_time <- Sys.time()
end_time - start_time
# Time difference of 3.437583 mins

data.table

Dann der Vergleich mit data.table:

library(data.table)

start_time <- Sys.time()
userDataSet <- fread("/home/tom/huge-file.csv")
end_time <- Sys.time()
end_time - start_time
# Time difference of 1.954231 mins

start_time <- Sys.time()
userDataSet <- userDataSet[!is.na(Timestamp)]
end_time <- Sys.time()
end_time - start_time
# Time difference of 0.06743789 secs

Fazit

Die Ergebnisse sprechen für sich: data.table ist beim Einlesen der Datei vergleichbar schnell wie sparklyr, bei der Filteroperation jedoch dramatisch überlegen – Sekunden statt Minuten. Für lokale Datensätze im Bereich von 10–100 GB ist data.table klar die bessere Wahl. sparklyr lohnt sich vor allem dann, wenn man auf ein echtes verteiltes Spark-Cluster zugreifen kann oder die dplyr-Syntax zwingend benötigt.

1 Jahr Home Office

Am 13.3.2020 bin ich ins Home Office gewechselt. Nicht freiwillig. An diesem Tag erfuhr ich, dass ich am Tag zuvor mit einer Kollegin Bahn gefahren war, die am nächsten Tag starke Corona-Symptome hatte (ihr Test war später negativ). Sie hatte Kontakt zu mehreren Team-Mitgliedern. Es war Freitag der 13., an dem ich das ganze anwesende Team nach Hause schicken musste und zum Teil in Angst und Schrecken versetzte. Denn, wo einen Test herbekommen, wenn die 116117 dauerbesetzt ist? An diesem Tag ging alles darum, mit wem die Kollegin Kontakt hatte, welche Wege sie im Büro gegangen war, und in welchen Räumen sie länger verweilte. Sofort ging ein bereits definierter Prozess los. Doch für das, was folgte, gab es noch keinen Prozess.

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Der PowerMBA: Erfahrungen aus der ersten internationalen Kohorte


 

Die MBA-Welt hat mich schon lange interessiert, schon zu Anfang meiner Karriere hatte ich mir ein Buch mit MBA-Wissen gekauft, weil ich immer das Gefühl hatte, dass mir als eher technisch ausgebildetem Menschen etwas fehlt. Nicht, dass ich über die Jahre nix dazu gelernt hätte, aber ich hatte mich immer gefragt, was mir fehlt, wovon ich eventuell nichts weiß, also “Unknown Knowns”. Das Buch, das ich damals kaufte, war der 10-Day MBA, das ich immer noch jedem empfehlen möchte, denn nicht alles, was hier drinsteht, wird auch im PowerMBA gelehrt. Empfehlenswert ist auch der Real-Life-MBA, den es sogar auf Deutsch gibt. Und wenn wir schon bei Büchern sind, dann darf The Visual MBA nicht fehlen.

In den letzten Jahren wurde ich mit immer mehr Werbeanzeigen zu MBAs und alternativen Programmen beworfen, vor allem vom altMBA und dem PowerMBA. Der altMBA war mir für das, was er bietet, zu teuer, der PowerMBA mit dem Einführungspreis von 750 Dollar war ein Bruchteil des Preises anderer Programme. Aber kann so etwas wirklich gut sein? Ein nicht akkreditierter MBA? Ich hatte meine Zweifel, denn einige der dort enthaltenen Themen waren mir nicht fremd, im Gegenteil. Und für irgendwelche Inhalte, wo es um “Growth Hacking” oder ähnliche Themen geht, in denen einfach lange bekannte Ansätze noch mal unter einem coolen Namen neu aufgebrüht werden, dafür ist mir meine Zeit und auch mein Geld zu schade.

Wie sieht das nun beim PowerMBA aus? Zunächst einmal: Ich bin noch nicht fertig, dies ist ein Zwischenbericht. Ich schreibe diesen Bericht, weil ich bei der Entscheidungsfindung lange nach Erfahrungen Anderer gesucht hatte, die wenigen Reviews im Netz aber auf Spanisch waren. Die Anmeldung beim PowerMBA war also ein Wagnis 🙂 Vielleicht helfen meine Erfahrungen Interessierten bei der Entscheidungsfindung.

Gleich nach der Anmeldung erhält man ein Zertifikat, obwohl man noch nichts geleistet hat. Eine Bewerbung oder Reglementierung, wer in das Programm einsteigen kann, existiert nicht. Das Programm fing bei mir nicht sofort an, zwischen meiner Entscheidung und dem Start vergingen einige Monate. Das kann heute anders sein, ich bin halt Teil der 1. internationalen Kohorte. Man wird nach der Anmeldung regelrecht bombardiert mit Communities, Webinars etc, das alles in verschiedenen Apps, Websites, Kanälen. Der viele Content ist natürlich super, aber eine Community auf einer Website plus einer App plus einem Reading Club auf wieder einem anderen Portal, nun ja. Zusätzlich existieren noch Telegram Chats und Zoom-Meetings für lokale Gruppen, geleitet von “Ambassadors”, natürlich auch Dank Corona, denn real treffen ist momentan nicht möglich. Damit fällt auch ein Teil des Vorteils eines MBA-Programms flach, die Vernetzung offline.

Der PowerMBA unterteilt sich in 8 Module, das 1. Modul hier im Screenshot nicht mitgezählt:

Der Knopf “Go to next class” funktioniert bei mir meistens nicht, auch wenn ich noch eine Einheit offen habe. Die Applikation läuft auf TypeForm, ist also keine Eigenentwicklung.

Jeden Werktag erhält man Zugriff auf ein Video oder eine durchklickbare Folge von Mini-Inhalten von ca 15 Minuten, was einer Lerneinheit entspricht. Dies ist das Konzept des Microlearnings. Die Einheit wird meistens um ca. 7 Uhr morgens freigeschaltet, was für 5AM Club-Anhänger wie mich eher suboptimal ist. Ich habe das nun so gelöst, dass ich versuche mir 1-2 Videos aufzusparen, um etwas Puffer zu haben. Auf dem Bild unten sieht man Einheiten, die ich abgeschlossen habe, Einheiten, die freigeschaltet sind, aber noch nicht abgeschlossen, und Einheiten, die noch nicht freigeschaltet sind:

Manchmal sind anstatt des Videos auch Fehlermeldungen zu finden, so dass es gut ist, mehr als eine Einheit “auf Halde” zu haben, wenn man das wie ich unbedingt morgens machen möchte. Ehrlich gesagt finde ich es aber auch schade, dass noch nicht mehr freigegeben ist, zum Beispiel ein ganzes Thema, denn manchmal sind die Themen schon sehr spannend, und man möchte einfach mehr lernen, vor allem wenn man gerade im Flow ist. Dem ist ein Riegel vorgeschoben, denn der Support antwortete mir auf meine Frage, ob man nicht mehr freigeben will:

This I am afraid we cannot do, sorry! Our one class per day system allows all our students to progress at the same time helping then get fully involved with the program and the other services available to them such as the forum where they can discuss ideas or questions they may have regarding that class, with their other classmates.

Das ist natürlich Quatsch, denn ich bekomme schon mit, dass einige doch etwas hinterherhinken. Und nur weil ich schon etwas weiter bin im Material, heißt das ja nicht, dass ich mich nicht mit anderen über vorherige Themen austauschen könnte. Die Qualität des Austauschs hängt meiner Meinung nach auch stark vom Ambassador ab und was er von den Themen weiß, die besprochen werden sollen. Was fehlt sind Case Studies, die man selber oder mit einem Team bearbeiten muss.

Die einzelnen Einheiten sind von unterschiedlicher Qualität, einige sind wirklich sehr gut, viele gut, wenige nicht ganz so prall. Zu jeder Einheit kann man Feedback geben. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich lerne, vieles ist eine Inspiration, einiges habe ich auch schon erfolgreich im Job anwenden können. Insofern hat sich der PowerMBA gelohnt für mich. Inhalte wie Lean Startup kannte ich schon, aber es ist natürlich cool, Eric Ries in den Videos zu erleben. Viele der ersten Videos werden vom PowerMBA-Mitgründer Borja Adanero moderiert, und ich kann das “You must understand…” bald nicht mehr hören :), aber so viel Leidenschaft für die Themen hätte man sich manchmal auch im Studium von seinen Dozenten gewünscht.

Zusätzlich zu den Einheiten erhält man etwas schriftliches Material, das ok ist, eine grobe Zusammenfassung der Themen. Manchmal wünsche ich mir einen Deep Dive, aber das ist eben nicht drin zu dem Preis.

Die Fragen in den Tests sind zum Teil einfach schlecht oder zumindest nicht eindeutig genug. Das kann der Übertragung aus dem Spanischen geschuldet sein, aber Fragen wie “Wer schrieb The Lean Startup?” sind einfach bescheuert. Manche Tests scheinen mit der heißen Nadel gestrickt worden zu sein. Bisher habe ich aber alle Tests bestanden, ohne viel dafür gelernt zu haben, allerdings muss man schon konzentriert sein bei den einzelnen Einheiten, ansonsten funktioniert das nicht.

Insgesamt, trotz aller Kritik, bereue ich meine Entscheidung nicht. Ich habe schon einige wichtige Impulse mitnehmen können. Der PowerMBA eignet sich zudem für Entrepreneure und Intrapreneure, die innerhalb oder außerhalb einer Firma ein Startup gründen wollen. Ob ich durch den PowerMBA attraktiver werde für Arbeitgeber? Keine Ahnung, ich habe es gemacht, weil ich mehr lernen wollte. Und vielleicht mache ich nun sogar noch einen richtigen MBA hinterher. Als kleine Grundausbildung würde ich den PowerMBA aber bisher auf jeden Fall empfehlen. Ich werde diesen Text ergänzen, wenn ich fertig bin mit dem Programm.

Langzeit-Erfahrungen mit tado: Nicht gut, aber Alternativen noch schlechter


Update 29.11.2022: Eines der Thermostate ist defekt. Es schließt nicht mehr richtig, so dass geheizt wird, auch wenn das Thermostat eigentlich ausgeschaltet ist. 79 Euro. Unten beim Geldsparen außerdem noch ein Zusatz. Vielleicht amortisiert sich tado nun doch schneller Dank der leider stark gestiegenen Gaspreise, aber die defekten Geräte helfen dabei nicht wirklich weiter.

Update 18.1.2022: Nach einer Reparatur der Therme ließ sich die Heizung nicht mehr mit tado steuern. Zwar sagte die tado-App, dass alles problemlos läuft, aber die Anforderungen kamen nicht bei der Therme an. Warmwasser funktionierte problemlos.

Der Notdienst unseres Klempners hat den Fehler nicht finden können, und so war das Wochenende vor allem davon geprägt zu schauen, was das Problem sein könnte. Es war am Ende ein Draht, der sich aus dem Smarten Thermostat gelöst hatte. Zwar sagte der Kollege, dass das unmöglich von der Wartung kommen könnte, aber dass sich das Kabel einfach so aus dem Thermostat an der Wand löst, nun ja. Jetzt tut sich aber eine Frage auf: Wieso kann tado sagen, dass alles in Ordnung sei, wenn die Verbindung nicht ordnungsgemäß hergestellt ist?

Update 8.9.2021: Nach fast 4 Jahren ist die Internet Bridge im Eimer. Einfach tot. Support angeschrieben, einen Tag später kam die Antwort, dass ich doch bitte ein Video von dem Problem drehen soll. Gesagt, getan, dann ging es zum 2nd Level Support. Und da sie nunmal älter ist als 2 Jahre, tja, Pech gehabt, Garantie vorbei, 99€ kostet sie neu. Dadurch wird sich die Investition in die tado-Geschichte noch später amortisieren, wenn überhaupt. Der Claim von tado, dass man Geld spart, den kann ich für mich schon mal verneinen. Auch nach 4 Jahren werde ich die ursprüngliche Investition nicht wieder reingefahren haben, und wenn dann noch mal was kaputt geht… Lobend erwähnen muss ich aber die sehr freundlichen Techniker, mit denen ich geschrieben habe.


Gleich vorab: Ich wünschte, ich könnte mich den Begeisterungsstürmen für tado anschließen, schließlich habe ich tado ausgesucht, weil ich wirklich glaube, dass das System mein Heizungs-Problem lösen kann. Bisher aber sind meine Erfahrungen mit tado mittelprächtig bis ok,, und das liegt am System selbst und auch an der Hotline sowie den suboptimalen Hilfetexten. Ich hoffe, dass dieser Bericht helfen kann, eigene schlechte Erfahrungen mit tado zu verhindern beziehungsweise genau nachzudenken, was man da eigentlich tut. Ich werde diesen Artikel fortlaufend aktualisieren. Gekauft wurde das System Ende November 2017.

Inhalt

Das Problem: Kaminofen versus Heizungssteuerung

Kommen wir zunächst zu meinem Heiz-Problem. In erster Linie geht es mir nämlich nicht um das Sparen von Heizkosten, wobei das natürlich ein toller Nebeneffekt wäre, sondern darum, dass die alte Heizungssteuerung einen fundamentalen Denkfehler hatte. Eingebaut wurde alles neu während einer Komplettsanierung 2013 in einem Pre-Gründerzeit-Altbau von 1855. Gastherme, Rohre, Heizungen, Thermostat, alles neu. Der Fehler lag von Anfang an darin, dass der Klempner kein wirkliches Ohr für unsere Fragen hatte, vor allem, ob es Sinn ergibt, ein Thermostat für die Gesamtsteuerung der Heizung in das Wohnzimmer zu packen, wenn 3 Meter weiter ein Kaminofen steht. Meine Anfänger-Logik: Wenn der Kamin an ist, dann denkt das Thermostat, dass es ja superwarm ist und schaltet die Therme aus. Wohnzimmer warm, Rest der Wohnung kalt. Naja, man befindet sich ja eh meistens im Wohnzimmer, ist doch egal. Und im Schlafzimmer soll man eh kalt schlafen. Während einer Sanierung hat man 1.000 Probleme, und man vertraut jedem Handwerker, der überhaupt auf der Baustelle erscheint. Das war ein Fehler.

4 Jahre später. Nachwuchs. Etwas mager auf die Welt gekommen. Die Hebamme sagt, dass die alte Regel mit 18 Grad Zimmerthemperatur hier nicht gilt, den Kindern fehlt der wärmende Speck. Also Heizung an. Puh. Da war ja was. Und siehe da, selbst wenn der Ofen nicht an ist, bekomme ich die Temperatur nicht so hin wie ich sie brauche. Denn das Wohnzimmer ist zum Süden ausgerichtet, das Kinderzimmer zum Norden. Und auch wenn es heißt, dass es immer regnet in Hamburch, nee, auch hier scheint mal die Sonne, und dann brauche ich die Heizung nicht hochzudrehen, es ist auch so warm im Wohnzimmer. Der Trick wäre nun, dass ich einfach die Heizung im Wohnzimmer runterdrehe, das Thermostat hochdrehe, so dass die Therme an ist und das Kinderzimmer versorgt. Aber so richtig nach Steuerung hört sich das nicht an. Eher nach Energieverschwendung, zumal die Heizung zum Teil nicht mal eingeschaltet sein muss hier. Update: Ein Kommentator hat herausgefunden, dass das iSense-Thermostat auch unabhängig vom Thermostat die Heizung steuern kann. Meine Investition in tado wäre also gar nicht notwendig gewesen. Allerdings wäre die Heizungssteuerung dann immer noch ungenau.

Eine kurze Affäre mit Max!

Nächste Idee: Ich versuche es mit einem Smart Thermostat, in diesem Fall von Max!. Der nette Verkäufer von conrad empfiehlt mir dieses System, da es günstig ist. Am besten ein Wandthermometer plus die zwei smarten Heizungsthermostate, fertig ist die Laube. Das Wandthermostat soll verhindern, dass die Temperaturfühler an der Heizung von 21 Grad ausgehen, die es in der Mitte des Zimmers gar nicht mehr gibt. Zunächst glaubte, nein, hoffte ich, dass das die Lösung ist. Aber das war sie nicht. Das System war unberechenbar und heizte zum Teil hoch auf 24 Grad, obwohl es auf 19 Grad runterreguliert wurde. Und es löste mein Problem nicht. Denn wenn man doch mal den Ofen anmachen wollte im Wohnzimmer, nun ja. Dann war die Therme halt aus. So hoch konnte ich sie gar nicht stellen, dass sie auch noch das Kinderzimmer geheizt hätte. Schnell bei eBay verkauft, der Käufer meldete sich übrigens nach einem Jahr, dass ein Thermostat defekt sei; zum Glück hatte ich den Bon noch.

Die Erfahrungen der Crowd mit tado

In den folgenden Tagen lernte ich mehr über Heizungssysteme als ich jemals wollte. Unsere Therme ist eine Remeha Tzerra 28c, die über das OpenTherm-Protokoll kommunizieren kann. Bis ich genau nachgesehen hatte, war ich davon ausgegangen, dass unser Thermostat im Wohnzimmer per Funk mit der Therme kommunizierte, aber das iSense-Thermostat war tatsächlich mit einem Kabel vom Wohnzimmer mit der Therme in der Küche verbunden. Schade aber auch, sonst hätte man das Thermostat ja einfach woanders hinhängen können, wo es nicht der Hitze des Ofens ausgesetzt gewesen wäre. Eine Funkversion hätte mindestens 300 Euro gekostet. Aber ungenau wäre das immer noch gewesen.

Mein nächster Schritt war ein Aufruf bei Facebook, wer denn Erfahrung mit Smart Heating hätte. Die Resonanz war beeindruckend. tado war die Hauptempfehlung, gefolgt von elgato (fällt flach weil hier im Haushalt nicht alle ein Apple-Gerät besitzen), Max! (da gab es auch böses Contra), Coqon, Loxone (weil man da mehrere Smart Home-Geschichten auf einmal mit lösen kann anstatt für alles eine App zu haben), innogy, hydraulischer Ausgleich sowie Einwände, dass das kompletter Schwachsinn sei, überhaupt sein Heim mit sowas vollstopfen zu wollen. Manche hatten sich leider nicht die Mühe gemacht, den Thread überhaupt komplett zu lesen und kamen mit Allgemeinplätzen. Aber gut. Insgesamt eine tolle Ausbeute. Da einige Freunde gute Erfahrungen mit tado gemacht hatten, schaute ich mir dieses System genauer an.

Erste unangenehme Erfahrungen mit tado: Die Verkaufs-Hotline

Meine Recherche zeigte, dass tado tatsächlich die Lösung für mein Problem sein könnte, denn anscheinend kann hier ein Heizungsthermostat direkt bei der Therme mehr Power verlangen. Im MediaMarkt sah ich am späten Samstag Nachmittag das komplette Set, und da es noch nicht 18 Uhr war, dachte ich, dass ich das Angebot der tollen Hotline ja ausprobieren könnte. Kann das Smart Thermostat von tado mit der Remeha Tzerra 28c umgehen? Im Netz nur widersprüchliche Infos. Auf der deutschen Seite wurde Remeha gar nicht aufgeführt, auf der niederländischen Seite schon. Schade. Es ging niemand dran. Auch keine automatische Nachricht. Also habe ich das Set im Laden stehen lassen.

Am Montag rief ich dann gleich morgens bei tado an. Und diesen Anruf werde ich so schnell nicht vergessen. Bevor ich meinen ersten Satz überhaupt zuende bringen konnte, wurde ich schon unterbrochen. “Haben Sie ein Thermostat oder…” und so weiter. Keine Chance, mein Problem zu schildern. Auch als ich den Herrn darauf aufmerksam machte, dass ich gerne erst mal ausreden möchte, wurde ich sehr unhöflich in die Schranken gewiesen. Irgendwann konnte ich dann doch mein Problem schildern, und nun musste der forsche Telefonverkäufer doch einsehen, dass es vielleicht besser gewesen wäre, mich erst reden zu lassen. Nein, er könne nicht garantieren, dass das mit meiner Remeha-Therme funktioniere. OpenTherm ginge auch bei anderen, und in 95% aller Fälle blablabla. Ja. Steht auch auf der Webseite. Ich hätte mir den Anruf sparen können und gleich im MediaMarkt kaufen. Da kaufe ich zwar ungern, denn die vielzitierte Beratung fokussiert sich ja auf die Geräte, die gerade palettenweise im Lager stehen, aber die extra Marge und vielleicht auch den Sales-Bonus gönne ich tado in diesem Fall nicht.

4 Tage später wurde das Paket losgeschickt, zusammen mit einer Mail inklusive Rechnung mit Zahlungsziel am gleichen Tag. Auch nett. Ware noch nicht da, aber bitte sofort bezahlen. Anruf bei der Hotline zwecklos. Aber dem Social Team von tado, das auf twitter geantwortet hat, hier ein fetter Dank, denn sie haben das Problem kurzfristig und kompetent gelöst. Natürlich habe ich 14 Tage Zahlungsziel. Dass das Produkt erst 4 Tage später hier ankam ignoriere ich jetzt mal. Aber die Interaktion mit dem Social Team war bis dahin meine einzige gute Erfahrung mit tado. Auch bei späteren Nachfragen erwies sich das Social Media Team von tado immer als schnell, ehrlich und lösungsorientiert. Danke dafür noch mal an dieser Stelle!

Erfahrungen mit tado: Die Installation

Ganz einfach sei die Installation, und in weiten Teilen unterschreibe ich das auch. Apple-like. So kannte das Setup auch meine Konstellation von iSense und Remeha Tzerra 28c. Warum wusste das nur nicht der arrogante Typ von der Hotline? Schade nur, dass diese supereinfache Installation dazu führt, dass man davon ausgeht, dass wirklich jeder Schritt so einfach ist. Wenn alles schon für Doofe gemacht zu sein scheint, dann kann man es nicht glauben, wenn es mal nicht so ist. Und dann hakt es manchmal doch.

So soll man einfach nur den blauen Papierstreifen aus dem Batteriefach rausziehen, wenn man das Thermostat umdreht. Bei mir sah das  allesganz anders aus. Ich sah keinen blauen Streifen. Wer hätte auch gedacht, dass ich dazu das Case erst öffnen muss? Stand da glaube ich nirgends. Aber irgendwann kam sogar ich darauf. Nur steht auch nirgendwo, wie man das Case öffnet. Natürlich will man so ein teures neues Gerät nicht gleich zerstören.

Einige Punkte werden auch so selbstverständlich formuliert, dass man zum Beispiel tatsächlich auf die Idee kommt im Karton zu schauen, wo der Phasenprüfer ist. Denn wenn von “dem Phasenprüfer” gesprochen wird, dann gehe ich davon aus, dass der mitgeliefert ist, ansonsten hieß es ja “ein Phasenprüfer”. Ist er aber nicht oder er fehlte bei mir (anscheinend ist der nur in der Version 2 dabei gewesen?). Man wird auch nirgends vor der Installation darauf hingewiesen, dass man diesen benötigt. Schade eigentlich. Mitten in der Installation merkt man dann, dass man abbrechen kann, denn anscheinend ist die Installation ansonsten lebensgefährlich (ich hab das dann anders gelöst, denn die iSense kann nur dann ohne Batterie leben, wenn sie Strom von der Therme bekommt, und mit abgeklemmter Sicherung konnte die Therme auch nix weitergeben. Dies ist aber kein Tipp, bitte nicht nachmachen!). Oder man dachte sich, wenn man schon auf der Packung erwähnt, dass ein Phasenprüfer benötigt wird, dann kaufen manche das Produkt nicht, weil sie gar nicht wissen, was ein Phasenprüfer ist. Besser sie merken erst während der Installation, dass sie einen brauchen, denn dann haben sie schon gekauft und sind so weit mit der Installation, dass sie das Gerät nicht mehr zurückschicken werden. Um 22 Uhr, als ich mit der Installation anfing, hätte ich auf jeden Fall keinen Phasenprüfer mehr bekommen können. Abgesehen davon ist der “Lügenstift”, wie er auch genannt wird, kein ausreichendes Hilfsmittel. Aber das ist ein anderes Thema.

Nach dem alles einigermaßen angebracht war (um 22:30 fehlte mir leider noch etwas in der Wand, woran ich das Smart Thermostat hätte befestigen können, aber Gaffa-Tape ist Dein Freund), war die positive Überraschung zunächst, dass ich es anscheinend tatsächlich geschafft hatte, nichts zerstört zu haben. Das Thermostat konnte tatsächlich die Therme steuern. Nur das Warmwasser war abgeschaltet. Und da ist auch schon wieder ein Kritikpunkt: So richtig erklärt wird das mit der Warmwassersteuerung nicht. Und das zieht sich über alle Hilfetext hin, alles ist einfach nur oberflächlich behandelt. Die Hilfe-Funktion ist keine Hilfe, denn die Inhalte dort sind so allgemein, dass man auch genau so gut auf sie verzichten könnte. Während der Installation ist die ganze Zeit ein gelber Reiter mit einem Telefonsymbol rechts im Fenster zu sehen, aber klickt man darauf, findet man keine Hilfetexte, die zu dem jeweiligen Stand der Installation passen. Kaum ein Text hat ausreichend Tiefe. Das zieht sich auch durch andere Bereiche der tado-Welt, siehe weiter unten.

Ebenso verstehe ich nicht, warum ich nicht sagen kann, dass das Thermostat nun im Wohnzimmer ist, wo auch noch zwei Smart Heizkörperthermostate sind? Wäre doch toll, wenn die sich synchronisierten? Aber nun steht da einfach nur “Heizung” und “Wohnzimmer”, und die zeigen unterschiedliche Temperaturen an (was kein Wunder ist, denn von den Heizungen am Fenster zum Thermostat an der Wand sind es wieder drei Meter, und da geht etwas an Temperatur verloren). Ein Anruf bei tado, dieses Mal bei einem sehr hilfsbereiten Mitarbeiter, bringt die Lösung: Er könne das zusammenfassen, aber eigentlich ist es auch egal. Auch die Tatsache, dass die Heizung auf 20° eingestellt ist, das Kinderzimmer auf 21° sei kein Problem, das Heizungsthermostat darf dennoch bei der Heizung eine höhere Temperatur abfragen. Sehr nett. Das mit dem Warmwasser wurde nicht so wirklich erklärt. Und während der Wartezeit in der Hotline-Warteschleife habe ich dann auch die Abdeckplatte gefunden, die im Shop nicht zu finden ist (sie findet sich unter diesem Link hier; der besserwisserische Verkäufer bei meinem ersten Telefonat wusste doch alles besser, warum hatte er diese Platte nicht gleich mitempfohlen?). Unten im Video sieht man übrigens, wie das in gut aussieht.

Noch ein Kritikpunkt, den ich bei meinen Erfahrungen mit tado gemacht habe: Das Einrasten der Heizkörperthermostate bei der Installation funktioniert nur so suboptimal, bei manchen Thermostaten benötigte ich mehrere Versuche.

tados ortsabhängige Steuerung

Neben der Lösung, die uns tado für uns individuelles Heizproblem bietet, fand ich von Anfang an auch die ortsabhängige Steuerung für sehr genial. Anstatt eines strikten Zeitplans würde nun die Heizung dann arbeiten, wenn wirklich jemand zuhause ist. Klingt doch erst mal gut, oder?

Das Handy oder die tado-App selbst hatte ab und zu Probleme damit, mich korrekt zu orten, denn selbst als ich in einer Nebenstraße parkte war ich immer noch außerhalb der Ringe. Google Maps zeigte meinen korrekten Standort, in den Einstellungen der tado-App gehörte die Nebenstraße definitiv zur Home-Zone. Erst kurz vor der Haustür schaltete sich der Hintergrund von grün auf gelb. Wäre ich S-Bahn gefahren (in Hamburg führt die S-Bahn z.T. unterirdisch und die U-Bahn z.T. oberirdisch), dann hätte ich das verstanden. Aber ich fuhr mit einem DriveNow und war ganz gespannt, wann das System umschaltet. Aber in der Regel funktioniert dieses Feature ganz gut.

Wichtig: Bei manchen Android-Derivaten scheint ein Energiesparmodus aktiviert zu werden, der es Apps verbietet, im Hintergrundmodus den Ort abzufragen. Und so kann es dann passieren, dass man zwar nicht zuhause ist, die tado-App das aber nicht mitbekommen hat und die Heizung fröhlich weiter arbeitet. Ab und zu mal ein Blick auf die App lohnt sich also.

Kann man wirklich Geld mit tado sparen?

Ich bezweifle stark, dass die in der Werbung damals versprochenen >30% Ersparnis an Heizkosten wirklich drin sind. Die Energiespargarantie bezog sich allerdings nicht auf die 30%, sondern einfach nur für den Fall, dass man “nicht genug gespart” hat. Dieses Angebot sehe ich heute nicht mehr. Ich konnte schon nach ein paar Wochen sagen, dass sich die Anschaffung nicht so schnell amortisieren wird. Wir geben im Jahr weniger als 750€ für Gas aus, selbst wenn tado ein Drittel davon einsparen würde, dann müssten mehr als 2 Jahre ins Land gehen, um das Smart Thermostat und die mittlerweile 10 Smarte Heizhörperthermostate wieder raus zu haben. Und hier ist noch nicht eingerechnet, dass ein Teil des Gases für Warmwasser draufgeht, und da werde ich nicht in den Einstellungen rumpfuschen. Ich will nicht morgens um 4 unter der Dusche stehen, weil ich einen frühen Flieger habe, und dann noch mal zum Handy laufen müssen, um das Warmwasser einzuschalten. Vor allem nicht, solange man nachts von zwei kleinen neuen Erdbürgern wachgehalten wird und dann vielleicht auch mal warmes Wasser zum Händewaschen braucht nach dem Wickeln (wer hätte gedacht, dass kleine Jungs so weit… aber lassen wir das). Ich hab also um die 1.000€ ausgegeben für die Versmarthomung unserer Heizung, ich bräuchte also um die 4 Jahre, bis ich mit tado schwarze Zahlen schreibe. Das habe ich nach 4 Jahren definitiv nicht erreicht.

Interessant auch, dass mir die App für den ersten Monat der Installation, November 2017, bereits eine Ersparnis von 11% bescheinigte. Ich hatte das Smart Thermostat und 4 Heizkörper-Thermostate für zwei Räume am 27.11. installiert, es gab also nur 4 Tage und nur einen Teil der Räume, in denen das tado-System installiert war, und trotzdem will man 11% gespart haben? Das würde mich extrem wundern.

Schauen wir uns einmal einen Monatsbericht für einen ganzen Monat an. Im Dezember 2017 soll ich 22.8% an Energie eingespart haben. Das wäre natürlich super. Natürlich weiß tado aber nicht, was ich im Vormonat oder im Dezember 2016 an Energie verbraucht habe. Es wird einfach nur geschätzt, dass ich im Vergleich “zum Verbrauch mit einer temperatur- und zeitgesteuerten Standardregelung mit Nachtabsenkung nach DIN V 18599-10” so viel Energie eingespart habe. Es ist nicht so, dass es vorher keinen Zeitplan gegeben hätte. Die Heizung wurde tagsüber eh schon runtergeregelt, ebenso nachts. Entspricht das der DIN-Norm? Ich weiß es nicht. Aber ich vermute, dass hier sehr optimistisch gerechnet wird. Denn wie viel weiter kann tado runterregeln, dass tatsächlich eine Ersparnis zustande kommt? Es ist ehrlich gesagt sogar unwahrscheinlich, dass ich hier Geld gespart hatte, aber das liegt nicht an tado. Durch den Nachwuchs sind wir ja eher mehr zuhause und haben sogar ein Zimmer stärker beheizt. Es ist sogar so, dass ich dadurch, dass ich die Heizung genauer steuern kann, sogar eher bereit bin, die Heizung höher zu stellen, wenn mir kalt ist. Schließlich muss ich dafür nicht mehr aufstehen

Mittlerweile kann man aber auch Daten eingeben, in unserem Fall die Werte von dem Gaszähler. Tut man das nicht, so sehen die Schätzungen “Energy IQ”-Funktion so aus:

Gibt man dann Daten ein, so werden die Vorhersagen nicht sofort neu berechnet, anscheinend findet das in der Cloud statt. Hier hat es einen Tag gedauert, und da sieht man, wie weit tado entfernt ist vom realen Verbrauch:

Anscheinend haben wir schon einiges gespart, aber dennoch nicht so viel wie tado vermutet hatte. Dennoch lohnt es sich, den Verbrauch manuell einzutragen.

Was auf jeden Fall nicht zuverlässig funktioniert, ist die automatische Erkennung, dass ein Fenster geöffnet wurde, so dass die Heizung ausgeschaltet wird. Manchmal funzt es, manchmal nicht, manchmal funktioniert es zuerst und dann schaltet sich die Heizung doch wieder ein. Und dann versucht sie natürlich gegen die Kälte anzuheizen, was natürlich komplette Geldverschwendung ist, im wahrsten Sinne Geld zum Fenster herauswerfen. Das ist natürlich schade, dass das nicht funktioniert.

Was ich auch nicht ganz verstehe ist, wie tado und die Heizkurve der Therme zusammenarbeiten. Die Heizkurve ist ein ganz besonderes Thema, über das man sich stundenlang mit einem Heizungstechniker unterhalten kann. Soweit ich das verstehe wird die Heizkurve einer Therme durch einen Außenfühler bestimmt, so dass die Therme davon abhängig eine Vorlauftemperatur erzielt. Die Therme läuft also immer ein wenig, um diese Vorlauftemperatur zu erreichen. Bei tado scheint es so zu sein, dass die Therme nur dann angeworfen wird, wenn Wärme angefordert wird. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Vergeblich sucht man auf der tado-Seite nach dem Begriff, und obwohl es interessante Diskussionen zur Heizkurve gibt, werden sie in der Suche nicht angezeigt.

tado-Batterien bereits nach 4 Monaten leer

Ja, richtig gelesen. Nach 4 Monaten kam eine Push-Mitteilung wie auch eine E-Mail von tado, dass in zwei Thermostaten die Batterie leer ist. Die restlichen Batterien machten kurz darauf schlapp. Zitat aus der E-Mail:

Das ist deutlich früher als die erwartete Batterielebensdauer. Wir sind uns des Problems bewusst und arbeiten an der Lösung. Deine Geräte werden aktualisiert, um die Batterielebensdauer zu verlängern. Bitte entschuldige die Umstände.

Das ist natürlich extrem unschön. Die Frage ist, wann wird das gelöst? Bekomme ich das überhaupt mit, wenn die Thermostate aktualisiert werden? Es dauert übrigens mehr als nur ein paar Minuten, bis in der App vermerkt ist, dass die Batterie gewechselt wurde; in einem Fall hat es fast 30 Minuten gedauert. Da bekommt man zwischendurch Zeifel an sich selbst, ob man tatsächlich beim richtigen Thermostat die Batterien ausgetauscht hat.

Übrigens kann eine leere Batterie auch der Grund dafür sein, dass ein Raum angeblich keine Verbindung hat. Die beiden Räume auf dem Screenshot links haben beide jeweils 2 Smarte Thermostate, und einer von ihnen hat eine Verbindung, der andere nicht, anscheinend weil die Batterie leer ist. Die App ist hier erst mal nicht wirklich hilfreich, denn der ganze Raum ist jetzt nicht mehr steuerbar. Premium ist wirklich etwas anderes, würde ich mal sagen.

Und nach einem Jahr fing das Smarte Thermostat dann an zu spinnen:

 

 

Manchmal blinkte auch nur kurz was auf, wenn ich auf den Knopf drückte. Das Problem? Wieder eine schwache Batterie! Diese waren zwar gerade erst ausgewechselt worden (und zwar nicht mit Billig-Batterien), aber ohne Vorwarnung reagierte das Gerät nicht mehr richtig. Das Blinken der Thermostate, das man via App auslösen kann, funktioniert in manchen Räumen gar nicht. Wieder eine zu schwache Batterie!

Nun sind Wegwerf-Batterien auch nicht unbedingt die beste Lösung, wiederaufladbare Akkus sind umwelttechnisch besser. Nicht bei tado. Denn wenn man Akkus (HR6 anstatt die empfohlenen LR6) reinsteckt, dann geht die Anzeige, dass die Batterien leer sind, gar nicht mehr weg. Das liegt daran, dass Akkus einfach weniger Spanning haben und tado anscheinend keine Lust hat, die Software hier anzupassen. tado sitzt das Thema einfach aus, wie dieser Twitter-Thread zeigt.

Ist das wirklich so smart mit der tado-Steuerung über die Cloud?

Ein großer Kritikpunkt meinerseits: Warum muss alles in der Cloud sein? Alle Einstellungen werden an tado übertragen, wenn der eigene Internetzugang ausfällt, dann ist Schluss mit dem intelligenten Heizen. Ja, man kann noch manuell justieren. Ach nee, geht ja doch nicht, denn wenn man die Kindersicherung aktiviert hat, dann geht eben gar nix mehr. Pech gehabt. Das kommt nicht vor? Vodafone Kabel ist hier in den letzten zwei Monaten zwei Mal für mehrere Tage ausgefallen. Mitten in Hamburg.

Und es muss nicht mal der eigene Internetzugang sein, denn auch tado selbst kann Probleme mit dem Server oder dem Rechenzentrum haben (jaja, da gibt es Redudanzen, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich sowas immer gut anhört und im Ernstfall auch mal schief gehen kann). Auf dem Foto links sieht man wie es in der App aussieht, wenn mal gerade keine Verbindung möglich ist. Angeblich lag es in diesem Fall an meiner Internetverbindung, bei der Internet Bridge blinkte die Cloud-LED (die Bridge versucht die tado-Server zu erreichen). Tatsächlich konnte ich über den gleichen Internetanschluss die tado-Support-Seiten ansteuern, so dass es wohl weniger an meinem Internetanschluss lag. Die tado-Server liefen laut Status-Seite normal. Angeblich können die Geräte bei einem Internetausfall dann noch manuell gesteuert werden. Aber die erste Woche meiner Erfahrungen mit tado war auf jeden Fall eher gemischt, denn tado scheint nicht ehrlich zu sein, was die Verfügbarkeit ihrer Server betrifft.

Update 1673.2020: tado war am 1563.2020 mehrere Stunden offline. Natürlich gab es mehr als 294 Nutzer, die Probleme hatten, dies sind nur die, die das auch gemeldet hatten. tado war aber transparent und hat die Probleme auf twitter zugegeben.

Ob es tado in zwei Jahren noch gibt? Ich weiß es nicht, ich hoffe es, denn ansonsten habe ich einfach nur viel Geld für nicht mehr benutzbaren Elektroschrott ausgegeben. Die Synchronisierung ist abhängig von tado-Servern. Meine Hoffnung wäre dann, dass eines der etablierten Energie-Unternehmen die Chance erkennt und die Innovation kauft.

Fraglich ist für mich vor allem, wie lange tado überhaupt seine Cloud noch kostenlos anbietet; irgendwann wird man wohl auch hieraus einen Abo-Dienst machen. Ansonsten verstehe ich das Business-Modell nicht: Wie kann man einen kostenlosen Sync-Server betreiben, wenn man nur einmalige Einnahmen durch den Verkauf der Hardware hat? Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Ich befürchte sogar, dass tado plant, irgendwann ein Abo drauf zu machen, denn wenn man erste die Investition in die teuren Thermostate getätigt hat, dann sind 9,90€ im Monat ja auch nicht mehr so schlimm. Oder? Aus diesem Grund empfehle ich tado schon mal nicht! Update Februar 2019: Genau das ist passiert. Kostet zwar nur 2,99€ im Monat, aber es war abzusehen, dass eine kostenlose Cloud nicht funktionieren kann.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger, tado

Meiner Meinung nach werden tado-Nutzer zu zahlungspflichtigen Updates gelockt, die ihnen nix bringen. So wird das kostenpflichtige Upgrade der tado-App auf Version V3+ für knapp 20€ empfohlen, doch wenn man ganz genau hinschaut, dann bringt einem dieses Update teilweise nicht wirklich etwas. Das hat netterweise auch der Support zugegeben (der Social Media Support, von dem ich echt begeistert bin).   Denn natürlich konnte tado auch schon vorher automatisch erkennen, wenn man das Haus verlässt und auch wenn ein Fenster geöffnet ist (naja), nur dass solche Einstellungen nun angeblich automatisch vorgenommen werden.

Der Raumluft-Konfort-Skill dagegen klingt ganz nützlich, aber so wirklich mehr Informationen bringt er einem nicht. Ich habe (nur für dieses Blog) das Update trotzdem gemacht, aber es waren 20€, die ich mir auch gut hätte sparen können. Mit IFTTT kann man mehr anstellen, da man hier sogar Warnungen bekommt.

Fazit Erfahrungen mit tado

Die App

Die App fühlt sich gut an. Das Wissen, jetzt wirklich die Temperaturen in jedem Zimmer steuern zu können, entspricht dem, was ich von der heutigen vernetzten Welt erwarte, und tado hat das gut umgesetzt. Die Version V3+ nehme ich hingegen etwas als Geldmacherei wahr.

Lohnt es sich?

Bei einem Preis von 70-80€ pro Heizkörperthermostat überlegt man sich schon genauer, ob man wirklich alle 12 Heizkörper in der Wohnung damit ausstattet. Dann bin ich bei einem Preis von über 1.000€ insgesamt, und dann braucht tado wie oben geschrieben mehr als 4 Jahre, um das Geld wieder reinzuholen. Bis dahin gibt es wahrscheinlich schon wieder bessere Systeme. tado selbst hat schon die Version V3+ rausgebracht. Und auch wenn alle Komponenten wertig aussehen (meine Frau findet sie auf jeden Fall schicker als die Komponenten von Max!), sie fühlen sich nicht unbedingt wertiger an. Anschauen ja, anfassen nicht unbedingt. Da fühlt es sich eher nach billigem Plastik an.

Features

Mein Heizproblem wurde gelöst. Auch die ortsabhängige Steuerung funktioniert. Dass die Fenster-offen-Erkennung nicht zuverlässig ist, ist natürlich extrem schade.

Der Support

Liebe tado-Führung: Schult bitte Eure Verkaufskollegen am Telefon, dass man den Kunden nicht über den Mund fahren sollte, wenn diese noch nicht einmal den ersten Satz zur Hälfte aussprechen konnten. An Unfreundlichkeit war das kaum zu überbieten. Und wie schon gesagt: die Hilfe-Seiten sind wirklich suboptimal. Würde tado nicht nur Marketing-Blabla in den Hilfe-Teil der Seite schreiben, dann könnten sie eventuell auch den Support entlasten. Aber so ist es kein Wunder, dass man da anrufen muss. Dass die Installation an einer Remeha-Therme funktioniert, hätte man doch auch auf die Seite schreiben können. Hätte mir einen ziemlich doofen Anruf erspart und tado einen Blogartikel, der die Freundlichkeit der tado-Mitarbeiter kritisiert. Die Hilfe und die Verkaufstexte sind ungenau, nicht tiefgehend genug und zum Teil irreführend.

Letzte Worte

Meine Erfahrungen mit tado sind also generell eher durchwachsen. Meine größten Kritikpunkte sind die Abhängigkeit von der Cloud, die mangelhafte Kommunikation (das Social Media Team ist eine Ausnahme), die fehlende Zuverlässigkeit, ein offenes Fenster zu erkennen, die kurze Batterie-Laufzeut sowie die zum Teil unfreundliche Behandlung am Telefon. Alternativen sehe ich allerdings keine, wenn ich mir meine Erfahrungen mit Max! so ansehe. Ich würde mir tado aber nicht noch einmal kaufen.

Übrigens, die Telefonnummer der Support-Hotline lautet 089 412 09569

Kommentare (seit Februar 2020 ist die Kommentarfunktion von meinem Blog entfernt):

Ich bleibe says

  1. Oktober 2018 at 19:46 Ein sehr hilfreicher Erfahrungsbericht, besten Dank!

Marco says

  1. November 2018 at 04:44 Hätte ich leider früher Lesen sollen….

Michael says

  1. Dezember 2018 at 15:45 Oh Mann, tausend Dank für Deinen Artikel. Ich wollte auch schon den Bestellknopf drücken – aber jetzt?? Sorry, dass Du da als Beta-Tester vorgeritten bist. Ich habe ohnehin insgesamt das Gefühl, dass die tolle Smarthome Welt nur in den Reklamespots schön ist. Das echte -smarte- Leben scheint mir mehr ein Hindernislauf zu sein. X-Standards (WLAN, Buetooth, Dect). Nö, ich lasse noch etwas Zeit ins Land gehen…..So lange ich noch zwei gesunde Hände habe, kann ich den Heizungsregler auch noch mit der Hand bedienen.

Claus says

  1. Dezember 2018 at 13:38 Hallo Tom, ich habe ähnliche Probleme, mit meiner Heizsituation und dem tado Vertrieb, bei mir per Mail. Sie beantworten meine Fragen nicht, und gehen immer nur auf die Frage ob man ein Raumthermostat hätte. In meinem speziellen Fall ist dieses in die Therme selbst eingebaut – eine Besonderheit bei Vaillantthermen mit Aussenthemperturführung. Scheinbar eine Überforderung. Nach Deinem tollen Bericht habe ich mich kurz vor Kauf nun dagegen entschieden. Danke!!!!!!!! Danke !!!!!!!! Danke !!!!!!!!! Dir und Deiner Familie schöne warme Weihnachten und einen guten Rutsch.

Thomas says

  1. Januar 2019 at 17:46 Danke für den Erfahrungsbericht. Leider habe ich den auch zu spät gelesen. Bei mir verhindert das Extension Kit, dass ich einen Komfort Heizwert von >18 Grad einstellen kann an der Therme. Ist doch etwas kalt im Winter… Der Support ist leider weder entgegen kommend noch hilfreich…

Herbert says

  1. Januar 2019 at 00:33 Danke für die ausführliche Informationen. Ich habe auch seit mehr als einem Jahr 5 Heizkörper und ein Raumthermostat in Verwendung. Mein Problem sind ebenfalls die Batterielebensdauer!!! alle 3 Wochen tausche ich Markenbatterien beim Raumthermostat !! Ohne dem steht die Heizung!!! Bin am überlegen ob ich die Stromversorgung nicht umbauen werde!

Julio Caballero says

  1. März 2019 at 12:13 Danke für diese Info. Zu spät für mich hab leider das Problem auch mit offenes Fenster erkennen, glaube sende das ganze wieder zurück. Support kannst vergessen.

Herbert says

  1. Juni 2019 at 06:50 Batterie- Lebensdauer

Habe nach mehreren Mails ein Ersatzthermostat kostenfrei bekommen- seit dem funktioniert das System wieder problemlos.

Auf meine Anfrage ob des Fehlers habe ich keine Auskunft bekommen.

Grundsätzlich bin ich mit der Funktionsweise des Tadosystems zufrieden! Der Support aber ist verbesserungswürdig!

Michael says

  1. September 2019 at 10:06 Mal ganz ohne Zusatzgeräte Der iSense hat extra für diesen Fall eine Funktion eingebaut: „4.2.3. Funktion Fremdwärme Erreicht die Temperatur in dem Raum, wo der Regler positioniert ist, den gewünschten Wert, schaltet die Zentralheizung ab. Dieser Fall kann eintreten, wenn ein offener Kamin vorhanden ist. oder viele Personen anwesend sind. In einer solchen Situation werden auch die anderen Räume im Haus nicht mehr beheizt. Sie können die Funktion Fremdwärme einschalten, um sicherzustellen, dass andere Räume weiterhin beheizt werden. Dies erfolgt über die Taste Programm. Dabei wird der im Regler integrierte Raumtemperatursensor ausgeschaltet. Die zu dem Zeitpunkt herrschende Wassertemperatur im Zentralheizungssystem wird dann beibehalten. Wenn es in den übrigen Räumen zu kalt oder zu warm wird, können Sie die Raumtemperatur dort mit der Dreh- und Drucktaste C am Regler erhöhen oder senken. Dies bewirkt eine Erhöhung oder Verringerung der Wassertemperatur in der Heizung.Um die Raumtemperatur in den übrigen Räumen weiter individuell zu regeln, können Sie die Heizkörper mit Thermostatventilen ausstatten.“

Tom Alby says

  1. September 2019 at 20:25 Wow. Dazu kann ich nur sagen: RTFM, und zwar gründlich. Gelesen hatte ich es, aber anscheinend nicht gründlich genug. Hätte ich einiges an Geld und Ärger gespart. Der Vorteil an tado ist dann jetzt nur, dass die Temperatur wenigstens exakt gehalten wird. Und dass, wenn man mal nicht zuhause ist, an nix denken muss. Danke für den Kommentar!

Dustin says

  1. September 2019 at 13:13 Deine Erfahrungen kann ich in ähnlicher Weise nur bestätigen! Der Support hat den Namen nicht verdient. Bei mir verliert die Bridge jeden Tag die Verbindung zur Cloud, das wiederum hat zur Folge, dass die Heizkörper nicht mehr per App gesteuert werden können, kein offenenes Fenster erkennen und auch nicht merken, wann sie hoch und runter regeln sollen. Das Problem besteht seit April 2019, ich habe inzwischen sage und schreibe 77 E-Mails mit dem Tado-Support gewechselt, mehrmals telefoniert…. ich dokumentiere inzwischen alles, weil es so unglaublich erscheint…. Jetzt, Mitte September, benötige ich das System wieder und muss zwangsläufig bald die Thermostate tauschen, denn so kann ich nicht vernünftig heizen. Statt Geld zu sparen, wird es eher teurer. tado antwortet inzwischen seit 3 Wochen einfach gar nicht mehr…. Alle meine Mails werden missachtet. Zuvor wurde mir mehrfach schriftlich bestätigt, dass das Problem nicht mit meinem Netzwerk zusammenhängt und gerade ähnliche Fehler untersucht würden, deshalb benötige man auch mehr Zeit…. wie gesagt, seit April geht das jetzt so…..tado…. bitte lasst die Finger von diesem System. Es wird langfristig keinen Spaß bringen und die Batterien in den Thermostaten müssen alle 6 Monate getauscht werden, man wird zwar per Mail informiert (der Mailtext ist jedes Jahr der gleiche….man entschuldigt sich und will durch ein baldiges Systemupdate die Batterielaufzeit verlängern…)….aber eine Lösung scheint es auch hierfür nicht zu geben. Die Support-Seiten im Internet (testet bitte die FAQ´s mal vor dem kauf, ihr merkt es schnelle selbst) könnten nicht schlechter formuliert sein…. Hilfe bekommt man dort keine

Guido Sommer says

  1. Oktober 2019 at 07:40 Hallo Tom, hätte ich doch Deinen Artikel vorab gefunden .-( Habe 18 Thermostate gekauft – leider ist unser Haus Baujahr 1930 wohl so gut strahlentechnisch isoliert, dass die Bridge maximal 2 Etagen bedienen kann! Hast Du einen Tip, welche Thermostate (welche via Wlan angesteuert werden) gut sind ?

Danke aus Stuttgart Guido Sommer

Tom Alby says

  1. Oktober 2019 at 08:49 Nein, außer den genannten Thermostaten habe ich nichts ausprobiert.

Andreas Schorre says

  1. Oktober 2019 at 08:19 Hallo, ich habe jetzt zwei Wochen das Tado-System V3+, allerdings nur für eine Zentralheizung (5 Thermostate + Bridge) in einer Altbauwohnung. Bei mir läuft alles so wie es soll, die „Fenster offen Erkennung“ funktioniert ohne Probleme, springt sofort an und unterbricht den Heizvorgang. Auch Geofencing erkennt genau meinen Standort (iPhone)und fängt an zu Heizen, so wie es auch sein soll. Ich kann die vielen Kritikpunkte, zumindest bei mir, nicht nachvollziehen und hoffe das bleibt in Zukunft auch so! Zur Batterielebensdauer kann ich nach zwei Wochen natürlich noch keine Einschätzung abgeben, vielleicht hat sich in der V3+ Version der Software ja wirklich eine Verlängerung der Batterielebenszeit eingestellt, zu wünschen wäre es ja. Obwohl ich wahrscheinlich auf wiederaufladbare Akku’s setzen werde, die bekommt man heute auch von Markenherstellern schon recht günstig und man hat nur einmal die Anschaffungskosten.

Die „Fenster offen Erkennung“ und „Geofencing“ bekommt man nur in der Premiumversion , ansonsten erhält man „nur“ eine Nachricht und muss allein die Temperatur herunterregeln, was vielen Nutzern (die eh nur das Handy in der Hand halten…) schon reichen dürfte. Ich für meinen Teil habe mit das Jahresabo für 25 Euro geholt, weil ich diese automatische Erkennung sehr hilfreich finde und auch der Preis völlig ok ist! (Arbeite in der IT und sehe das deswegen wahrscheinlich mit anderen Augen und Erfahrungen) Leider sehen das viele Leute mit der heutigen Geiz-ist-geil-Mentalität nicht so, gesehen in vielen Chatkommentaren…

Ich will Tado nicht zu früh loben, aber auch nicht gleich jede Kleinigkeit zum Tadoproblem erklären. Ich habe selber gemerkt, wie ich im Altbau (3,50 Meter Deckenhöhe) mit der Temperatur-Korrektur mehrmals nachjustieren musste, um die wirklich angezeigte Temperatur auch im ganzen Raum zu erreichen….aber es geht! Eimal alles gut eingestellt und man hat genau das Ergebnis was man sich auch gewünscht hat.

Wenn mich jetzt also keine Hardware-Ausfälle oder Softwareprobleme treffen, dann bin ich doch tatsächlich sehr zufrieden mit Tado.

Tom Alby says

  1. Oktober 2019 at 09:15 So früh zu kaufen wie ich hat Vor- und Nachteile. Zum einen hat man noch mit den Kinderkrankheiten zu kämpfen, auf der anderen Seite gab es damals noch kein Abo-Modell, so dass ich für das von Dir genannte Premium-Feature nichts im Monat bezahle. Lediglich die neue App habe ich bezahlt. Das fand ich fair. Nachträglich das Abo bei den ersten Kunden einzuführen, das hatte sich tado wohl nicht getraut.

Zu den Akkus: Das ist umwelttechnischer definiv besser und mittelfristig auch im Geldbeutel spürbar. Allerdings habe ich selbst bei den besten Akkus nicht die Zeiten erreicht, die ich mit einer normalen Batterie erreiche. Aber da geht Umweltschutz natürlich vor Komfort.

Achim Sökefeld says

  1. Dezember 2019 at 22:00 Ich bin Architekt und nach anderthalb Jahren Tado Nutzung bereue ich zutiefst. ich habe in einem Jahr bei einer 100 m² Wohnung 50 € gespart, dauernd die Batterien gewechselt und dauernd das Gefühl gehabt meine Wohnung wäre zu kalt. Ein Thermostat ist kaputt gegangen weil mir eine Kleinigkeit drauf gefallen ist. Nach einem iPhone Wechsel Lässt sich das alte iPhone nicht löschen, die App stürzt dauernd ab, Daten sind falsch, zum Beispiel soll ich 316 mal im November das Fenster geöffnet haben. Blödsinn, einfach unrealistisch. Nur der Optik wegen tausche ich die Thermostate nicht aus, Aber ich glaube ,ich nutze diese nur noch zur manuellen Steuerung wie meine Thermostate vorher.

Simon says

  1. Dezember 2019 at 23:02 Guten Abend! Ich habe seit einigen Tagen 13 Tado Thermostate in meiner Physiotherapiepraxis installiert. Die Away-Funktion nutze ich natürlich nicht, da sonst meine Angestellten plus Patienten erfrieren würden während ich auf Hausbesuche bin. Ich muß trotz aller anfänglicher Skepsis sagen, dass es ganz gut funktioniert und bin zur Zeit recht zufrieden. 250 m2 werden gut abgedeckt ohne Funkabbrüche. Beeindruckt mich. So soll es sein. Den Support von Tado allerdings kann man in der Tat vollkommen vergessen. Ich wollte im Vorfeld der Investition in die Thermostate ein paar Fragen beantwortet haben. Leider geht das nur noch per Email, FAQ‘s oder Chat (laut der Dame aus dem Chat). Email dauert mir einfach um mich damit tagelang zu beschäftigen. Ich sitze ja nicht den ganzen Tag am Rechner und tippe. Ebenso mit der Chatfunktion. Zunächst antwortet ein Bot und nach kurzer Zeit immerhin eine reale Person. Aber dennoch habe ich nicht die Zeit wie mit einem Freund hin und her zu chatten. Ich mächte die Fragen für mich schnell beantwortet bekommen, um mich für oder gegen dieses System zu entscheiden und weitersuchen zu können. Das könnte man in einem Telefonat wesentlich zeitsparender klären. Da hat Tado nachgelassen, da es bis vor kurzem wohl noch einen Telefondienst gab. Sehr schade. Aber ich fand eine andere Firma, die diese Thermostate vertreibt und telefonisch zu erreichen war und helfen konnte. So viel zu meinen bisherigen Erfahrungen.

Marco Sagt says

  1. Dezember 2019 at 11:01 Viel Negatives. Hat man überlegt wie es wäre oder ist, wenn man ein „traditionelles“ Raumthermostat hätte/hat? Ähnliche Probleme? Dann ist das alles kein Tado-Problem… Ich bin zufrieden mit der Möglichkeit, die Raumtemperatur per Handy zu überprüfen und zu steuern. Eine Home/Away Funktionalität brauche ich nicht in meinem Einfamilienhaus mit mehreren Personen. (Ich wurde nicht von Tado bezahlt oder beauftragt. Aber sind nicht einige der negativen Kommentare oben etwa von der Konkurrenz? Einige „Influencer“ etwa?)

Tom Alby says

  1. Dezember 2019 at 12:22 Sorry, aber bei Deinem Kommentar bekomme ich Bauchweh. Hast Du meinen Artikel überhaupt gelesen? Dann würdest Du manche Dinge so nicht schreiben. Und an die Influencer glaube ich nicht. Zumindest haben andere Benutzer hier echte Namen angegeben und Du nicht.

Erfahrungen aus 2 Jahren als AirBnB-Vermieter


Zwei Jahre lang haben wir unsere Wohnung mit Gästen aus einer Vielzahl von Ländern geteilt, und nach über 100 Gästen ziehen wir uns jetzt aus der AirBnB-Vermietung zurück. Wir hatten keine 500 Gäste wie Liz, waren aber fast durchgehend “Superhost”, wie die AirBnB-Vermieter mit den besten Bewertungen bezeichnet werden. Unsere Erfahrungen sind nicht nur interessant für angehende AirBnB-Vermieter, sondern auch für Reisende, die ihren Vermietern möglichst wenig auf den Keks gehen wollen.

Die meisten Gäste lesen die Beschreibung nicht – und auch sonst nichts

Die häufigste Frage war, ab wann man einchecken kann. Steht sehr klar in unserer Beschreibung auf der AirBnB-Website, auch werden die Checkin-Zeiten per Formular von AirBnB abgefragt und sind daher immer im gleichen Abschnitt bei AirBnB zu finden. Da wir beide berufstätig sind, haben wir den Checkin erst ab 19 Uhr anbieten können. Das war regelmäßig ein Diskussionsthema, da viele Gäste früher einchecken wollten, den Text nicht gelesen hatten und dann fragten, ob sie wenigstens die Koffer abstellen können. Nein, denn wir sind ja berufstätig und daher nicht da, steht alles in der Beschreibung. Egal wie explizit ich dies in unserer Beschreibung erwähnte, es wurde nicht gelesen.

Genauso erstaunlich waren die Fragen, wo denn die Wohnung sei oder wo man denn klingeln müsse. All diese Informationen stehen in der Buchungsbestätigung. Besonders schön, wenn die Gäste dann einfach irgendwo klingeln nach Mitternacht und unsere Nachbarn mit dem kleinen Baby wecken. Zwischendurch ging ich dazu über, den Gästen nach der Buchung eine Beschreibung zu schicken, aber auch diese wurde nicht gelesen.

Fragen, ob man denn Bettwäsche oder Handtücher mitbringen müsse, waren auch schon bei AirBnB geklärt, wenigstens hier konnten wir Gästen eine Freude machen. Dumm nur, wenn dann hinterher in der Bewertung steht, dass ein Fernseher im Zimmer gefehlt hat… dabei steht auch das ganz klar bei AirBnB drin, dass es keinen gibt. Wir sind verdammt noch mal kein Hotel, aber wir mussten die schlechtere Bewertung dafür schlucken, dass jemand anders nicht lesen konnte oder wollte.

Von Stehpinklern und One-Night-Stands

Auch hatten wir nach den ersten Erfahrungen gemerkt, dass wir zumindest ein paar “Regeln” aufstellen sollten. Unvergessen der junge Mann, der einen Einzelgast zu uns bringen wollte und dann am nächsten Morgen Schwierigkeiten hatte, aus der Wohnung zu kommen, also irgendwie mit der Dame im Bett gelandet war. Ist ok, kann passieren, aber irgendwie würde man ja schon gerne wissen, wer in der eigenen Wohnung übernachtet.

Einen Mediziner aus Portugal haben wir aus der Wohnung geworfen, weil er sich geweigert hatte, im Sitzen zu pinkeln. Dass man keine nassen Handtücher auf Polstermöbel legt sollte eigentlich auch jedem klar sein. Der WLAN-Router meldete irgendwann, dass erfolglos versucht wurde auf gesperrte Seiten zuzugreifen (und niemand möchte, dass von der BPjM gesperrte Seiten vom eigenen Internetanschluss aufgerufen werden, vor allem nicht in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung). Mit der Zeit läpperten sich die Erfahrungen, die wir schriftlich fixiert hatten und in einem netten kleinen Handbuch mit anderen Tipps für die Umgebung auf die Kommode im Zimmer hingelegt hatten, zusammen mit dem WLAN-Passwort. Die Erfolgsquote war gering (nur das WIFI-Passwort wurde gefunden). Also haben wir die Regeln beim Checkin jedes Mal erläutert. Und auch das hat nicht immer genützt.

AirBnB-Vermieter: Arbeit, viel Arbeit

Nach wenigen Wochen entschieden wir uns, dass wir keine Gäste mehr für nur eine Nacht annehmen würden, 2 Nächte waren nun das Minimum. Es war einfach zu viel Arbeit und zu viel Aufwand, das alles zu koordinieren. Die Bettwäsche musste gewaschen werden, der Raum sowie die Bäder komplett gereinigt, das bedeutet, dass man jeden Tag wäscht, aufhängt, putzt etc., und das alles in der kurzen Zeit zwischen Nachhausekommen und Gäste-Checkin. Eine Zeitlang hatten wir eine Haushaltshilfe, die das übernehmen konnte zwischen Checkout der einen und Checkin der anderen Gäste, aber auch nicht immer, und dann stand man da mit einem Problem. Zwar kann man auch automatisch einen Tag Pause einlegen lassen zwischen zwei Buchungen, aber gerade wenn jemand von Montag bis Freitag bleibt, dann will man das Wochenend-“Geschäft” nicht dadurch kaputt machen, dass man erst am Samstag wieder vermieten kann. Das Wochenende bringt in der Regel mehr Geld.

AirBnB weist nun in regelmäßigen Abständen darauf hin, dass man mehr Geld verdienen könnte, wenn man Buchungen für nur eine Nacht zuließe. Leider kann man diese Benachrichtigungen nicht abschalten. Ebenso wenig wie den Hinweis, dass man mehr Buchungen bekäme, wenn man ein bestimmtes Wochenende freigibt, das wir für private Gäste gebucht hatten, oder dass man doch 5€ mit dem Preis runtergehen solle, um noch mehr Buchungen zu bekommen. AirBnB ist eine Optimierungsmaschine, aber nicht immer zum Vorteil des Vermietenden. Das Dynamic Pricing ist nett, aber in Hamburg ist es nun mal so, dass im Winter Flaute und im Sommer dafür umso mehr los ist. Unter 40€ pro Nacht ergibt es keinen Sinn zu vermieten, der Stundenlohn ist dafür zu niedrig. Ganz abgesehen davon entstehen auch Kosten, Strom, Wasser, und natürlich geht auch mal was kaputt. Und hier kommen wir zu einem großen Nachteil: Die meisten Gäste haben eine andere Beziehung zu der Wohnung als wir, hier wird weniger Rücksicht genommen auf weiße Wände, Holztüren, Klodeckel usw. Diese Schäden sind nicht versichert, auch wenn AirBnB etwas anderes kommuniziert.

Von Sofortbuchungen und Ablehnungen

Neben den logistischen Herausforderungen ist man zusätzlich damit beschäftigt, den Schriftverkehr zu regeln. Nachfragen. Vorfragen. Manchmal kommen mehrere Anfragen pro Stunde. Von der Sofortbuchung sind wir irgendwann abgekommen, aber auch ohne diese Funktion bekommt man genug Anfragen. Klar ist es für die Gäste schöner, wenn sie einfach buchen können. Aber wir hatten trotz der Voraussetzung, dass ein Gast schon eine gute Bewertung haben musste um sofort buchen zu können, einfach kein gutes Gefühl bei der Sofortbuchung. Nach den Erfahrungen der ersten Monate schauten wir uns etwas genauer an, wer zu uns kommt, wobei das in der Regel auch nicht viel nützte. Aber schwieriger war die Koordination, wenn zum Beispiel jemand buchen wollte, aber noch eine Info brauchte, und dann in der Zwischenzeit eine andere Buchungsanfrage für den gleichen Zeitraum kam, die für uns weniger lukrativ gewesen wäre, aber einfach ablehnen kann man halt nicht bei AirBnB.

Wir haben nur wenige Anfragen abgelehnt, kein Wunder, man muss das immer detailliert begründen. Im Zweifel gingen wir immer vom Positiven aus. Kleiner Tipp für alle AirBnB-Reisenden: Ein Foto mit Füßen auf dem Tisch lädt nicht dazu ein der Liebling eines AirBnB-Vermieters zu werden. Als Nachricht bei der Buchungsanfrage nur “Schlagermove” zu schreiben lädt auch nicht dazu ein angenommen zu werden. Ein nett geschriebener Text ist auf jeden Fall hilfreich. Etwas mehr Arbeit für den Gast, aber dafür bei uns ein besseres Gefühl, dass man sich nicht irgendein Arschloch in die Wohnung holt.

Update: Im Juli 2018 haben wir noch mal ein Zimmer angeboten für ein Wochenende, was auch sofort angefragt wurde. Leider erlaubt AirBnB nun nicht mehr, die Bewertungen der Reisenden zu sehen, es sei denn, man bietet Sofortbuchungen an. Man weiß also nicht, wen man sich ins Haus holt. Das ist Erpressung, nur damit AirBnB die Sofortbuchungen durchdrücken kann.

_Nett auch die neuen Stornierungs-Bedingungen, die man auf dem Bild links sieht. Für uns bedeutete dieser erneute kleine Ausflug zu AirBnB, dass wir uns nach Alternativen umschauen werden. AirBnB wird es nicht mehr sein. _

Noch mehr Arbeit: Das Leben als “Herbergsvater”

Mit der Zeit erlebt man einiges mit Gästen. Wir hatten wie geschrieben ein kleines Handbuch erstellt, was man alles in Hamburg erleben kann, wo nette Cafes und Restaurants sind usw. Zusätzlich hatten wir Stadtpläne bereitgestellt sowie alles, was man auf einer Reise vergessen kann, vom Ohrstöpseln über Sonnencreme bis hin zu Schlafmasken. Aber viel spannender waren die Erlebnisse, auf die man nicht vorbereitet ist: Das Bett hält bestimmte Bewegungen nicht aus :-), das Visum für den Anschlusstrip ist ungültig und alles ist ausgebucht, “wichtige” Medikamente wurden zuhause vergessen, das Netzteil fürs Handy explodiert, der Freund kommt nicht wie erwartet zu Besuch, man hat sich gerade getrennt und muss sich eine eigene Bleibe suchen, der Magen ist verdorben, die Schlüssel wurden gestohlen, auf dem Kiez wurde man abgezockt, es war wirklich alles dabei… irgendwie haben wir immer eine Lösung gefunden, und sei es, dass jemand auf unserem Sofa übernachtet hat. Wir haben uns als Botschafter unserer Stadt und unseres Landes angesehen, und wir haben versucht jeden willkommen zu heißen und ein Beispiel guter Gastfreundschaft zu sein.

Das wurde leider auch manchmal so ausgenutzt, dass die Freude daran, anderen Gutes zu tun, gefährdet war. Für die allerersten Gäste zum Beispiel hatten wir uns ein Bein ausgerissen, wir wollten alles richtig machen. Sie waren selber AirBnB-Vermieter, beschädigten aber etwas bei uns, waren sehr fordernd, hielten sich an keine Absprache, und gaben uns trotz allem nur 4 Punkte. Das war kein guter Anfang. Es war mehr als ein Gast dabei, durch den man sich überlegte, ob man wirklich weiter machen will.

Dann auch noch Gäste, die einfach nur kamen und gingen und kaum ein Wort verloren. Bei uns um die Ecke ist ein Schulungszentrum, so dass wir oft unter der Woche Gäste hatten, die dort an einem Seminar teilnahmen. In der Regel sehr nette Flugbegleiter, dann aber auch Geschäftsleute, für die es wohl kein Hotelzimmer mehr gab und denen unser Standard zu niedrig war.

Kleine Tricks, große Wirkung

Bei einem eigenen Aufenthalt in einem AirBnB fanden wir in unserem Zimmer Wasser und Obst. Tolle Idee, haben wir gleich kopiert. Gerade wenn man eine längere Reise hinter sich hat ist das ein tolles Willkommen. Kostet wenig, bringt aber viel, auch wenn manche Gäste nichts davon antasten (warum eigentlich nicht?). Dann begannen wir, den Gästen ein kleines Stück Bio-Schokolade auf das Kopfkissen zu legen. Geringe Investition, aber auch eine Geste, die von den meisten Gästen wohlwollend aufgenommen wurde. Für Kinder haben wir ein Hamburg-Buch für Kinder zum Ausleihen. Von Gästen vergessene Sachen wie Shampoo etc heben wir auf für Gäste, die ihres vergessen haben. Aber wir haben auch schon mal ein Duschgel aufs Dockville gebracht.

Natürlich wollen wir mit der Vermietung auch Geld verdienen. Ein Hotelier-Gast riet uns dazu, die besonders attraktiven Zeiten (Hafengeburtstag, Silvester, etc) erst kurz vor knapp bei AirBnB freizugeben. Das hat zum Teil auch funktioniert. Fühlt es sich komisch an, dass wir dann pro Nacht 50% mehr verdienen durch das Dynamic Pricing von AirBnB? Ja, etwas. Aber, ganz ehrlich, auch mit 75€ pro Nacht für 2 Personen ist unsere Unterkunft noch nicht wirklich teuer, vor allem bei der Lage und dem Standard. Demgegenüber steht die alleinerziehende Mutter, der wir ein besonderes Angebot gemacht haben, damit sie sich den Aufenthalt bei uns leisten konnte.

Die andere Seite: Unglaublich tolle Erinnerungen

Fast alle schlechten Erfahrungen wurden durch ganz tolle Gäste herausgerissen, zu einigen haben wir heute noch immer Kontakt, und vor allem unsere ersten Langzeitgäste vermissen wir immer noch. Es war eine tolle Zeit mit ihnen, wie eine gute WG, in der man sich näher kennen lernte. Mit manchen Gästen ist man auf den Kiez gegangen, wenn ich Zeit hatte, dann gab es auch eine Führung durch Altona oder St. Pauli. Die meisten Gäste waren superdankbar dafür und hatten etwas Besonderes erlebt. Das war für uns eine tolle Belohnung, und ich möchte genau diese Erfahrungen nicht missen. Genau deswegen würde ich es wieder tun. Aber nun genießen wir es erst einmal, unsere Wohnung für uns zu haben. Und wenn wir wieder anfangen zu vermieten, dann eben nicht mehr bei AirBnB.

Kommentare (seit Februar 2020 ist die Kommentarfunktion von meinem Blog entfernt):

Thomas says

  1. April 2018 at 08:01 Der Zusammenfassung nach zwei Jahren Airbnb Host kann ich nur zustimmen!!!

Linda+Charly says

  1. Mai 2018 at 10:13 Wir stimmen uneingeschränkt zu! Noch 2 bestätigte Buchungen haben wir jetzt im Juni zu überstehen und dann sind wir heilfroh, unser Haus wieder für uns zu haben. Was uns wirklich auch nervt ist, wie penetrant Airbnb sein kann – mit wirklich dummen Hinweisen.

Grote says

  1. Juni 2018 at 12:54 Ich kann voll und ganz zustimmen. zusätzlich bin ich noch auf den Plattformen Booking.com und Expedia, bei denen klappt es besser und ist professionell.

Ich möchte noch einen negativen Kommentar über Air BnB HEUTE abgeben, Unterlagen als Beweis kann ich nachreichen.

NIE mehr AirBnB!!

AirBnB hält Haftungsgarantie Versprechen nicht ein und die angeblich sichere Verifizierung von Gästen funktioniert nicht.

Ich veröffentliche diesen Artikel, da AirBnB durch einen Gast, der mit seinem Foto und Ausweispapieren einer anderen Person eine positive Verifizierung abgeschlossen hat, obwohl hier nichts zusammenpasst. Aufgrund dieser Verifizierung, die als sicher gekennzeichnet ist, habe nicht nur ich großen Schaden erlitten, auch andere Vermieter wurden abgezockt.

AirBnB wirbt damit, sämtliche Schäden mit einer Art Garantie für Vermieter abzudecken. Hierzu habe ich zunächst den Schaden an AirBnB mit einer Preisschätzung gemeldet. Nach 3 Wochen und einem vielfältigen Schriftverkehr, Anrufen und einer Zermürbungstaktik von AirBnB erhielt ich dann einen kleinen Teil meines geschätzten Schadens zurückerstattet, der tatsächlich über Belege eingereichte Schaden wurde jedoch abgewiesen mit dem Kommentar „wir distanzieren uns nun von dem Gespräch…“, nach dem Motto: Komm klar mit dem was du hast!

Das fatale, auf der Plattform AirBnB ist der betrügerische Account trotz mehrmaligen Warnungen an AirBnB noch aktiv, es häufen sich mittlerweile die Beschwerden von geschädigten Leuten, die ihre Wohnung oder Zimmer anderen zur Verfügung stellen.

Ich habe 3 Mahnungen und 2 Einschreiben nach Irland gesendet, mit der bitte um Statement, Erstattung meines Schadens und einer ausführlichen Dokumentation des Sachverhaltes mit einer Fristsetzung. Von AirBnB kam bis heute keine Antwort. Auch die Androhung das Portal als Vermieter zu verlassen oder der Hinweis, dass ein Betrüger auf der Plattform sein Unwesen treibt führt zu keiner Reaktion.

Fazit: AirBnB nimmt billigend in Kauf, dass Unterkunftsvermieter geschädigt werden, da das Verifizierungsverfahren wissentlich nicht sicher ist, allerdings mit 100% Sicherheit geworben wird. Außerdem wird eine Schadensübernahme garantiert, die nicht eingehalten wird und Vermieter allein gelassen werden, zermürbt werden und letztendlich auf dem Schaden sitzen bleiben.

Barbara Schäfer says

  1. Juni 2018 at 07:46 Auch wenn ebenfalls die manchmal nervige Erfahrung gemacht habe, das die meisten Gäste den Beschreibungstext einfach nicht lesen, habe ich erfreulicher Weise fast ausschließlich positive und tolle Erfahrungen und Erlebnisse mit Gästen gemacht. Gerade aus der aufregenden Anfangszeit sind die Kontakte bis heute erhalten und sogar langjährige Freundschaften entstanden. Mein Problem ist, dass ich mich mittlerweile von airbnb selbst genervt fühle: mit den standardisierten Hinweisen, das Bett frisch zu beziehen und frische Handtücher bereitzulegen… Aktuell bekam ich trotz Superhost Status den Hinweis das ich die Mindestanforderungen nicht erfülle und es wird damit gedroht dass das inserat entfernt wird, wenn sich nichts ändert. Ich hatte eine viermonatige Pause eingelegt weil ich die Wohnung einfach mal nur für mich haben wollte… die Bewertungen meiner Gäste lassen durchaus Rückschlüsse zu, wie sehr ich mich um das Wohlbefinden meiner Gäste sorge. Und ich finde es wirklich auch ganz schön aufwendig, auch während der Vermietung die Wohnung immer in einem pikobello tadelosen Zustand zu halten. Aber es macht mir einfach auch richtig viel Freude Gäste zu empfangen und ich bin immer noch vor jedem neuen Gast aufgeregt, nervös und gespannt – das alles klappt, wir beide zufrieden sind und so weiter. Für mich sind nicht die Gäste das Problem, deshalb habe ich aus aktuellem Anlass mal im Netz geschaut… Vielen Dank für diesen Bericht – Ich kann in vielen Punkten nur zustimmen.

Gottschalk says

  1. August 2018 at 21:25 Absolut stimmig, ihr Bericht, selbst deren Mitarbeiter stimmen ihnen da zu, dass die Zustände bei AirBnB für Gastgeber unerträglich sind, Wie kann es sein, dass ein Gast der alle Regeln bricht, dennoch Sterne verteilen darf ? Er mag eine schriftliche Bewertung abgeben dürfen, da kann man ja Stellung zu nehmen, aber bei grober Nichteinhaltung der vom Gastgeber formulierten Regeln durch den Gast….Sterne ! Unanständig. Bei Nichteinhaltung der vom Gastgeber formulierten Regeln durch den Gast erfährt man durch AirBnB einen schier endlosen Schriftverkehr. Anträge für die Übernachtung zusätzlicher Personen und Kaputtgegangenes müssen für den selben Gast extra gestellt werden. Schriftverkehr noch dazu in Kombination mit zahlreichen Anrufen von AirBnB Mitarbeitern, die unterschiedlich akzentuiert und talentiert Englisch sprechen obwohl sie als Gastgeber nach entsprechender Erfahrung „Anrufe nur in Deutsch“ zulassen, Abfragen und Warteschleifen und ein immerwährendes Bitten um Kompromisse und Zugeständnisse zum Gastwohl. Wer es nötig hat ……wird sich als Gastgeber der Zermürbungstaktik von AirBnB hingeben müssen…lange hält man das nicht durch.

Fany says

  1. August 2018 at 10:54 Ich kann nach einer – glücklicherweise sehr kurzen – Erfahrung mit airbnb auch nur zustimmen. Die ‚Strafe‘ von 50 Dollar Abzug bei der nächsten Auszahlung wegen eines Stornos (innerhalb von 24 Stunden, weil wir die Wohnung doch selbst brauchen ) ist einfach nur unverschämt. Wir haben das Inserat sofort wieder deaktiviert und kämpfen noch um die Löschung des Accounts, welcher verweigert wird mit der Begründung, es stünden noch Buchungen aus ( völliger Quatsch, nur eine Anfrage und die haben wir nicht bestätigt ). Anfragen kann man nicht ablehnen obwohl es zugesichert wird und die Kaution bekommt man nicht ausgehändigt (geht gar nicht ). Ich kann nur abraten.

Kurt Klawischnigg says

  1. September 2018 at 15:04 Nur im Sitzen pinkeln? Seid Ihr sicher, daß Ihr nicht noch auch andere Probleme als AirBnB habt…?

Tom Alby says

  1. September 2018 at 19:38 Wenn es für Dich ein Problem darstellt, sich als Gast danach zu richten, dass der Gastgeber keine Stehpinkler will, dann hast Du bei AirBnB nix verloren und musst in eine Hotel gehen.

Stefanie K. says

  1. September 2018 at 16:52 Ich habe – nachdem ich heute alle freien Termine meines Zimmers blockiert habe und entschieden habe, nach der einen noch offenen Buchung NIE wieder über Airbnb zu vermieten – diesen Post und die Kommentare gefunden und mich richtig „getöstet“ gefühlt. Also habe nicht nur ich so komische Erfahrungen gemacht! Wir haben über 1 1/2 Jahre vermietet, anfänglich waren wirklich einige nette Begegnungen dabei und haben uns Spaß gemacht. Aber im Laufe der Zeit haben die negativen Erfahrungen überhand genommen. Leute, die die Beschreibung nicht lesen und dann über das, was dort ganz klar beschrieben ist, meckern. Leute, die die Anfahrtsbeschreibung nicht lesen, bis zum Haus vofahren (ist verboten, da steht auch ein Schild und ich weise immer darauf hin), nachts den Motor minutenlang im Wohngebiet den Motor laufen lassen, nachts bei Nachbarn klingeln und fragen, wo wir wohnen, weil sie nicht lesen, was wir ihnen geschrieben haben. Also Leute, die uns auch noch Ärger mit unseren Nachbarn machen. Leute, die angeben, zu einer bestimmten Uhrzeit zu kommen, dann aber erst um Mitternacht (last Check in 21h) aufschlagen, wenn wir normalerweise schon lange schlafen, dann kein Verständnis haben, dass man einfach nur noch müde ist… Leute, die im Winter das Haus verlassen und im EG sperrangelweit ein Fenster offen lassen… Leute, die kaum „Hallo“ und „Tschüß“ über die Lippen bringen, sich im Zimmer verziehen und stundenlang Filme streamen oder via Skype telefonieren. Leute, die sich beschweren, dass bestimmte Seiten im Netz bei uns blockiert sind. Und Leute, die mitten in der Nacht lauten Sex haben und dann gegen 3 Uhr früh duschen gehen – da kann man in seinem eigenen Haus nicht mehr schlafen. Wo ist die Rücksichtnahme hin? Würde irgendwer von denen bei Freunden genauso ein Verhalten an den Tag legen? Leider wurden es immer mehr von der Sorte – und die netten wurden weniger. Warum genau, weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl, die Leute suchen keine Privatunterkunft mehr, sondern nur ein billiges Hotel. Sie erwarten den Hotelstandard und nehmen immer weniger Rücksicht auf die Gastgeber und deren Wohnraum. Und die Gastgeber sind ihnen auch als Menschen vollkmmen egal… Schade eigentlich… Ja, und Airbnb nervt immer mehr – Bewertung nur bei Sofortbuchung, Monieren, wenn man Gäste ablehnt, ohne mal zu prüfen warum. Wir lehnen ja niemanden einfach so ab, sondern immer, weil etwas nicht passt (kein Profilbild, wollen für Dritten buchen, wollen mitten in der Nacht anreisen, wollen mit Kindern oder Haustieren kommen (was wir wegen unserer Hunde nicht erlauben), etc.). Also wir haben die Schnauze voll von Airbnb. Schade um den ungenutzen Wohnraum. Aber viel verdienen tut man eh nicht damit, und wenn man dann ständig Ärger hat, weil Airbnb inzwischen verstärkt ein anderes Gästeklientel anzieht, lohnt es einfach nicht… Und ob ein anderes Portal besser ist und bleibt? Ich weiß es nicht. Unser Zimmer wird jetzt einfach ein Lesezimmer für uns selber und Freunde und Familie, die uns besuchen…

Ralf Grasberger says

  1. Oktober 2018 at 17:21 Ich biete seit Jahren Apartments in Brasilien, über Airbnb an, jedoch was ich in den letzten 5 Monaten dabei erlebe, ist eine reine Katastrophe. Entweder können einige Gäste nicht lesen, oder sie erwarten für 20 Euro ein Schlösschen zu mieten. Die Kunden aus Deutschland kann man in diesem Fall noch als Gold bezeichnen. Jedoch was teilweise die Mieter aus Amerika u. Brasilien an Mietansprüchen haben geht ins Uferlose. Unterm Strich kann ich von Airbnb nur abraten bzw., sogar warnen, da sich zu 80 Prozent nur sogenannte Blödel befinden.

Linda says

  1. November 2018 at 08:42 Es ist gut zu lesen das auch andere Vermieter sich über die Dummheit einiger Gäste ärgern ! Ich mache es jetzt schon 2 Jahre und überlege ob ich die Wohnung aufzugeben soll ,weil ich total genervt bin. wie gesagt die Gäste lesen nicht was sie buchen und schreiben manchmal bis zu 50 mal und Löchern mich immer mit den selben fragen oft bis 01.00 in der Nacht . Und trozdem stehen dann beim Nachbarn im Vorgarten oder klingeln im ganzen Haus weil sie angeblich nicht wissen wo sie klingeln sollen . Obwohl och immer meine ganzen Namen bei jeder Antwort mit rein schreibe !!

Andreas says

  1. Dezember 2018 at 17:55 Wir danken Euch für die aufschlussreichen Kommentare. Wir waren fest entschlossen, uns bei Airbnb anmelden, weil wir so viel leeren, ungenutzten Wohnraum haben. Nun aber werden wir fein die Finger davon lassen.

Oliver says

  1. Dezember 2018 at 15:37 Nun ja, es trifft vieles von dem hier geschrieben zu. ABER ….

…. ich vergleiche das mit dem Straßenverkehr, an dem jeder aber auch wirklich jeder, drann teilnehmen darf/muss.

In der regel werde ich stinkig, wenn andere nicht so fahren wie ich es erwarte, gelernt habe, gewohnt bin, etc., etc.

Weil in der Sekunde habe ich vergessen, rein emotional, da könnte meine Mutter vor mir fahren, ein Fahranfänger, jemand aus dem Ausland, jemand der gerade von seinem Chef zusammengufurzt wurde, etc., etc.

Wir können nicht Verlagen das unsere Gäste sich nach unseren Vorstellungen verhalten.

Es heißt, Erfahrungen machen, sich darauf einlassen, lernen, handeln, verbessern, über den Tellerrand schauen, etc., etc.

Bin ich dazu nicht fähig, gehöre ich nicht in die Airbnb Community oder in den Straßenverkehr.

Oliver, Superhost Duisburg. Seit 12 Monaten mit einem Privatzimmer und einer Wohnung.

Ich habe 90% Freude und Spaß an diesem buissnes und ich bin bereit zu lernen und Niederlagen einzustecken.

In der regel liebe ich meine Gäste und Erfahrungen.

Arschlöcher gibt es Überall, auch auf der ISS und manchmal bin ich selber eins

Tom says

  1. Dezember 2018 at 15:47 Der Vergleich hinkt schon. Die Straßen draußen sind öffentlich, mein Heim nicht. Da bestimme ich die Regeln. Und wenn Du wirklich meinst, dass ich mich dann damit abfinden muss, wenn ein Gast im Stehen pinkelt, dann hast Du nicht verstanden, was es bedeutet, ein Gast im AirBnB-Universum zu sein

oliver says

  1. Dezember 2018 at 15:53 Genau Tom, ich bin Gastgeber.

Nimm das Leben nicht zu ernst, keiner kommt hier lebend raus.

Tom says

  1. Dezember 2018 at 16:10 Solche Antworten sind nicht wirklich sinnreich.

Lies doch noch mal, was AirBnB Gästen sagt: Dass sie sich an die Hausregeln zu halten haben. Wenn da steht, dass man nicht rauchen darf, dann raucht man nicht. Und Du sagst jetzt, och, ist doch egal, nimms nicht zu ernst? Und wenn jemand im Stehen daneben pinkelt, dann macht das schon jemand weg? Sorry, ich wohne da auch. Und das Prinzip bei AirBnB, falls Du es nicht verstanden hast, ist, dass man bei jemand anders zu Hause wohnt. Ich weiß nicht wie Dein Standard aussieht, aber bei uns bleibt nix neben der Toilette kleben, aber wir mögen auch keinem Gast hinterherwischen, der sich nicht an Regeln halten mag. Wem die Regeln nicht schmecken, der mietet halt nicht bei uns.

Ist vielleicht auch eine Frage des Standards. Wenn Du Dich mit einer ekelhaften Toilette wohl fühlst, dann brauchst Du auch keine Regeln und kannst das alles ganz gelassen sehen

Tom says

  1. Dezember 2018 at 18:20 Deinen letzten Kommentar habe ich entfernt, und ich werde ihn meinem Anwalt übergeben. Es ist ein großer Irrglaube, dass man vor eine Beleidigung nur „meiner Meinung nach“ packen muss, um nicht strafrechtlich belangt werden zu können.

Dein Name sowie Deine IP-Adresse sind gespeichert, so dass Du nicht anonym im Netz bist, Oliver Unity Media, Dein Provider, wird kurzfristig ein Schreiben erhalten.

Ingo Fischer says

  1. Januar 2019 at 23:53 Hallo zusammen,

vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht bzw. die weiteren Erfahrungsberichte in den Kommentaren! Ich war ein Jahr Aibnb-Host, davon die allermeiste Zeit Superhost, bis Airbnb in einer Krisensituation mit einem renitenten Gast völlig versagt hat (waren nicht erreichbar und haben sich auf zahlreiche Kontaktversuche nicht zurück gemeldet) und mir schließlich als Höhepunkt von jetzt auf gleich meinen Zugang gesperrt hat – sämtliche anstehenden Buchungen wurden seitens Airbnb storniert und ich hatte keine Gelegenheit mehr, den Gästen (bei denen die Anreise z.T. kurz bevor gestanden hätte) zu erklären, weshalb.

Nachdem Airbnb also mein Account gelöscht hat, habe ich noch nicht mal mehr die Möglichkeit, die Airbnb-Zahlungsbestätigungen sowie die erhobenen Gebühren für die Vermittlung und den Banktransfer einzusehen – auf die vor knapp einem Monat vorgetragene Bitte, mir diese zur Verfügung zu stellen, hat der Konzen nicht einmal reagert. Dabei sind das Daten, die ich dringend für meine Steuererklärung benötige.

Meine Bitte also: Wer kann mir miteilen, welchen Betrag/welchen Prozentsatz Airbnb seinen Hosts für de Provision in Rechnung stellt und wie hoch die zusätzlichen Überweisungsgebühren sind? Wenn ich das weiß, kann ich anhand der Zahlungseingänge die Rechnungsbeträge rekonstruieren. Bin für Eure Hilfe dankbar!

Dieter says

  1. Januar 2019 at 13:12 Wir vermieten z.Zt. über FEWO. Das ging früher gut, man konnte vor Bestätigung mit den potentiellen Gästen korrespondieren und eine Auslese treffen. Gäste sind Gäste, da gibt es solche und andere, wie überall. Mit Vorauswahl konnte man dem Schimmsten vorbeugen. Das geht nicht mehr, ich suche Ersatz. Deshalb lese ich hier mit. Die Tendenz alle Portale geht aber zur Entmündigung der Vermieter, um die Direktbuchung durchzusetzen und so die Provision sicher zu stellen. Die kasieren ja von beiden, Mieter und Vermieter. Ist legitim, aber unerfreulich für Vermieter. Ich hätte gern ein Portal, bei dem ich für meine Inserate einen ordenlichen Preis entrichte und das sich aus meinen weiteren Angelegenheiten heraus hält. Kenn jemand so etwas ?

Dieter

Inchen says

  1. Februar 2019 at 15:15 Ich bin seit 3 Jahren ein Airbnb Vermieter und mag der konstanten Enteignung nicht länger tatenlos zusehen. Ich werde jetzt parallel mehrere andere Portale ausprobieren und schreibe dann meine Erfahrung

mavi says

  1. März 2019 at 12:15 Hallo, auch wir sind gerne Gastegeber und haben mit unseren Gästen fast eine 95% positive Trefferquote. Nur AirBnB mischt sich nun als eigentliches Vermittlerportal zu sehr in unsere Vermietung ein. Auch wir dürfen erfahren, dass trotz des hohen Aufwandes, den wir betreiben, die Spielregeln vom Portal AirBnb festgelegt werden. Wenn Du diese so nicht mitspielst, dann wirst Du angezählt. Der Umsatz zählt und nich,t ob Du ein SUPERHOST seit der ersten Buchung bist. Die Servicegebühren von AirBnB orientieren sich an jedem Umsatzpunkt (auch extras wie Reinigungsgebühren, Bereitstellung von zusätzlichen Dingen oder Angeboten welche nicht unmittelbar mit der Übernachtung in Deinem Wohnraum zu tun haben etc.), den Du einfügen sollst, sonst wird mit der Stornierung der Buchung gedroht. Und steigere Deine Belegungen! Auch wir haben festgestellt, dass man mit nur einer Übernachtung einen heiden Aufwand betreibt und der geringe Übernachtungspreis das nicht aufwiegt. Auch bei längeren Buchungen ist es eben nur ein Zubrot und mehr nicht. Der Ersatz fehlender und reparierungsbedürftiger Gegenstände ist nicht selten, auch die Mühe der Reinigung wirklich nicht zu unterschätzen. Neuanschaffungen wegen Abnutzungen sind schneller nötig, Renovierungen etc. pp…Und immer die Sorge, ob alles gut geht und der Gast ein angenehmer Mensch sein wird… Schön, dass es die zufriedenen und wertschätzenden Gäste gibt, mit denen es Spaß macht. Deshalb sind wir noch dabei! Aber eben noch. Schade, dass AirBnB zum vielversprechenden und profitgierigen Portal mutiert. Das war wohl nicht der Sinn der ersten Stunde. Auch wir werden uns nach diesen Erfahrungen in anderen Portalen umschauen. Irgendwie schade eigentlich… Aber auf die eigenen Bemerkungen wird eben nur mit den bekannten und von den Vorrednern erwähnten „Drohungen“ reagiert.

Pasadelski says

  1. Mai 2019 at 01:35 Nun ist es ja schon Ende Mai 2019 und ich möchte meine Wohnung in Bayern gern per Airbnb vermieten. Ich freue mich sehr darauf und hoffe, dass sich die Plattform wieder normalisiert hat und die Kritik verstanden hat. Nur für den Fall, dass auch ich entgegen meiner Erwartungen weniger gute Erfarungen mache: Weiß jemand Ersatzplattformen, bei denen der Vermieter ernster genommen wird?

Tom says

  1. Mai 2019 at 19:12 Nein, es ist eher schlimmer geworden. Siehe die Kommentare hier, aber auch die Kommunikation von AirBnB selbst. Wir haben uns entschieden, nicht mehr über AirBnB zu vermieten. Bei manchen Kommentaren hier sieht man ja auch, wie manche Menschen über das Eigentum und die Hausregeln anderer Menschen denken.

EG says

  1. Juni 2019 at 21:51 Bin heute auf diesen Blog gestoßen (aus aktuellem Anlass, hatte richtig eine Wut auf einen Gast, der hat sich tatsächlich bei airbnb über „cleaning issues“ beschwert und wollte Geld zurück – ich hab mir die Fotos zukommen lassen: auf einem Foto ein Karton (der ist fürs Altpapier!), auf einem anderen Foto wurde das WC fotografiert mit Klobesen, einem Reinigungsmittel- offenbar standen diese nicht in Reih und Glied). Bei der Anreise musste ich ca 20 min mit ihm telefonieren, wie er in die Wohnung kommt – trotz detalliert ausgefüllter checkin-Sektion.) – ich hab genug. Welche Alternativ-Plattformen fasst ihr ins Auge?

Ralf Schubert says

  1. Juni 2019 at 11:38 Ich habe aktuell das Problem, dass ein länger gebuchter Gast Lebensmittel (gefärbte, hartgekochte Ostereier) im Kleiderschrank zusammen mit seiner Bekleidung in einer Kunststofftüte aufbewahrt hat. Es kam zu einem Madenausbruch, den ich feststellte als ich für den familiären Besuch des Gastes ein Airbed aus dem Schrank entnehmen wollte. Die Kosten für den Kammerjäger (Insektizideinsatz + Grundreinigung) auf knapp 1000,00€ der Ersatz durch die „vollmundige“ Hostgarantie seitens Airbnb abgelehnt wird. Begründung:

Es sind alle Fälle ausgeschlossen die unter Excluded Losses genannt werden, und das obwohl die Nennung unter „Excluded Losses“ eine Öffnungsklausel enthält. ———————————————————————-

“Covered Losses” means and is limited to direct physical loss or physical damage to a Host’s Covered Property caused by the Responsible Guest or an Invitee of the Responsible Guest during an Airbnb stay. Covered Losses do not include any losses or damage described under Excluded Losses below.

III. Limitations and Exclusions . . .

vi. damage caused by insects, animals or vermin (including pets); provided, that any physical damage resulting from any of the conditions listed above will be covered by the Airbnb Host Guarantee if not otherwise excluded under the Airbnb Host Guarantee.

Mit freundlichen Grüßen Ralf Schubert

Ulrich says

  1. Juni 2019 at 13:03 Vielen Dank für die Schilderungen. Eigentlich wollte ich auch einmal AirBnB ausprobieren. Ich lasse nun doch besser tunlichst die Finger davon.

Tom Alby says

  1. Juni 2019 at 08:49 Wir vermieten nicht mehr.

Heike says

  1. Juni 2019 at 21:10 alle online-Buchungsportale nerven die Vermieter, weil sie allesamt die Umsatzsteigerung zu ihrem höchsten Ziel erhoben haben und das nur durch Kundenfang zu realisieren sehen. Deshalb wird der Kunde auf ein Podest gestellt und der Beherbergungsbetrieb darf dessen Wünsche erfüllen. Bei aibnb verstehe ich das noch, da er vom Kunden die Provision verlangt und nicht vom Vermieter. Darüber hinaus hat man bei airbnb als Vermieter noch die größten Rechte und Freiheiten. Wenn man sich mit den kommerziellen Größen der Branche (booking.com, fewo, expedia,) abgibt, wie ich es tue, sieht man sich bei airbnb tatsächlich noch als „Partner“, weil zugelassen wird, dass man selber auch Gäste bewertet, was bei den anderen nicht drin ist – fällt eine Kritik, so wird die Bewertung nicht veröffentlicht. Booking .com liest tatsächlich jede Bewertung des Unterkunftspartners, bevor sie freigegeben wird. Der Kunde hingegen darf bewerten, wie er will ohne den geringsten Beleg dafür zu liefern („wir schreiben unseren Kunden nichts vor“, dabei sind es nicht deren Kunden, sondern die der Vermieter, denn der Kunde bezahlt keinen Cent an Provision). Zweimal mußte ich die Erfahrung einer verwüsteten Wohnung mache, auf meine Schreiben an die Buchungsagentur erfolgte nicht mals eine Antwort. Im April erhielt ich eine Buchung für das vergangene Wochenende. Der Termin war aber gerade bereits belegt worden von einer anderen Agentur, sodass ich dem Buchenden sofort absagte. Der Wert der Buchung betrug etwa €145. Der gast wandte sich an booking.com, die mir schreiben, dass sie nun eine Alternativ-Unterkunft für ihn suchen würden, die ich zu bezahlen hätte. Ich erwiderte sofort, dass ich nichts bezahlen würde, da der Gast noch über 2 Monate Zeit habe, sich selber eine Bleibe zu suchen und dass hier kein Vertrag zustande gekommen sei, weil ich sofort mitgeteilt hatte, dass ich ihn nicht werde aufnehmen können. Vorgestern erhielt ich die Rechnung von booking.com: ich soll für den wildfremden Gast €785 bezahlen, da dessen Unterkunft soviel gekostet habe. Den Betrag hat man mir gleich vom einmal im Monat überwiesenen Auszahlungsbetrag abgezogen. Mein Einwand, dass ich widersprochen habe und außerdem der Betrag von fast €800 nicht in Relation zu meinem Preis stehen würde, wurde damit beschieden, dass sei AGB und sie hätten kein günstigeres Angebot gefunden. Ich könne ja klagen. Für diese Portale ist man lediglich die Melkkuh, die im Stall steht und Milch abzuliefern hat. Gefragt wird sie nie, mitzubestimmen hat sie gar nichts. Leider ist es so, dass man um die Buchungsportale, die sich erfolgreich zwischen Nachfrager und Anbieter geklemmt haben, nicht mehr herum kommt., Ohne sie schafft man es nicht mehr und das ist schlecht für Vermieter.

Sabrina says

  1. August 2019 at 09:37 Hallo Tom, schön das du hier deine Erfahrungen teilst und auch die anderen die ihre Erfahrungen hier mit eingebracht haben.

Ich selbst vermiete auch über Airbnb seit einigen Jahren und werde es auch weiterhin tun. Doch möchte ich gerne was zu den ganzen Berichten was hinzufügen:

  1. Jeder hat ihr aus einem bestimmten Grund angefangen zu Vermieten sei es eine Wohnung, Haus oder Zimmer. Nämlich um ein bisschen nebenher Geld zu verdienen!!!! Und jeder ist am Anfang mit den Dollarzeichen in den Augen an die Sache ran gegangen und das ist in Ordnung.
  2. Ich freue mich über jeden der den Mut hat, seine Privaträume und somit auch ein Stück von sich öffnet. Weil auch das zeigt Stärke und Größe, fremde Menschen eine Unterkunft zu bieten und ihm ein Stück von seinem Leben zu zeigen und mit ihnen zu Teilen.
  3. Positiv von Airbnb: Abwicklung der Bezahlung einwandfrei, Kalenderführung einfach und simpel, Kontakt mit den Gästen jeder Zeit und überall ( Handy, Tablet, PC), Inserat Erstellung einfach gemacht, viele Fotos möglich, Kontakt mit Airbnb schnell u.v.m.
  4. Es tut mir Leid für die unschönen Erfahrungen die du Tom und auch manch anderer gemacht hat, auch ich durfte meine Erfahrungen machen. Sei es von Bewertungen oder auch teilweise kleine Sachschäden. Aber meine Begegnunen mit den Menschen die ich traf, ob nur kurz oder für längere Aufenthalte, war so bereichernd das alles andere Überwiegt. Und ich bin bis heute kein Superhoste und das macht nichts. Ja auch ich hatte Gäste die keinen Persönlichen Kontakt wollten, sondern nur einen Schlafplatz und das ist okay.
  5. Ich möchte jeden Menschen hier Mut machen, seine eigene Erfahrungen zu machen, wenn er Vermieten möchte. Und jedes Internetportal der Vermietung hat seine positiven & negativen Seiten. Aber ich kann sagen, meine Erfahrung mit den meisten Gästen waren sehr positiv..

Hier einige Tipps als Hinweis die ich mit auf den Weg geben kann:

– Schaut genau für wieviele Nächte ( ab 1 Nacht oder lieber ab 2 Nächte) ihr Vermieten wollt, aufgrund des Arbeitsaufwand (Sauber machen, Betten beziehen, etc.) – Klärt für euch die Stornierung – viele Bilder sprechen für sich – Stellt euch darauf ein, dass Hinweise und Vorschläge von den Internetanbietern es immer geben wird, aber du kannst doch selbst entscheiden ob ihr sie annimmt. – Schaut auf die Provision von den Internetanbieter die ihr Zahlen müsst – Wenn ihr eure Privatenräume zur Verfügung stellt, müsst ihr mit gewissen Geräuschen in der Nacht rechnen (Sex, Duscher, spät Nachts zurück kommen, etc.) Da empfehle ich ein Zimmer anzubieten was nicht in der Nähe eures Schlafzimmer ist, damit man nicht gestört wird. – rechnet damit das mal was zu Bruch geht – jeder Mensch tickt anders und hat eine andere Achtsamkeit auf die Dinge, keiner ist Perfekt!!! – man lernt tolle Menschen kennen aus verschiedenen Ländern, es ergeben sich sogar Freundschaften, man teilt ihre Freude und Erlebnisse bei guten Gesprächen, man kann über sich selbst was lernen und wächst über sich selbst heraus.

Ich hoffe, ich konnte ein Stück Hoffnung geben, nach den ganzen Erfahrungsberichten der anderen, dass sich das Vermieten trotzdem lohnt. Und auch vieles Gutes hat, weil das ist hier ein bisschen auf der Strecke geblieben.

Wir Menschen sind wie wir sind, jeder mit seinen Erwartungen und Vorstellungen und die können von unseren Grundsätzen abweichen. Das sollte jeden klar sein.

Tom Alby says

  1. August 2019 at 11:42 Hallo Sabrina,

wenn Du meinen Artikel genau liest, dann siehst Du im letzten Absatz sehr viel Positives. Wir haben immer noch Kontakt zu manchen Gästen, und es sind handfeste Freundschaften entstanden, über die wir uns immer noch sehr freuen. Vielleicht liegt es aber auch an unserer Nähe zur Reeperbahn, dass nicht alle Erfahrungen schön waren

Klopfert says

  1. August 2019 at 13:17 Ich habe zwei Wohnungen bei Airbnb vermietet und werde mich jetzt verabschieden, massive Probleme mit Gästen, Verifizierung stimmte überhaupt nicht… ich nahm mit Airbnb Kontakt auf und viele Telefonate mit Stephano von Airbnb, es kam nichts dabei raus nur leere Versprechungen… Wohnung wurde beschädigt, es wurde geraucht obwohl eine Nichtraucher Wohnung ist, Stuhl, Geschirr kaputt und vieles mehr….. Schlüsseldienst musste kommen und ich bleibe auf meine Kosten sitzen, von Airbnb meldet sich keiner und ruft auch nicht zurück…. Nie mehr wieder Airbnb

Caroline Alumasa says

  1. September 2019 at 18:37 Airbnb erlaubt betrügerische Veröffentlichungen von Unterkünften… Ich bin der Besitzer von Immobilien die bei Airbnb seit 2013 gelistet sind. Nun fand ich heraus dass jemand meine Fotos aus dem Internet benutzte um eine Unterkunft bei Airbnb zu veröffentlichen. Es handelt sich hier um einen klaren Betrugsversuch. Ich habe Airbnb darauf aufmerksam gemacht. Leider lehnt Airbnb jegliche Unterstützung ab. Das schadet nicht nur mir als Besitzer der „richtigen“ Unterkunft sondern auch möglichen Kunden. Airbnb erlaubt somit Kunden eine „falsche“ Unterkunft zu buchen und grosse Enttäuschungen denn die Kunden werden nie die Unterkunft sehen die sie gebucht haben. Airbnb weigert sich, diese falsche Unterkunft von ihrer Webseite zu nehmen obwohl es sich hier ganz klar um Betrug handelt. Ich überlege ob ich meine Unterkünfte vom Airbnb Portal lösche.

Kerstin says

  1. Oktober 2019 at 16:17 Die Erwartungshaltung der Gäste war mir echt zu viel! 35 € für eine Übernachtung incl. Bettwäsche, Handtücher, Seife, einfach alles, ganzes Haus, blitzblank saubermit Garten und topmodern. Kann man da nicht einfach mal dankbar sein, so schön zu wohnen und das auch noch zu einem Spottpreis? Ich hatte schon Beschwerden, weil es bei uns keinen handwerklich arbeitenden Metzger im Ort gibt, die anderen vermissen vegane Restaurants und die dritten bemängeln fehlende Schnapsgläser. Ich könnte ein Buch schreiben, vielleicht mache ich es auch…Ich kann nur sagen, nie mehr wieder! Respekt vor jedem, der das Jahrelang durchzieht.

Astrid Bauer-Maschke says

  1. November 2019 at 21:51 War 3 Jahre als Gastgeberin dabei, auch als Superhost. Eine negative Bewertung und Du wirst enorm unter Druck gesetzt und mit Mails bombardiert. Habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Beschreibung nicht wirklich gelesen wird. Mein Haus ist in Italien und habe die Wegbeschreibung in Italienisch,Deutsch und Englisch je nach Nationalität beigefügt und extra darauf hingewiesen kein GPS zu verwenden, so what, niemand liest die Hinweise. Dafür eine negative Bewertung zu bekommen ist schon extrem hart. Auch die Preispolitik hat mich echt genervt, biete das Gästezimmer mit Frühstück für 13 Euro an und werde aufgefordert den Preis zu senken, damit ich mehr Buchungen erhalte. Der Gipfel war für mich allerdings ein Gast, für drei Tage gebucht, der eine negative Bewertung abgegeben hat, weil ich nur ein italienisches Frühstück mit Cappucino und selbst gebackenem Kuchen serviert habe und es keinen Orangensaft und keine Abwechslung gab, was erwarten die Gäste für 13 Euro? Service wie im Bayrischen Hof oder im Atlantis? Habe meinen Account gelöscht, denn solche Erfahrungen brauche ich nicht und mit vielen meiner Gäste habe ich privaten Kontakt und diese kommen auch so zu mir und ich zu ihnen. Leider ist der Grundgedanke verloren gegangen und der Kommerz hat Einzug gehalten.

Edith says

  1. Dezember 2019 at 12:18 Auch ich habe mit dem Gedanken gespielt mein jetzt fast leeres Haus Zimmerweise zu vermieten.An einer wunderschönen erhöhter Lage mit Blick auf das Rheintal Fürstentum Liechtenstein und Österreich bei Airbnb anzubieten. Ich habe mehrfach verrsucht Airbnb zu kontaktieren weil ich noch zwei Fragen stellen wollte zum System.Keine Antwort.Und nachdem ich diese Seite gelesen habe habe ich auch keine mehr.

Susanne Glotzbach says

  1. Januar 2020 at 09:45 Ich habe mir jetzt alle eure Berichte durchgelesen und kann manches bestätigen. Auch ich war ein superhost. Ich habe mich auch nicht durch die Mail Bombardements und Aufforderungen zu irgendwas drängen lassen. Was ich hier eigentlich herausfinden wollte, war, wir ihr mit der Änderung der Fotoregelung umgegangen seid. Bis zu dieser Änderung sah ich mir das Foto der Buchungsanfrage an, guckte, ob das eine Person ist, die ich hier next door schlafen habe möchte, und entschied dann, ob ich die Buchung möchte oder nicht. (So viel Freiheit muss sein in Zeiten, wo WGs tagelang Mitbewohner casten.) Dann wurde diese Bedingung von Airbnb geändert. Nun konnte man NACH der Buchung sehen, wer in seinem Haus ein- und ausgehen würde. Ich habe mit Airbnb Kontakt aufgenommen um herauszufinden, ob ich das falsch verstanden habe, aber es gab nur schnöde und knapp die Antwort, das sei jetzt so. Also: Leider ein nettes Zimmer weniger in einer begehrten Stadt.

PS : Wer eine andere, freundlichere Plattform kennt, möge sie hier gerne teilen.

Joachim von Kienitz says

  1. Januar 2020 at 01:54 Eigentümlicherweise bekommen wir immer nur von AIRBNB Bewertungen nach dem Schema: „Hätte eigentlich ein Luxushotel erwartet für den Preis.“ Bei den anderen beiden Portalen bekomme ich immer nur sehr positive Bewertungen. Irgendwie scheint AIRBNB die Nörgler anzuziehen. Ich weiß nicht, woran das liegt. Das die Gäste Hausbeschreibung nicht lesen, ist normal. Das haben wir bei allen Portalen erlebt. Allerdings muss man wissen, dass die meisten Gäste echte Schwierigkeiten mit dem Lesen haben. Es können zwar alle irgendwie Lesen, aber müssen sich die Worte Buchstabe für Buchstabe entziffern. Nicht ohne Grund schneidet Deutschland beim PISA-Test so schlecht ab.

Vorwerk Thermomix, Cook-Key, Cookidoo: Gute und Schlechte Erfahrungen


Zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2024.

Überblick

  1. Einleitung
  2. Warum überhaupt ein Vorwerk Thermomix?
  3. Das System Thermomix-Party
  4. Thermomix-Repräsentantin hat gelogen
  5. Inbetriebnahme und erste Erfahrungen mit dem Vorwerk Thermomix
  6. Der Thermomix als Daten-Krake
  7. Was taugt die Gelinggarantie und das Guided Cooking?
  8. Fazit: Lohnt sich der Thermomix?

Einleitung

Entweder man hasst ihn, oder man liebt ihn. Dazwischen scheint es kaum etwas zu geben im Netz. Die einen sagen, dass man für viel Geld etwas kauft, was man auch mit einem Herd und guten Töpfen hinbekäme, die anderen sagen, dass er eine Riesenerleichterung in ihrem Leben sei und sie ihn nicht mehr missen wollen. Die Rede ist vom Vorwerk Thermomix mit all seinem Zubehör. Dieser Artikel handelt von dem TM5, und einige Punkte haben sich überholt: Das WLAN-Modul ist zum Beispiel jetzt bereits ab Werk enthalten, bei unserem TM5 war das nicht so. Aber wie auch immer, hier nun der Original-Artikel!

Auch nach zwei Monaten mit dem TM5 befinde ich mich irgendwo zwischen Ärger darüber, wie unseriös das Geschäftsgebahren der Vorwerk-Beteiligten an manchen Stellen ist und welche schlechten Erfahrungen mit dem Thermomix zu machen sind, und dem Eingeständnis, dass selber zu kochen auch befriedigend und vor allem günstiger als Lieferservice etc ist. Der Gedanke, dass man damit Geld sparen kann, indem man mehr kocht und weniger bestellt, das kann ich gleich vorausschicken, den sollte man sich abschminken. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich die Anschaffungskosten je amortisieren werden,

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