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Tom Alby

Artenschutz für die Lufthansa?

2007-07-02


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In der SZ vom Freitag wird berichtet, dass der Bund die Lufthansa vor Rivalen wie Emirates schützen will. Die Lufthansa übe in dieser Frage erheblichen Druck auf die Bundesregierung aus. Die Lufthansa fürchtet, das Marktanteile im lukrativen Fernreisegeschäft verloren gehen, denn die Konkurrenten ersparen ihren deutschen Kunden den Zubringerflug nach Frankfurt oder München.

Ich verstehe das nicht. Die Lufthansa hat sich dazu entschieden, ihre Fernflüge über die Drehkreuze Frankfurt und München abzuwickeln. Es gibt keinen Lufthansa-Direktflug von Hamburg nach New York, und wie stressig es ist, mit Lufthansa über Frankfurt zu fliegen, habe ich nun mehrmals am eigenen Leib erfahren. Warum soll ich dann nicht auf das Angebot der Konkurrenten wie Continental oder Emirates zugreifen dürfen, die direkt fliegen? Ich spare mindestens 2 Stunden sowie eine Menge Stress, meist verursacht durch zu spät ankommende Flieger in Frankfurt. Mittlerweile pfeife ich auf meinen Frequent Traveller-Status bei der Lufthansa und fliege nur noch mit Continental rüber. Das ist in der Regel sogar günstiger, und der Service ist kein bisschen schlechter als bei der Lufthansa, eher das Gegenteil. Die Frequent Traveller-Vorteile bei Continental sind auch noch besser als bei der Lufthansa.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Lufthansa ihr seltsames Drehkreuz-Konzept überdenkt und sich nicht an die Bundesregierung wendet, nur weil Konkurrenten einen besseren Service bieten und die Flughäfen anfliegen, die die Lufthansa nicht mit einer Direktverbindung versehen will.

An irgendwas erinnert mich die staatliche Einschränkung der Auswahl-

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