Oliver hat bereits den Artikel von Matt Cutts über WordPress-Sicherheit ausführlich übersetzt und ergänzt, wobei ich Olivers Empfehlung, bei dynamischen IP-Adressen jedes Mal vorher die eigene IP in die .htaccess-Datei einzutragen, nicht teile; für die meisten Benutzer wird dies den Reiz des Einfachheit des Bloggens verringern, sofern sie überhaupt das technische Wissen mitbringen, wie so etwas zu tun ist. Natürlich ist Sicherheit nicht ohne Mehraufwand möglich, das zeigt auch meine Serie über Verschlüsselung auf dem Mac. Und sicherlich bringt dieser Vorschlag auch mehr Sicherheit; allerdings muss man sich auch hier erst einmal mit dem eigenen Server verbinden, um die .htaccess anzufassen. Das kann man via FTP tun, was alles andere als sicher wäre, oder halt mit ssh. Ich bin gespannt, wie viele WordPress-Benutzer sich tatsächlich erst einmal mit ssh verbinden, um die .htaccess zu verändern, um dann mit dem Browser das Blog aktualisieren zu können; nicht gelöst ist hier auch die Frage, was man denn tut, wenn sich mittlerweile die IP geändert hat?
Zum Glück ist das Phänomen des Hacken in WordPress-Installationen nicht häufig und betrifft vor allem die älteren Installationen; ebenso werden wir mehr Sicherheit erwarten können in zukünftigen Versionen von WordPress. Ein anderes Phänomen jedoch wird nicht seltener und kann auch sehr ärgerlich werden, der Content-Klau. Damit ist gemeint, dass sich jemand anders die eigenen Inhalte über den RSS-Feed zieht und selbst wieder veröffentlicht, meistens mit Werbung darauf. Nun gibt es Plugins, die ein “Wasserzeichen” in jeden Post legen, damit man seine eigenen Inhalte woanders schnell ausfindig machen kann. Doch nur weil man weiss, dass sich jemand anders die eigenen Inhalte gemopst hat, heisst das noch lange nicht, dass man auch etwas dagegen tun könnte. Mitunter gibt es kein Impressum, der Betreiber sitzt auf einer Südsee-Insel und ist juristisch nicht belangbar oder die Domain wurde durch einen Proxy-Service registriert.
In einem solchen Fall sollte man wenigstens dafür sorgen, dass man von einem solchem Contentklauer profitiert. Eine Möglichkeit dazu ist, dass man in seinen Feed einen Backlink einbaut; die Leser dieses Feeds werden sicherlich schon gesehen haben, dass es in jedem Beitrag einen Backlink sowohl zum Blog als auch zum jeweiligen Artikel gibt. Dadurch bekommt man durch jeden Content-Klauer einen Backlink, und die Gefahr, dass der eigene Artikel als Duplicate Content abgestraft wird, ist auch geringer.
Dieser kleine Zusatz kann entweder einfach selbst im Feed hinzugefügt werden oder mittels eines Plugins wie RSS Footer.
Diese wie auch viele weitere Tipps gibt es übrigens im meinen neuen Buch, Professionell Bloggen mit WordPress!
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