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Nächste Seite: Aufgabenstellung Aufwärts: Benutzertest vor dem Bildschirm Vorherige Seite: Benutzertest vor dem Bildschirm Inhalt VorgehensweiseUnsere persönliche Beurteilung wollten wir stichprobenartig mit unvoreingenommenen ,,Normal``-Benutzern überprüfen. Die Testpersonen hatten sich alle freiwillig dazu bereit erklärt, mit einer Literatur-CD zu arbeiten. Keine der Test-Personen war Computer-Neuling, alle haben bereits Erfahrungen mit Textverarbeitung und teilweise auch mit Internet-Anwendungen gesammelt. Für beide CDs, von Reclam und von Xlibris, fanden je zwei Tests statt. Die Benutzer sollten zwei von uns gestellte Aufgaben zu Fontane mit Hilfe der jeweiligen CD lösen, wozu ihnen zwanzig Minuten Zeit gegeben wurden. Die Gespräche der Benutzer während des Tests wurden aufgenommen, ebenso benutzen wir eine ScreenCam, die den Navigationsweg der Benutzer auf dem Bildschirm aufzeichnete. Als Test-Rechner diente uns ein Pentium MMX 166 mit 32 MB RAM und einem frisch aufgespielten Windows 98 im Medienraum der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Bis auf die notwendigen Treiber (Soundkarte, Grafikkarte, etc.) war keine weitere Software installiert, wodurch die Stabilität und Performance der zu testenden Anwendungen trotz des Betriebssystems nach menschlichem Ermessen gesichert war. Allerdings wurde die Performance durch das gleichzeitige Laufen der ScreenCam herabgesetzt. Bezüglich des Testablaufs befolgten wir Kathleen Gomolls Vorschlag, zwei Benutzer vor einen Rechner zu setzen, um durch die Unterhaltung der Benutzer während des Tests wertvolle Informationen über die Probleme bei der Benutzung des Programms zu erhalten (Laurel 85-90). Der Entscheidung, zwei anstatt einem Benutzer vor einen Rechner zu setzen, ging eine längere Diskussion voraus, ob dies die Testergebnisse nicht verfälschen könnte; schließlich ging es um das Nachstellen einer realen Situation, in welcher in der Regel nur ein Benutzer mit einem solchen Programm arbeitet. Dennoch glauben wir, daß die Kommunikation zweier Benutzer um einiges natürlicher ist als das laute Denken eines Benutzers. Einen weiteren Vorschlag Gomolls, der uns angesichts der geringen Computererfahrung einiger unserer Test-Benutzer sinnvoll erschien, übernahmen wir für unseren Test: Vor jeder Sitzung bekamen die Benutzer einen Zettel, auf dem erklärt wurde, daß nicht sie, sondern das Programm getestet wird. Mit anderen Worten, unsere Test-Benutzer sollten auf keinen Fall das Gefühl bekommen, daß es ihre Schuld sei, wenn Fehler auftreten. Der Benutzertest mußte von der Anzahl der Testpersonen her mehr eingeschränkt werden, als es im Hinblick auf die Repräsentativität der Ergebnisse für eine derartige Untersuchung sinnvoll erscheint. Dennoch ging es zunächst vor allem darum, Möglichkeiten eines solchen Tests aufzuzeigen, technische Hilfsmittel wie die Screencam einzubinden und erste Annäherungen an den Umgang ,,normaler`` Benutzer mit Literatur-CDs zu versuchen.
Nächste Seite: Aufgabenstellung Aufwärts: Benutzertest vor dem Bildschirm Vorherige Seite: Benutzertest vor dem Bildschirm Inhalt Dorothea Kraus und Tom Alby, 24. März 1999 |