tom alby's homepage
next up previous contents
Nächste Seite: Theodor Fontane aus der Aufwärts: Persönliche Beurteilung Vorherige Seite: Persönliche Beurteilung   Inhalt

Vorbemerkungen

Bei der Untersuchung und Beurteilung einer Multimedia-CD stößt man auf mehrere Probleme; zwar gibt es eindeutige Kriterien, wie zum Beispiel den Schwierigkeitsgrad der Installation, die saubere Programmierung (es kann nicht in den Programm-Code eingesehen und die Eleganz der Algorithmen überprüft werden, aber falsch verlinkte Menüs sprechen eine eindeutige Sprache), vorhandene Funktionen wie Notizzettel, Marker und Suche, und natürlich, weniger technisch, aber trotzdem eine ,,harte`` Zahl, der Preis. Andere Kriterien sind dafür aber weniger einfach zu beurteilen. Schon beim Oberflächendesign scheiden sich die Geister. Passen die Bilder, die Schaltflächen oder die Hintergrundmusik zu dem Thema? Hierauf kann nur in bezug auf die Funktionalität eine Antwort gegeben werden, zum Beispiel, ob eine Schaltfläche so gestaltet wurde, daß deren Funktion für den Benutzer eindeutig erkennbar ist oder nicht.

Darüber hinaus muß die Frage gestellt werden, ob und wie die zusätzlichen Möglichkeiten des Mediums genutzt werden. Hier müssen von vornherein Abstriche gemacht werden, denn die Zielgruppe, für die digitalisierte Klassiker produziert werden, erwarten sicherlich nicht einen mit Apple Quicktime VR realisierten Rundgang durch Kleists Arbeitszimmer, sondern eher eine dem Einsatzgebiet angepaßte Funktionalität. In diesem Fall beschränkt sich der Mehrwert der digitalisierten Klassiker zunächst auf die Suchfunktion, wobei allerdings weitere Möglichkeiten denkbar wären (siehe Abschnitt 2.1).

Noch schwieriger zu beurteilen sind Qualität und Quantität der vorhandenen Begleitmaterialien zum Text: Ist die passende Sekundärliteratur ausgewählt worden, daß heißt, welche Auswahl wurde getroffen, ist sie repräsentativ, spiegelt sie die aktuellen Forschungsergebnisse wider? Welche Sekundärliteratur ist überhaupt für den Text und die Zielgruppe geeignet? Ist der Sekundärtext bereits vollständig oder lediglich in der Bibliographie vorhanden? Selbstverständlich werden auch die Autoren dieser Arbeit kein Urteil darüber abgeben können.

Zur Verdeutlichung unseres Ansatzes bei der Beurteilung bleibt zu erwähnen, daß unsere Perspektive nicht die des Literaturwissenschaftler oder Informatikers, sondern die des benutzer-orientierten Designs ist, in welchem die Benutzerfreundlichkeit oberste Priorität hat.17


next up previous contents
Nächste Seite: Theodor Fontane aus der Aufwärts: Persönliche Beurteilung Vorherige Seite: Persönliche Beurteilung   Inhalt
Dorothea Kraus und Tom Alby, 24. März 1999