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Der Fragebogen

Im Dezember wurden in einer Fachdidaktik-Vorlesung und in einigen anderen Veranstaltungen 134 Fragebögen verteilt, in denen die Studierenden zu ihrer Computerausstattung, ihrem Interesse an digitalisierten Klassikern und den Neuen Medien im allgemeinen befragt wurden.

Der Fragebogen bestand aus 26 Fragen. Die ersten fünf Fragen dienten der Statistik (Alter, Geschlecht, Semesteranzahl, Studienfach und Abschluß). Im zweiten Teil des Fragebogens stand die Computerausstattung der Befragten im Mittelpunkt. Hier interessierten uns vor allem die technischen Voraussetzungen für die Benutzung digitalisierter Literatur und der Neuen Medien sowie die Bereitschaft, in diesem Bereich Geld zu investieren:

Frage 6: Einschätzung der eigenen Computerfähigkeiten auf einer Skala von 1 bis 4. Es wurde eine gerade Zahl an Antwortmöglichkeiten auf der Skala gewählt, da bei ungeraden Skalen die Gefahr besteht, daß sich die Befragten eher den Mittelwert ankreuzen. Mit einer geraden Anzahl an Skalenpunkten müssen sich die Befragten für eine Tendenz entscheiden.
Frage 7-9: Besitz eines Computers, wenn ja, was für einen, mit welcher Ausstattung (CD-Laufwerk, Soundkarte, Modem); besaß der Befragte keinen Computer, so sollte er mit Frage 10 fortfahren.
Frage 10: durchschnittlicher finanzieller Aufwand für Software im Jahr. Diese Frage wurde deshalb auch Computer-Nicht-Besitzern gestellt, weil davon ausgegangen wurde, daß sich zumindest ein Computer im Haushalt befinden könnte, für den Software von der befragten Person angeschafft wird. Antwortmöglichkeiten (nur eine Nennung):
  • nichts
  • bis 100 DM
  • bis 300 DM
  • bis 500 DM
  • über 500 DM
Frage 11: Evtl. Computerkauf in den nächsten 6 Monaten (unabhängig davon, ob schon ein Rechner vorhanden ist oder nicht)?
Frage 12: Zugang zum Internet mit folgenden Differenzierungen:
  • Nein, interessiert mich nicht.
  • Nein, aber ich werde innerhalb der nächsten 6 Monate Zugang dazu haben.
  • Ja, ich setze mich in der Uni an einen Rechner und surfe dort.
  • Ja, ich wähle mich von zuhause in der Uni oder woanders ein, um im Internet zu surfen.
  • Ja, ich habe mehrere Möglichkeiten, ins Internet zu kommen (Uni, Heim, Nebenjob).

Der dritte Teil des Fragebogens konzentrierte sich auf die digitalisierten Klassiker. Dabei ging es einerseits besonders darum, Vorstellungen und Erwartungen zu sondieren, andererseits den Vergleich zwischen Buch und CD-ROM zu thematisieren:

Frage 13: Interesse an digitalisierten Klassikern
Fragen 14 und 15: Erfahrungen mit digitalisierten Klassikern (wenn ja, mit welchen)
Frage 16: Zu welchem Zweck würden die Befragten eine solche CD-ROM nutzen? Antwortmöglichkeiten (Mehrfachnennungen möglich):
  • Textgrundlage (z.B. für eine Hausarbeit)
  • Hilfsmittel zur Textanalyse (z.B. eine Suchfunktion)
  • Interessante Informationen zu Text/Autor/Epoche
  • †berblick über das Gesamtwerk des Autors
  • Sonstiges, und zwar:...
Frage 17: Welche Vorteile bietet ein Klassiker auf CD gegenüber dem Buch? Antwortmöglichkeiten (Mehrfachnennungen möglich):
  • Platzersparnis
  • bessere Bearbeitungsmöglichkeit des Textes
  • Lesen und Arbeiten fallen am Bildschirm zusammen
  • Das Buch ist für mich alles in allem vorteilhafter als eine CD-ROM
  • Sonstiges, und zwar:...
Frage 18: Welche Erwartungen werden an digitale Literatur gestellt? Antwortmöglichkeiten (Mehrfachnennungen möglich):
  • kompletter Text
  • Seitenkonkordanz zur gedruckten Ausgabe
  • Sekundärliteratur und Hintergrundinformationen
  • Inhaltsangabe
  • Notizzettelfunktion
  • Bilder
  • Videofilme
  • Animationen
  • leichte Bedienung
  • Suchfunktion
  • Sonstiges, und zwar:...
Frage 19: Wieviel Geld würde für eine solche CD ausgegeben? Antwortmöglichkeiten (nur eine Nennung):
  • unter 20 DM
  • unter 50 DM
  • unter 100 DM
  • über 100 DM
Frage 20: CD-Kauf, auch wenn schon das Buch vorhanden?
Frage 21: CD-Kauf anstelle des Buches?

Im letzten Teil des Fragebogens befragten wir die Studierenden nach ihrer Meinung über die Zukunft der Neuen Medien; dazu sollten die folgenden Thesen auf der vierstufigen Skala von vollkommen zutreffend bis trifft auf keinen Fall zu beurteilt werden:

Frage 22: Die Neuen Medien werden die Geisteswissenschaften entscheidend verändern.
Frage 23: CD-ROMs werden das Buch ersetzen.
Frage 24: Die Bedeutung des Internets für die Geisteswissenschaften wird zunehmen.
Frage 25: Die Neuen Medien werden in den Geisteswissenschaften überbewertet.
Frage 26: An der Universität wird zu wenig mit Neuen Medien gearbeitet.

Natürlich hätten wir gerne noch mehr Fragen an die Studenten gestellt, aber das Ausfüllen des Fragebogens sollte zum einen nicht mehr als zehn Minuten dauern, zum andern hätte die Auswertung eines das ganze Spektrum dieser Thematik umfassenden Fragebogens die Dimension unseres Projekts um ein Vielfaches anwachsen lassen.


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Dorothea Kraus und Tom Alby, 24. März 1999