eeePC ab Werk mit UMTS
Laut PC-Welt soll der eeePC bald ein internes UMTS-Modem haben. 2010 wird das der Standard in jedem Laptop sein, so wie heute WLAN (keine mutige Prophezeiung, oder?).
Laut PC-Welt soll der eeePC bald ein internes UMTS-Modem haben. 2010 wird das der Standard in jedem Laptop sein, so wie heute WLAN (keine mutige Prophezeiung, oder?).
Entweder ist die Linux-Software für den Vodafone-Stick nicht stabil genug, oder das UMTS-Netz von Vodafone ist stark verbesserungswürdig in seiner Verfügbarkeit. Ich vermute es ist beides, denn für beides habe ich Anhaltspunkte. So war auf einer Zugfahrt von Hamburg nach Düsseldorf vor 2 Wochen von UMTS nur selten etwas zu sehen, ständig war die Verbindung verloren oder erst gar keine aufzubauen. Bei dieser Fahrt war ich mit dem MacBook Pro unterwegs, was in der Regel keine Probleme mit dem Treiber hat, seitdem ich die Software von Launch2Net nutze.
Heute sitze ich im Zug von Karlsuhe nach Hamburg, und die rote Lampe des UMTS-Sticks ist öfter rot als irgendetwas anderes (rot signalisiert, dass kein Netz verfügbar ist). Ab und zu springt er auf blau, was dann für ein paar Minuten hält, aber kurz darauf ist es wieder vorbei. Meine Vermutung ist, dass der Linux-Treiber das auch nicht wirklich witzig findet.
Nun sind Hamburg-Düsseldorf und Karlsruhe-Hamburg nicht gerade Strecken, die unpopulär wären, und so wundere ich mich, dass hier nicht mehr investiert wird. Selbst im Ballungsgebiet Ruhrpott war es schwierig, eine zuverlässige Verbindung zu bekommen. Auch von anderen Bahnreisenden vernehme ich wenig Begeisterung, zusätzliche Antennen werden gekauft, und es wird darauf geachtet, dass man im Handy-Wagen sitzt, der einen zusätzlichen Repeater hat. Keine Ahnung, ob das T-Mobile-Netz besser ist, vielleicht mag ja jemand hier im Blog einen Kommentar abgeben, was da für Erfahrungen gemacht wurden. Auf jeden Fall verliert das Gespann Bahn/UMTS deutlich an Reiz, wenn das eine nicht nur unpünktlich, sondern das andere auch noch kaum verfügbar ist.
Eines ist indes klar: Wenn das tatsächlich die gegenwärtige Leistung von UMTS ist, dann sind wir vom mobilen Web noch Jahre entfernt. Für Early Adopter, die sich der Kinderkrankheiten neuer Technologien bewusst sind, mag die gegenwärtige suboptimale Benutzbarkeit noch ok sein, für den Massenmarkt hingegen ist sie absolut inakzeptabel. Die gegenwärtige Situation erinnert mich an 2000/2001, als die Deutsche Telekom 400.000 Bestellungen für DSL hatte, aber nur 150.000 in den Genuss kamen, weil die Telekom nicht mit dem Ausrollen der Technologie hinterher kam. Die Nutzer wollten ins Netz, aber mangels Verfügbarkeit und dem Sterben der Flatrates wurde der New Economy der Benutzerstrom abgedreht. Das gleiche passiert nun mit dem mobilen Web. Zieht Euch warm an, liebe Mobile Startups. History repeats itself.
Und auch wenn ich nun manchen Leser wieder enttäuschen werde: Ich werde einen zweiten Anlauf starten, Windows auf dem eeePC zu installieren. Diese ewige Neustarterei der Linux-Software zehrt an meinen Nerven, und ich verliere zuviel Zeit damit, ganz abgesehen davon, dass Windows merklich schneller lief auf dem Asus eeePC als das vorinstallierte Linux (was an Asus liegt, nicht an Linux generell). UMTS unter Linux ist zumindest in dieser Konstellation ein Albtraum; die Buttons reagieren kaum, der Status ist unklar, etc. Zumindest kann sich Vodafone dann auch bei Windows nicht mehr rausreden, dass meine UMTS-Probleme an meinen Randgruppen-Betriebssystemen liegen (Macophilia wird aber weiterhin auf meinem Linux-Server betrieben
).