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Asus eeePC auf Reisen: Weitere Erfahrungen

Allgemein — Schlagwörter:, , , — theonlytom @ 28. Februar 2008

Die letzten Tage hatte ich den Asus eeePC das erste Mal mit auf Reisen genommen, und die Resonanz war unglaublich. In der Sicherheitskontrolle am Flughafen Hamburg wurde ich gebeten, das Gerät vorzuführen, nicht aufgrund irgendwelcher Sicherheitsbedenken, sondern einfach nur, weil die Beamten ein außerordentliches Interesse an dem Gerät bekundeten.

Meine Kollegen im Londoner Büro, die sich wie ich für technischen Schnickschnack interessieren, waren ebenso begeistert wie mehrere andere Leute, die mich angesprochen hatten, als sie gesehen haben, wie ich mit dem eeePC arbeite. Und gearbeitet habe ich damit. Im Heathrow Express war es kein Problem, sich mit dem T-Mobile UK-Hotspot zu verbinden, auch wenn die Verbindung selbst suboptimal war. im Hotel hatte ich kostenloses WLAN, ebenso bei einer Sitzung und einer Konferenz. Mails beantworten, Daten kontrollieren, Dokumentation schreiben, in letzter Sekunde die Präsentation für die Konferenz ändern, mit der Familie skypen, alles kein Problem, wenngleich Skype etwas zickig ist. Aber hey, wir reden hier von einem kleinen Computer, der nicht mal 300 Euro kostet und der das Gewicht meiner Umhängetasche signifikant und für meinen Rücken spürbar erleichtert hat. Und diese Zeilen schreibe ich gerade auf einem eeePC in einer Lufthansa-Maschine nach Hamburg, wo der menschenfeindliche Sitzabstand normalerweise nicht zum Tippen einlädt: Alles kein Problem mit dem eeePC.

Die häufigste Frage war die, ob man mit der Tastatur klar kommen kann, und wie man hier sieht, mit etwas Übung geht es. Einige derjenigen, die mich angesprochen hatten, erwähnten, dass sie selbst überlegten, sich so ein Gerät anzuschaffen, wobei das Gerücht eines größeren Bildschirms in nicht allzu ferner Zukunft noch zu einem vorsichtigen Warten führt. Aber es scheint, dass nicht wenige gerne mobiler wären, dafür aber nicht bereit sind, Unsummen auszugeben, dafür auch weniger Leistung akzeptieren. So wie ich, und ich bin wirklich sehr zufrieden, bis auf die Batterieleistung, die ist bei meinem Gerät anscheinend mehr als suboptimal.

HAM-FRA-LHR

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 10. Februar 2008

Der Nebel in London und die Lufthansa hatten mir am Mittwoch einen Strich durch die Rechnung gemacht, mein Flug nach London wurde ersatzlos gestrichen, und nach Einbringen des Arguments, dass ich meine eigene Geburtstagsparty in London verpasse, wurde ich in eine Maschine nach Frankfurt gesetzt, von wo aus es noch Flüge nach London geben sollte. Zu spät für die üblicherweise um 11 schließenden Pubs, aber da am nächsten Morgen meine Präsentation auf der SES anstand, war das vielleicht eine glückliche Fügung.

Was ich dieses Mal übrigens gelernt habe: Man darf dem Bodenpersonal nicht glauben. Angeblich könne man mir nur einen Ticketgutschein ausstellen, für den ich mir in Frankfurt dann eine Bordkarte holen könne; Einchecken wäre auf gar keinen Fall möglich. Am Gate nach Frankfurt war die Dame von der Lufthansa auf Nachfrage anderer Meinung und hat mich nicht nur eingecheckt, sondern hat mir auch noch einen Sitzplatz so weit wie möglich vorne gegeben, damit ich schneller zum anderen Terminal sprinten konnte (was ich in Frankfurt immer tun muss).

Zwei Pints gab es dann doch noch, Thomas und zwei seiner Kollegen waren so nett, noch zum Covent Garden zu kommen…

Multi-Faith Prayer Room

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 8. Februar 2008

Während wir uns in Deutschland gegen türkische Schulen wehren, überraschen mich die Engländer immer wieder, wie locker sie das Thema Integration mitunter angehen. Am Flughafen Heathrow wird zum Beispiel kein Unterschied gemacht für die Religionen, zum Beten müssen alle in den gleichen Raum. Jede Religion ist gleich, an der Supermarktkasse wird auch mit Kopftuch kassiert, und man sieht überall jede Nationalität.

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Wann kommt das Asus eee?

Allgemein — Schlagwörter:, , — theonlytom @ 13. Januar 2008

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Langsam nähert sich Cyberport dem mir von Amazon genannten Versanddatum (8.-11. März) an, jetzt sind es nur noch 4 Wochen Unterschied, nicht mehr 6. [Update: stimmt nicht ganz, denn dort steht “Der erste Warenausgang für bisherige Vorbestellungen wird Ende Januar erwartet. Weitere voraussichtliche Warenausgänge entnehmen sie bitte der Terminanzeige beim Artikel.”)

Übernächste Woche gehts für mich wieder nach London, und bei Amazon UK ist das Gerät vorrätig!!!

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Klar, englische Tastatur, aber das ist mir so ziemlich egal. Keine Ahnung, wie es mit dem Service aussieht. Oder soll ich lieber gleich auf das Asus eee 8″-Modell warten?

The Jimi defekt

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 25. November 2007

1 Million Mal sollte der Verschluss halten, doch ob das wirklich stimmt werden wir nie herausfinden, weil das Scharnier nicht durchgehalten hat. Ein bisschen länger als 14 Monate hätte thejimi schon halten können, finde ich. Die Idee finde ich immer noch klasse, ich hab diese Geldbörse auch nach mehr als einem Jahr wirklich gerne genutzt, aber jedes Jahr 25 Euro für ein neues The Jimi Wallet ausgeben, das wird mir auf die Dauer doch zu teuer. Dieses Exemplar hatte ich zum Glück geschenkt bekommen, sonst würde ich mich jetzt wahrscheinlich ärgern. Dabei gibt es so viel Gutes zu erzählen von dieser Firma (1% der Umsätze gehen an Umweltschutzprojekte), jetzt muss nur noch das Produkt halten, was versprochen wird.

Poppy

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 10. November 2007

Es gibt einige Dinge in England, die für Außenstehende unverständlich sind, zum Beispiel die getrennten und weit auseinander stehenden Wasserhähne für heißes und kaltes Wasser oder warum die Engländer im Linksverkehr rechts überholen aber auf der Rolltreppe in der Subway dies nur links tun (ich weiß nie, was ich tun soll, wenn mir auf einer Treppe jemand entgegen kommt).

Diese Woche habe ich in London viele Menschen mit einer roten Papierblume gesehen, die sie mit offensichtlichen Stolz an ihrem Revers trugen. Im Fernsehen trug jeder Moderator oder Reporter der BBC eine solche Papierblume. Die Papierblumen, Poppy genannt, kommen von der Royal British Legion, und man erhält sie gegen eine kleine Spende. Das Geld kommt Soldaten und Veteranen zugute. Die offensichtliche Popularität dieser Poppys zeigt, wie stolz man auf die Army ist (aus Sicht eines Nicht-Pazifisten ist dies wahrscheinlich berechtigt, und mir wurde auch zwischen den Zeilen aber dennoch sehr humorvoll klar gemacht, dass das bei uns ja nicht der Fall sein könnte). Tatsächlich wäre sowas in Deutschland undenkbar. Und während ich früher mit den britischen Soldaten eher die sich prügelnden Soldaten in Diskotheken und die Military Police assoziiert hatte, sind mir in letzter Zeit eher die vorbildlichen Umgangsformen der britischen Offiziere aufgefallen.

Ich muss gestehen, dass ich die Briten jeden Tag mehr lieb gewinne. Bei vielen Beobachtungen, von denen ich mir bisher nicht sicher war, ob sie rein anekdotischer Evidenz sind, fühle ich mich durch Bill Brysons Buch “Reif für die Insel” (doofer Titel, im Englischen heisst es “News from a small Island”) bestätigt, zum Beispiel die unglaubliche Freundlichkeit, die einem entgegen gebracht wird. Vor dem Security Check wird an jedem Flughafen die Bordkarte kontrolliert, aber nur in England wird das Vorzeigen mit einem Danke quittiert, als ob ich die Queen wäre, die das Gegenüber gerade zum Ritter geschlagen hätte, und das bei ungefähr 30 Reisenden pro Minute. Bezahlt man an der Kasse, so schallt einem das “Lovely” zurück, als hätte man der Kassiererin die Einkaufstüten nach Hause getragen. Und egal ob mich ein Skinhead oder ein geschäftiger Business Man anrempelt, es wird sich entschuldigt, dass man selbst ein schlechtes Gewissen bekommt, im Weg gestanden zu haben. Die Engländer besitzen zudem einen unglaublichen Geschmack in Bezug auf Kleidung, man sieht in kaum einer anderen Stadt so viele gut gekleidete Menschen. Und was die Küche angeht, ja, das English Breakfast ist gewöhnungsbedürftig, aber durch die Offenheit der Briten hat die internationale Küche ein Umfeld gefunden, das die Mär der zwanghaften Minzifizierung weiter in das Reich der Unwahrheit stößt.

Es gibt darüber hinaus einige andere Punkte, die man sich von den Engländern abgucken könnte, seien es die Schuluniformen, sei es der unglaubliche Humor, der selbst negative Nachrichten mit der unterschwelligen Botschaft “Es hätte auch schlimmer kommen können” aussendet. Und ja, sie sind stolz. In Deutschland könnte man sich nicht nur nicht vorstellen, den gefallenen und versehrten Soldaten zuliebe billige Papierblumen stolz am Revers zu tragen, man würde auch nie von der größten Nation der Erde sprechen, wie Tony Blair es getan hat.

Ich nichten lichten

Allgemein — Schlagwörter:, , — theonlytom @ 20. August 2007

Meine britischen Kollegen finden das hier superwitzig:

Dopplr kennt Dublin nur in Kalifornien

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 5. Juli 2007

Doof, aber nicht zu ändern, denn eigene Orte kann man noch nicht anlegen:

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Ansonsten ein netter Service.

Artenschutz für die Lufthansa?

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 2. Juli 2007

In der SZ vom Freitag wird berichtet, dass der Bund die Lufthansa vor Rivalen wie Emirates schützen will. Die Lufthansa übe in dieser Frage erheblichen Druck auf die Bundesregierung aus. Die Lufthansa fürchtet, das Marktanteile im lukrativen Fernreisegeschäft verloren gehen, denn die Konkurrenten ersparen ihren deutschen Kunden den Zubringerflug nach Frankfurt oder München.

Ich verstehe das nicht. Die Lufthansa hat sich dazu entschieden, ihre Fernflüge über die Drehkreuze Frankfurt und München abzuwickeln. Es gibt keinen Lufthansa-Direktflug von Hamburg nach New York, und wie stressig es ist, mit Lufthansa über Frankfurt zu fliegen, habe ich nun mehrmals am eigenen Leib erfahren. Warum soll ich dann nicht auf das Angebot der Konkurrenten wie Continental oder Emirates zugreifen dürfen, die direkt fliegen? Ich spare mindestens 2 Stunden sowie eine Menge Stress, meist verursacht durch zu spät ankommende Flieger in Frankfurt. Mittlerweile pfeife ich auf meinen Frequent Traveller-Status bei der Lufthansa und fliege nur noch mit Continental rüber. Das ist in der Regel sogar günstiger, und der Service ist kein bisschen schlechter als bei der Lufthansa, eher das Gegenteil. Die Frequent Traveller-Vorteile bei Continental sind auch noch besser als bei der Lufthansa.
Es ist an der Zeit, dass die Lufthansa ihr seltsames Drehkreuz-Konzept überdenkt und sich nicht an die Bundesregierung wendet, nur weil Konkurrenten einen besseren Service bieten und die Flughäfen anfliegen, die die Lufthansa nicht mit einer Direktverbindung versehen will.

An irgendwas erinnert mich die staatliche Einschränkung der Auswahl…

Music under New York

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 23. April 2007

Es heisst immer, Europa sei so voller Kultur, aber wenn Europe (zumindest Deutschland, ich habe schliesslich noch nicht ganz Europa gesehen) in einer Disziplin Nachholbedarf hat, dann im Bereich der Strassen- und OePNV-Musikanten im Vergleich zu New York.
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Das Programm “Music under New York” funktioniert so aehnlich wie “Deutschland sucht den Superstar”: Es gibt eine Jury, und diese bestimmt, wer in einer der zahlreichen Subway-Stationen spielen darf. Das so entstehende Programm ist nicht nur fuer Musiker gedacht, auch Kuenstler anderer Bereiche koennen daran teilnehmen. Der Sinn dahinter ist, dass ein gewisser Level an Qualitaet aufrecht erhalten kann, und das wuenscht man sich auch fuer so manche deutsche U-Bahn-Station. Nichts gegen Blockfloete spielende Kinder oder russische Opernsaenger, doch bei manchen Mundharmonika oder Akkordeon quaelenden Darbietern ist es allein dem Instrument zu verdanken, dass es nicht noch schlimmer kommt.
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“Music under New York” strahlt aber auch auf die Welt oberhalb der Tunnel ab: Viele Strassenmusiker zeigen stolz ihr “Music under New York” T-Shirt, das sie als von der Jury Auserwaehlte ausweist; es ist ein Qualitaetsmerkmal geworden. Und so habe ich gestern 3 sehr gute an diesem Programm teilnehmende Jazz-Bands am Washington Square gesehen, die im Abstand von 50 Metern gleichzeitig gespielt und zwischendurch auch noch Musiker untereinander getauscht haben. Zusaetzlich gab es noch ein Violine/Querfloete-Duo sowie einen Kleinkuenstler, alles kostenlos und bei strahlend schoenen Wetter.

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