Wurde heute von meinem lieben Freund Eric darauf hingewiesen, dass es nun TrueCrypt für den Mac gibt; es gab bereits einen Kommentar dazu in meiner Reihe über die Verschlüsselung auf dem Mac. Darin wurde auch darauf hingewiesen, dass man damit Volumes als Dateien innerhalb eines Volumes sichern kann (sozusagen Volumes verstecken kann), was zum Beispiel interessant sein könnte, wenn man gezwungen wird, ein Passwort herauszugeben. Schade nur, dass es dieses Feature nicht für den Mac gibt. Denn ansonsten habe ich noch nicht ganz verstanden, was an TrueCrypt besser ist als an der Möglichkeit, mit Disk Utility verschlüsselte Volumes auf dem Mac anzulegen.
Wikipedia:
Heute wird Bananenrepublik abwertend für Länder in der so genannten Dritten Welt verwendet, in denen durch erhebliche Einflussnahme von ausländischen Unternehmen Korruption, Verbrechen, mafiöse Tätigkeiten, Vetternwirtschaft, persönliche Bereicherung auf Staatskosten und zweifelhafte Wahlen gefördert wurden.
“Zweifelhafte Wahlen” – Gehört dazu, dass Wahlbeobachter nicht zugelassen werden? Dass Wahlberechtigte an der Stimmabgabe gehindert werden? Dass Wahlcomputer bei einem Parteifunktionär “übernachten”?
Wenn das alles stimmt, was bei Knowledge brings Fear steht, dann wären wir der Bananenrepublik einen Schritt näher gekommen.
Während die Gelsenkirchener Firma Armex die Ortung des eigenen Kindes ermöglicht, kann man mit Anonyphone.de anonym telefonieren. Zur Erinnerung: Da man bei einem Vertragshandy wie auch bei einem Prepaid-Handy den Personalausweis vorzeigen muss, um die SIM-Karte zu bekommen, kann jede Person, die ein solches Handy besitzt, geortet werden. Die SIM-Karten, die Anonyphone.de verkauft, sind T-Mobile-Prepaid-Karten von Kunden, die auf einen Vertrag umgestiegen sind und die Karten beim Händler gelassen haben.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter findet das nicht witzig, die Frage ist aber, ob Kriminelle nicht schon längst wissen, dass Handys nicht wirklich sicher sind (siehe dazu auch den Podcast vom CCC). Gleichzeitig werden mit einem so genannten IMSI-Catcher nicht nur die Handys der Verdächtigen abgehört, sondern gleich die von allen, denen durch den IMSI-Catcher vorgetäuscht wurde, dass sie mit einer Mobilfunkstation verbunden sind, völlig unschuldige Personen.
Die einzige Frage, die ich mir gerade stelle, ist, an welche Adresse ich mir so eine Karte schicken lassen könnte. Und wie ich anonym bezahle. Wahrscheinlich wird man sich irgendwann doch mal ansehen wollen, wer denn da was bestellt hat. Vielleicht kann man sich die Karte postlagernd schicken lassen?
Dass ich in den Staaten bin, ok, das ist nicht schwer herauszufinden, um lokalisierte Werbung anzuzeigen. Dass ich eigentlich aus Deutschland komme, das erfordert schon etwas mehr Aufwand:
- Entweder wurden meine Mails gescannt und anhand einer Spracherkennung herausgefunden, dass sich neben englisch-sprachigen Mails auch Mails mit deutschen Inhalten in meiner Mailbox befinden.
- Oder Google hat Daten darüber gesammelt, von welchen IP-Adressen aus ich mich bei Gmail eingeloggt hatte in den vergangenen Wochen und gespeichert, dass ich letzte Woche in Deutschland war.
Oder kann das ein Zufallstreffer sein? Wie bucht man so eine Werbung (”Wir würden dieses Ad gerne immer dann einblenden wollen, wenn sich ein deutscher Benutzer in Amerika einloggt, haben Sie da vielleicht etwas?”)? Das war das erste Mal seit langem, dass ich mich erschrocken und mir mal wieder Gedanken über Datenschutz und Privacy Gedanken gemacht habe; dass Gmail in Bezug Datenschutz kritisiert wird, war mir schon vorher klar, aber hier wird mir wirklich mulmig. Interessanter Videopodcast dazu beim CCC.