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Massive Attack in den Docks in Hamburg

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 26. August 2006

Der Massive Attack-Abend in den ausverkauften Docks begann mit einer quälenden Warterei: man merkt, dass man älter wird, wenn man sich fragt, ob es keine Sitzplätze bei einem Konzert gibt :-) 20 Uhr stand auf der Karte, 20 vor 8 waren wir da, und als wir reinkamen und zwei Schlagzeuge sahen (ein akkustisches und ein elektronisches Set), dachten wir, ok, hoffentlich kommt die Vorband wenigstens pünktlich und spielt nicht so lange (übrigens ein fettes Kompliment an die Türsteher von den Docks: So freundlich bin ich noch nie an der Tür behandelt worden!).

Als bis 21 Uhr lediglich die Roadies auf der Bühne zu sehen waren und ich mich wunderte, warum die noch nicht fertig waren mit dem Aufbauen, wurde ich langsam nervös. 3/4-Stunde Vorband, 3/4-Stunde Umbau, dann vielleicht 1 1/2-Stunden Massive Attack, könnte eine längere Angelegenheit werden. Das Publikum war sehr gemischt, zum Teil hatte ich mit meinen 34 Jahren den Eindruck, dass ich den Altersdurchschnitt noch senken würde. Blue Lines, die erste Platte von Massive Attack, ist aber auch schon 1991 heraus gekommen.
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Kurz nach 21 Uhr betraten ein paar Herren die Bühne, hinter jedes Schlagzeug setzte sich ein Schlagzeuger, und kurz darauf betrat auch Robert Del Naja die Bühne. Der Sound war fett, und es wurde zu einem der wenigen Konzerte, bei dem der Sound besser war als auf der CD. Beim zweiten Stück, Risingson, kam auch Grant Marshall auf die Bühne. Die Herren Del Naja und Marshall nahmen sich sehr zurück und überließen anderen Sängern wie Horace Andy oft die Bühne. Eine der Sängerinnen war glaube ich Elisabeth Fraser von den Cocteau Twins, den Namen der anderen Sängerin, die auch durch ihre weibliche Figur auffiel, habe ich leider nicht verstanden (siehe das Bild unten, wo sie mit Horace Andy singt).

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Ihre Stimme wirkte bei Hymn of the Big Wheel erst dünn, bei Safe from Harm änderte sich der Eindruck aber gewaltig. Beeindruckend bei diesem Konzert war, dass anscheinend nichts von der Festplatte kam, auch die kleinsten Details wurden live gespielt (was auch erklärt, warum zwei Schlagzeuger notwendig waren). Genau das machte das Konzert zu einem Erlebnis.

Del Naja wies zwischendurch auf die Unterstützung der HOPING-Foundation, die palästinensischen Flüchtlingskindern hilft – allerdings in einem so flotten Bristol-Englisch, dass kaum etwas zu verstehen war.

Haben T-Shirts früher nicht mal 30 DM gekostet? Heute kosten sie 30 Euro. Unglaublich.

Die Set List:

  • False Flags
  • Risingson
  • Black Melt
  • Karma Koma
  • Butterfly Caught
  • Hymn of the Big Wheel
  • Mezzanine
  • Teardrop
  • Angel
  • Future Proof
  • Safe from Harm

Zugabe:

  • Inertia Creeps
  • Unfinished Sympathy
  • Group Four

Jimi: Das Portemonnaie für Leute, die keine Portemonnaies haben wollen

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 25. August 2006

Portemonnaies, Brieftaschen oder Geldbörsen, egal wie man es nennt, ich hege seit Jahren eine tiefe Abneigung gegen sie. Ich kann sie nicht cool in der Gesäßtasche tragen, so kann ich nicht sitzen, was auch an meinem mangelndem Sitzfleisch liegen kann. Und wenn man abends mal weggehen will, dann weiß ich nie wohin damit: Hab ichs hinten, wirds mir geklaut, vorne siehts bescheuert aus, und abgesehen davon stört es mich. Genau für solche Leute wie mich gibts jetzt die Lösung, und sie nennt sich Jimi.

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The Jimi Wallet ist kein normales Portemonnaie, sondern eine kleine nette Box aus Plastik, die ein Fach für Geldscheine hat und eines für ein bis zwei Karten, zum Beispiel EC-Karte und Führerschein. Drückt man auf die eine Seite der Box, dann geht sie auf, und ebenso kann man sie auch einfach wieder zusammen klappen. Angeblich hält der Verschluss 1 Million Mal Auf- und zu durch. Das wären (bei 20 Mal täglich Öffnen und Schließen) mehr als 100 Jahre. Kleingeld: Nein. Personalausweis: Nein. Kundenkarten: Nein. Passt gut in eine der Vordertaschen, wo es schwer ist, etwas zu entwenden, und außerdem stört die kleine Box da nicht. Für abends weggehen ideal, denn mehr braucht man nicht. Auch für nachmittags mal in die Stadt gehen. Oder… eigentlich kann man sich fast immer einschränken, denn muss man immer 10 verschiedene Treue- und Bonuskarten, Kreditkarten, Quittungen der letzten Einkäufe etc. dabei haben?

Nette Idee. Hätte ich gerne schon früher gehabt.

Geschäftsidee: Die Tochter in Second Life aufspüren

Allgemein — theonlytom @ 22. August 2006

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Noch ist Second Life etwas für die Early Adaptors. In spätestens 10 Jahren werden die Kids aber ihre Zeit in der virtuellen Realität verbringen, und da Gefühle dort genau so real sein können wie in der richtigen Welt, nützt es nichts mehr, mit dem Schwert ums Haus zu laufen, um die eigene Tochter vor bösen Jungs zu beschützen. Stubenarrest nützt da wenig. Computerverbot vielleicht, aber wie soll das funktionieren, wenn der Computer und das Internet für die Erfüllung der Schulpflichten unerlässlich sind?

Meine Idee: Aufpasser für virtuelle Welten. Ich eröffne eine Agentur für Eltern, die wissen wollen, was ihre Kinder in der virtuellen Welt so tun. Das kann man auch erweitern: Ehefrauen werden Detektive anheuern müssen, die sich in der virtuellen Realität auskennen, um die Untreue ihres Partners aufdecken zu lassen.

Schwachsinn? Wir werden sehen :-)

Web 2.0: Das Buch

Allgemein — Schlagwörter:, , — theonlytom @ 20. August 2006

Ich hatte darauf verwiesen, dass ich in der nächsten Zeit hier wenig werde schreiben können, was unter anderem daran liegt, dass ich gerade an den letzten Zeilen eines Buches schreibe und dazu auch ein Blog angelegt habe: Das Blog zum Web 2.0-Buch. Das Buch wird voraussichtlich im Oktober 2006 bei Hanser erscheinen. Das Blog dient vor allem dazu, die Perpetual Beta des Buches zu verbessern :-) Ich hoffe, dass Eric hier etwas mehr posten wird, leider haben sich keine weiteren Freiwilligen bisher gemeldet. Danke übrigens für die vielen Hinweise auf interessante Neuigkeiten in den letzten Wochen, es ist nichts verloren gegangen, nur geht meine Energie gerade woanders drauf.

Alte Druckkunst

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 16. August 2006

Da ich mich momentan zwischen zwei Jobs bewege (eigentlich der einzig wirklich erholsame Urlaub, wenn man sich keine Gedanken macht, was die Kollegen im Büro gerade treiben), konnte ich die Zeit heute für einen Bummel durch die Hamburger Innenstadt nutzen. In der Thalia-Buchhandlung an den Großen Bleichen gibt es eine Ausstellung des Museums der Arbeit, bei der gezeigt wird, wie auf alten Druckmaschinen gedruckt wurde. Abgesehen davon, dass man sich dort kostenlos ein Lesezeichen mit den Namen der Liebsten drucken lassen kann, fiel mir auf, dass auf den Schubladen der Setzkästen die Namen der heutigen Schrifttypen standen; der Schriftsetzer erzählte mir auf Nachfrage, dass Futura und Bodoni keine Erfindungen der Computerzeit seien, sondern schon ziemlich viele Jahre auf den Buckel hätten. Böse Wissenslücke.

Die Futura stammt aus dem Jahr 1928, Bodoni ist gar aus dem 18. Jahrhundert. Dass die Größe in pt angegeben wird, hat auch nichts mit Pixel zu tun (wie ich bisher dachte), sondern mit einer alten Maßeinheit. Warum denken Computernerds wie ich immer, dass es so etwas vor der Erfindung des Computers nicht gegeben hätte?

Der freundliche Schriftsetzer hat mir auch gleich noch ein paar andere Fragen beantwortet, zum Beispiel Zeichenabstände, was Microsoft Word alles nicht kann, und so weiter. Bis zum 26. August kann man die Damen und Herren des Museums dort besuchen.

Neues vom w810i

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 15. August 2006

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Beim Aufräumen habe ich heute das USB-Kabel entdeckt, das bei dem Handy mit dabei war; “Kann ja nix passieren”, habe ich mir gedacht, es ins MacBook Pro gestöpselt und eine sehr nette Überraschung erlebt: Es werden zwei Volumes gemounted, einmal der Speicher der Kamera, einmal der Memory Stick. iPhoto ist automatisch gestartet und wollte die Fotos übertragen (bisher hatte ich die (übrigens sehr guten) Fotos immer via Bluetooth übertragen). Gleichzeitig wird das Handy via aufgeladen – Sehr nett, ein Netzteil weniger mitnehmen.
iSyncen kann man via USB nicht, aber das geht mit Bluetooth ja auch ziemlich schnell. Nach dem Krampf mit dem Nokia bin ich wirklich begeistert.

AdSense kann so gemein sein

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 13. August 2006

Kaum schreibt man über den Wunsch nach einer Alternative zu Telekom/T-Online, schon bietet AdSense eine an… nur geht die hier leider nicht :-(

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Wie verdient die Deutsche Telekom ihr Geld?

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 12. August 2006
Oder von dem verzweifelten Besuch, DSL Upstream 384 bei T-Online zu bestellen…
Es fing damit an, dass sich die Liebste beschwerte, es ginge alles so langsam, wenn ich mal etwas mehr im Netz zu tun hatte. Also biss ich in den sauren Apfel und wollte Upstream 384 bestellen. Ich hatte keine Lust auf eine dämliche Hotline, aber leider konnte ich online nichts bestellen, denn:
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Also wählte ich die Rufnummer, wo man mir aber leider nur sagen konnte, dass ich absolut falsch sei und bitte die 01805 / 443030 anrufen möge. “Aber das kostet ja was? Auch wenn ich etwas bestellen will?” “Ja”, so sagte mir die unbarmherzige Stimme.
Nachdem ich diese Nummer mehrmals gewählt hatte, verstand ich endlich, wie die Telekom ihr Geld verdient, nämlich indem sich Dumme finden lassen, die eine Nummer wählen und sich dann sowas erzählen lassen:
Irgendwann hatte ich dann endlich jemanden erreicht, und natürlich war ich wieder falsch. Ja, es täte ihnen leid, dass ich schon soviel Geld ausgegeben hätte, sie hätten halt viel zu tun. Hab ich auch. Dann habe ich die Nummer 01805 / 330303 bekommen. Da war ich auch falsch. Auch unter der 0800 / 3301000 war ich falsch, musste mir aber noch anhören, dass ich ja keine kostenpflichtige Nummer anrufen müsse, wenn es mir nicht passe. “Und wenn ich etwas bestellen will?” “Sie müssen ja nicht. Wollen Sie die Nummer nun haben oder nicht?” Ich wollte. Unter 01805 / 305000 habe ich dann etwas bestellen können. Die ganze Aktion hat eine Stunde und mehrere Euro gekostet. Schade, dass es hier in unserer Region noch keine Alternative gibt.


Das letzte Mal

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @ 10. August 2006

Das powerbook_blog bezeichnet so einen Tag wie heute als Das letzte Mal-Tag, und nachdem er so einen Tag Ende Juli hatte, so hatte ich ihn heute. Das letzte Mal das Büro aufgeschlossen, das letzte Mal mit den Kollegen zusammen Mittag gegessen und danach einen Espresso getrunken, das letzte Mal eine Bionade aus dem Kühlschrank gezogen, das letzte Mal… und dann ein komisches Gefühl im Magen, wenn man das Gebäude zum letzten Mal verlässt und sich dann erinnert, wie es damals war, als man das erste Mal dort ankam.

Peinlich…

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 6. August 2006

…aber ich habe den Sony Ericsson-Klingelton “You’d better” eingestellt und nerve damit meine Umgebung:

Someone’s calling you, you got a phonecall baaaaby so you better pick it up, you’ve got a phonecall baby pleeease pick uuup

Was ich ohne Hilfe aber nicht hinbekommen habe beim W810i ist die Umstellung von T9 auf “normales” Schreiben: Einmal die Stern-Taste drücken und schon hat man gewechselt. Nicht sehr intuitiv.

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