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Produktivität: David Allens Getting Things done

Allgemein — Schlagwörter:, , , — theonlytom @ 10. Mai 2005

Ich hatte vor kurzem Life Balance vorgestellt, welches den üblichen Aufgabenlisten überlegen ist. Allerdings kann nicht alles an Aktivitäten darin abgebildet werden: auf jedem Schreibtisch landet eine Menge Papier, in jeder Mailbox kommen täglich unzählige E-Mails an, und Life Balance bietet (zunächst) keine unmittelbare Hilfe. Das ist der Punkt, wo David Allens Getting Things Done ins Spiel kommt.

Getting Things Done, von Anhängern auch einfach GTD genannt, ist die Beschreibung der Organisations-Methode David Allens, der 20 Jahre lang als Berater über 1.000 Menschen geholfen hat, organisierter und dadurch produktiver zu arbeiten. Letztendlich hat er ein System geschaffen, welches in einem positiven Arbeitsstil Klarheit schafft, was wann wie zu tun ist. Gleichzeitig weist Allen darauf hin, dass kein System allgemein gültig sein kann, aber es ist immer noch besser, überhaupt etwas zu tun als gar nichts. Allerdings, hat man erst eine Verbesserung der Produktivität auf einer Ebene erreicht, so stellen die Herausforderungen der nächsten Ebene die gerade erst funktionierenden Regeln wieder auf die Probe.

Allens System basiert auf zwei Punkten:

  1. Alles, was erledigt werden muss, wird in ein logisches System gebracht, von dem man weiss, dass man sich darauf verlassen kann. Mit diesem System ist nicht der Kopf gemeint.
  2. Zu jedem Input (alles, was irgendwie rein kommt, wird Input genannt) wird eine durchgängige Entscheidung getroffen.

Es muss deswegen alles in das System gebracht werden, da sich der Geist ansonsten damit beschäftigt und nicht frei ist; nur wenn das System zuverlässig ist, vertraut das Unterbewusstsein diesem System und erinnert einen nicht ständig daran, was eigentlich getan werden müsste (und das meistens zu einem Zeitpunkt, an dem man gar nicht daran arbeiten kann).

So ist es recht heilsam, erst einmal Inventur zu führen und alles aufzuschreiben, was getan werden muss. Oft sind es auch Verpflichtungen, die man sich selbst auferlegt hat. Hier gilt es zu klären, worin die Verpflichtung besteht und was getan werden muss, um sie erfüllen zu können. Gleichzeitig ist es wichtig, wie die Verpflichtungen aufgeschrieben werden: neben dem ergebnisorientierten Denken ist der wichtigste Faktor der, den nächsten Schritt aufzuschreiben, der getan werden muss. Also zum Beispiel nicht Reifen wechseln sondern Werkstatt anrufen wegen Termin für Reifenwechsel. Mit anderen Worten, Aufgabenlisten sollten nicht eine Ansammlung von Angelegenheiten sein, sondern auszuführende Arbeitsschritte.

Besonders fasziniert hat mich der Ablauf, den Allen auf seiner Website kostenlos als PDF zum Download anbietet. Denn das erste Hindernis, was es zu überwinden gilt, ist die Entscheidung, um was es sich eigentlich handelt, was da gerade als Input hereingekommen ist, das Erfassen: Kann man überhaupt ein Aktion damit durchführen? Ist es etwas, was von Wert sein könnte jetzt? Irgendwann? Je nachdem, was die Antwort ist, gibt es eine Entscheidung und eine Aktion, die durchzuführen ist. Allein dieser Ablauf erlaubt es mir, meinen Schreibtisch und meine E-Mail-Inbox innerhalb kürzester Zeit durchzuarbeiten. Keine Panik oder ein schlechtes Gewissen mehr, dass irgendwo zwischen den Mails oder den Papierstapeln eine wichtige Information oder ein Baustein meines Projektes schlummert, der mir im nächsten Moment ein Bein stellen könnte.

Dies ist nur ein kurzer Abriss des GTD-Systems. Jedem, der über zuviel Arbeit und Stress klagt, sei die deutsche Ausgabe mit dem etwas unbeholfen übersetzten Titel Wie ich die Dinge geregelt kriege, die bei Amazon weniger als 10 Euro kostet, ans Herz gelegt.

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Produktivität: GTD übertreiben

Allgemein — Schlagwörter:, , — theonlytom @ 8. Mai 2005

Ich muss noch kurz etwas nach meiner Beschreibung von GTD posten: Man kann sich Organizer kaufen und Software herunterladen bis der Arzt kommt, produktiver wird man dadurch nicht unbedingt. Nicht zuletzt deswegen finde ich den Hipster PDA so charmant, ein System, welches nur aus Karteikarten besteht und gut funktioniert. Auch Merlin, Autor von 43 Folders, warnt davor, dass es mehr Spass macht, Turnschuhe zu kaufen als täglich damit zu laufen. GTD-Tools spriessen aus dem Boden wie Unkraut, vor allem Online-Tools (dumm gelaufen für mich, denn die meisten Gedanken kommen mir, wenn ich Ruhe habe, zum Beispiel im Flieger oder in der Bahn).

Natürlich ist es schön, wenn man eine Entschuldigung findet, sich ein neues PowerBook oder ein sündhaft teures Moleskine zuzulegen. Merlin bezeichnet es als Productivity pr0n.

The Go-Betweens in der Fabrik

Allgemein — Schlagwörter:, — theonlytom @

Wieder einmal etwas, was nichts mit dem Mac zu tun hat: Ich komme gerade zurück aus dem Go-Betweens-Konzert in der Fabrik, und es war unglaublich. Nicht nur, dass sie fast alle Songs des legendären 16 Lovers Lane-Album gespielt haben, sie sind auch zwei Mal auf die Bühne zurückgekehrt, obwohl das Hallenlicht schon eingeschaltet und die Abschiedsmusik aus den Lautsprechern plätscherte. Das allerletzte Stück war “Karen”, ein Stück aus den 70ern, welches sie anscheinend schon lange nicht mehr gespielt hatten, denn der Riff lag oft daneben. Wie auch immer, die Go-Betweens hatten Spass, das Publikum hatte Spass, und ich bin dankbar, dass es die Go-Betweens wieder gibt. Wer also noch die Chance hat sie zu sehen, sollte sie ergreifen!

Ein Star in China?

Allgemein — Schlagwörter: — theonlytom @ 4. Mai 2005

In den letzten Wochen hat sich ein Trend entwickelt in meinen Server-Logfiles: Nicht dieses Blog wird am häufigsten abgerufen (kein Wunder, wenn man eine Woche vor dem mittlerweile vierteljährlichen PageRank-Update die Adresse ändert), sondern ein Stück von mir im MP3-Format, welches auf einer anderen Domain liegt – Die Downloads gehen langsam aber sicher in die Region einer fünfstelligen Zahl. Wer lädt sich ein verstecktes Stück eines absolut unbekannten Interpretens herunter? Die Antwort: Chinesen! Die Besucher kommen von der chinesischen Suchmaschine Baidu. Nur wonach sie gesucht hatten als sie mich dort fanden, das gibt der Referrer in den Logs leider nicht her. Wie auch immer, bei diesen Download-Zahlen überlege ich mir, ob ich mein für dieses Jahr geplante Album als kostenpflichtigen Download ins Netz stelle; bei 1.000 Downloads pro Woche, die ich momentan habe, und einem Preis von 0,99 Eurocent, wäre das genug, um sich ein neues PowerBook zu leisten

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